Forfaitierung

 

Definition von Forfaitierung

Bei einer Forfaitierung, auch Forfaiting genannt, erfolgt der Verkauf von Forderungen an einen neuen Gläubiger. Forfaitierungen sind vor allem ein Mittel der Exportfinanzierung bei Lieferungen an einen ausländischen Kunden. Forfaitierungen sind in der Finanzwelt bekannt, seit in den 1970er Jahren die Finanzierung amerikanischer Weizenlieferungen an die damalige Sowjetunion über dieses neu erdachte Finanzinstrument abgewickelt wurde.

In der Theorie gibt es den Unterschied zwischen einer echten Forfaitierung und einer unechten Forfaitierung. Bei der echten Forfaitierung übernimmt der Forfaiteur als Käufer der offenen Forderungen das Risiko eines Zahlungsausfalls. Bei der unechten Variante trägt dieses Risiko weiterhin der Forderungsverkäufer, auch Forfaitist genannt. In der Praxis kommen unechte Forfaitierungen nur selten vor. Unternehmen nutzen sowohl Forfaitierungen als auch Factoring zur Umsatzfinanzierung. Beide Finanzierungen haben viele Gemeinsamkeiten, doch es gibt auch einige wichtige Unterschiede.

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Kontokorrentkredit

 

Was ist ein Kontokorrentkredit?

Bei einem Kontokorrentkredit räumt ein Kreditinstitut den Kontoinhabern die Möglichkeit ein, ihr Konto zu überziehen. Bei Privatpersonen wird der Kredit Dispositionskredit, kurz Dispo, genannt. Geschäftskunden sprechen von einem Kontokorrentkredit, wenn ihnen die Bank eine Kreditlinie auf ihrem geschäftlichen Girokonto einräumt. Die Bankkunden werden darüber informiert, bis zu welchem Betrag sie ihr Konto maximal überziehen dürfen. Wird der eingeräumte Betrag überschritten, handelt es sich um einen Überziehungskredit. Die Kontoinhaber können den Kredit flexibel und nach Bedarf nutzen. Die Bank berechnet nur für den Betrag Zinsen, mit dem das Konto überzogen ist. Für die Rückzahlung müssen die Bankkunden selbst sorgen, da keine festen Raten vereinbart werden.

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Bonitätsprüfung

 

Die Kreditwürdigkeit von Unternehmen und Verbrauchern

Die Kreditwürdigkeit von Privatpersonen und Unternehmen wird mit dem Fachbegriff Bonität bezeichnet. Der Ausdruck stammt von den lateinischen Vokabeln „bona“ für Vermögen und „bonitas“ für Vortrefflichkeit. Bei einer Bonitätsprüfung werden das bisherige Zahlungsverhalten eines Zahlungspflichtigen sowie weitere wirtschaftliche Aspekte überprüft. Aus den verschiedenen Bonitätskriterien, die bei der Prüfung abgefragt werden, lassen sich Schlüsse über die zukünftige Zahlungsmoral ziehen. Häufig wird die Bonität als Punktezahl, Prozentwert oder Score dargestellt. Je mehr Punkte oder Prozente ein Unternehmen oder eine Person erhält beziehungsweise je höher der Scorewert ausfällt, umso höher ist die prognostizierte Zahlungsfähigkeit.

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Factoring Nachteile

Das Image von Factoring beinhaltet bei einigen Unternehmern noch Vorurteile, die sich jedoch mit einem genaueren Blick leicht widerlegen lassen. Zu den vermeintlichen Nachteilen von Factoring zählen:

  • hohe Kosten
  • nicht für alle Branchen geeignet
  • wird von den Kunden nicht akzeptiert
  • weniger Kontrolle über das eigene Mahnwesen

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Kapitalfreisetzung

 

Finanzierung durch Kapitalfreisetzung

In jedem Unternehmen ist Kapital gebunden, das für die Bezahlung laufender Rechnungen oder für Investitionen benötigt wird. Im Rahmen einer Innenfinanzierung kann sich eine Firma liquide Mittel beschaffen. Ein Mittel der Innenfinanzierung ist die Kapitalfreisetzung, die auch als Umschichtungsfinanzierung bezeichnet wird. Einer der Vorteile dieser Art der Finanzierung liegt darin, dass ein Unternehmen nicht auf Geld von außen angewiesen ist, wie Bankdarlehen oder Lieferantenkredite. Stattdessen ermittelt die Buchhaltung, welches Kapital im Unternehmen gebunden ist und durch Vermögensumschichtung freigesetzt werden kann. Dabei stehen dem Firmeninhaber verschiedene Maßnahmen zur Verfügung, die die Kapitalbindung aufheben.

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Zessionskredit

 

Durch einen Zessionskredit Liquidität schaffen

Unternehmen können verschiedene Maßnahmen ergreifen, um ihre Liquidität zu erhöhen. Wenn sich eine Firma Geld von einer Bank leiht, verlangt das Kreditinstitut Sicherheiten. Eine mögliche Absicherung des Darlehens besteht in der Abtretung offener Forderungen, auch als Zession bezeichnet. Der Kreditnehmer schließt dabei mit der Bank sowohl einen Kreditvertrag als auch einen Vertrag über die Zession ab. Die gesetzlichen Grundlagen zur Sicherungsabtretung finden sich in § 398 BGB. Auch beim Factoring stellen die offenen Forderungen gegen Kunden die Grundlage zur Umsatzfinanzierung dar. Es gibt jedoch einige wichtige Unterschiede zwischen einem Zessionskredit und Factoring, über die sich jeder Unternehmer informieren sollte, bevor er sich für eine der Finanzierungen entscheidet.

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Eigenkapitalquote

 

Eigenkapitalquote Definition

In der Betriebswirtschaft ist die Eigenkapitalquote (kurz: EK Quote) eine der wichtigsten Kennzahlen. Die Eigenkapitalquote besagt, welchen Anteil das Eigenkapital am Gesamtkapital eines Unternehmens ausmacht. Das Gesamtkapital entspricht der Bilanzsumme, die zum Bilanzstichtag ermittelt wird. Das Ziel eines Unternehmers ist es, eine hohe Eigenkapitalquote zu erwirtschaften. Je höher die Quote ausfällt, umso weniger Fremdkapital, Verbindlichkeiten und offene Forderungen weist ein Betrieb auf. Unternehmen können verschiedene Maßnahmen ergreifen, damit sie die Eigenkapitalquote verbessern können.

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Factoring für Freiberufler

 

Factoring zur Umsatzfinanzierung – auch für Selbstständige geeignet?

Ja, Factoring eignet sich auch für Freiberufler als moderne Finanzierungsform sowie zur einfachen und günstigen Steigerung von Liquidität und Bonität. Durch den Verkauf von Forderungen mit Zahlungsziel an einen Factor erhalten Unternehmen ihr Geld innerhalb von zwei Arbeitstagen. Das erhöht die Liquidität, wodurch die laufenden Kosten gedeckt sind und neue Waren oder Rohstoffe eingekauft werden können. Außerdem bietet Factoring für Freiberufler weitere Vorteile, wie Schutz vor Forderungsausfall und Auslagerung des Forderungsmanagements. Wenn Sie sich für Factoring für Selbstständige interessieren, müssen Sie jedoch beachten, dass nicht jeder Factor dieses Factoring anbietet und dass die Kreditoren verschiedene Voraussetzungen erfüllen müssen:

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Factoring für Kleinunternehmer & den Mittelstand

 

Factoring – zeitgemäße Finanzierung für KMU

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) können ihre Liquidität durch einen Bankkredit, einen Kontokorrentkredit oder durch Factoring erhöhen. Ein Bankkredit bedeutet für den Antragsteller lange Verhandlungen mit einem Kreditinstitut. Ein Kontokorrentkredit ist häufig sehr teuer, vor allem, wenn der Kontoinhaber die eingeräumte Kreditlinie überzieht. Als schnelle und günstige Förderung der Liquidität nutzen daher immer mehr Betriebe Factoring. Zahlreiche Anbieter haben Factoring für den Mittelstand im Programm, indem sie fortlaufend offene Forderungen ankaufen.

Beim Factoring erhält der Kreditor innerhalb weniger Werktage 80 % – 90 % des Rechnungsbetrages ausgezahlt. Die Restsumme abzüglich Gebühren überweist der Factor bei Fälligkeit des Zahlungsziels. Neben geringen Kosten profitieren KMU von einigen weiteren Vorteilen dieser zeitgemäßen Form der Finanzierung:

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Factoring für Startup & Existenzgründer

 

Für die Neugründung einer Firma benötigt der Gründer Startkapital. Obwohl es Programme zur Förderung junger Unternehmen gibt, ist vielen Kreditgebern das Risiko zu groß. Daher vergeben einige Banken Gründungsdarlehen gar nicht oder nur zu hohen Zinssätzen. Außerdem arbeitet der Existenzgründer mit geliehenem Geld, statt die Finanzierung selbst zu erwirtschaften. Dabei ist es für Startups besonders wichtig, schnell die Liquidität zu erhöhen, um günstige Konditionen für den Einkauf von Material auszuhandeln oder Geld zur Einstellung neuer Mitarbeiter zur Verfügung zu haben. Als Lösung der Probleme bietet sich Factoring an, dessen Vorteile vor allem in der Finanzierungsfunktion, der Delkrederefunktionen und der Dienstleistungsfunktion liegen.

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