Das Online-Factoring

Das Online-Factoring ist eine Sonderform des Standard-Factorings, die in allen Eigenschaften mit diesem übereinstimmt und lediglich die moderneren Kommunikationswege des Internets nutzt.

Bei der Finanzierungsart des Factorings, also dem laufenden Abkauf von Forderungen durch einen Factor, steht der Liquiditätseffekt im Vordergrund aller Maßnahmen. Neben der reinen Finanzierungsfunktion des Forderungsabkaufs wird im Full-Service-Factoring-Vertrag auch die Auslagerung des kompletten Debitoren-Managements an ein Factoring-Unternehmen festgelegt. Das heißt, dass von nun an die Rechnungsstellung, das Mahnwesen, die Debitorenbuchhaltung, die Forderungseintreibung und das Inkassowesen in der professionellen Obhut der Factoring-Gesellschaft liegen. Dies sichert dem Auftraggeber des Factorings eine Einsparung von Personal und Verwaltungsaufwand zu und führt dazu, dass sich durch die Expertise des Unternehmens das Risiko des Zahlungsausfalls minimiert.

Zudem wird auch noch die Versicherungsfunktion im Factoring-Vertrag übernommen. Das geschieht durch die Übernahme des Delkredere-Risikos. Diese bedeutet, dass im Falle eines Forderungsausfalls ein Auftraggeber trotzdem die Zahlungen vom Factor erhält. Der Factor sichert sich natürlich seinerseits gegen den Forderungsausfall ab, daher erklären sich auch die Gebühren für den Delkredere-Schutz.

Trotzdem ist diese Funktion für Unternehmen eine sehr wichtige, denn nur sie macht das Factoring zu einer sicheren Finanzierungsart.

Beim Online-Factoring, der aktuellen Sonderform des Factorings, das sich die moderne Internettechnologie zunutze macht, hat ein Factoring-Auftraggeber durch einen Online-Zugang jederzeit Zugang zum neuesten Stand der Forderungszahlung seiner Kunden. So wird die Kommunikation vereinfacht und das Unternehmen hat jederzeit Kontrollmöglichkeiten über den aktuellen Stand der Zahlungsforderungen. Denn wenn ein Kunde innerhalb der Zahlungsziele zahlt, erhält ein Auftraggeber einen Teil des Sicherheitseinbehalts zurück.

Factoring: das Instrument der Mittelstandsfinanzierung

Immer noch sind Kredite für den Mittelstand schwerer zugänglich, da die verlangten Sicherheiten oft nicht vorhanden sind. Zudem ist die Eigenkapitalausstattung deutscher mittelständischer Unternehmen eher dürftig. Daher gibt es für Unternehmen mit geringer Eigenkapitalquote kaum Möglichkeiten auf dem deutschen Finanzmarkt, die Liquidität durch alternative Finanzierungsarten zu verbessern. Da sich wegen fehlendem Eigenkapital die Verhandlungen mit Banken schwierig gestalten, kommt ein Bankdarlehen für die meisten Unternehmen dieser Gruppe also nicht in Frage.

Der deutsche Mittelstand schneidet schlecht ab, wenn man sein Eigenkapital mit dem anderer Länder vergleicht. Gerade einmal zwanzig Prozent ist die durchschnittliche Eigenkapitalquote von deutschen mittelständischen Unternehmen, was natürlich die Möglichkeit der Kreditaufnahme stark einschränkt und folglich dem Unternehmen diese Unterstützungen für Neuinvestitionen verwehrt. Gerade im Jahr 2013 und 2014 laufen viele Bank-Transaktionen des Mittelstandes aus und Unternehmen schauen sich schon jetzt nach Anschlussfinanzierungsmöglichkeiten um, weil die verschärften Rating-Vorschriften eine Neuaufnahme oder Aufrechterhaltung eines Kredits erschweren.

Zusätzliche Kreditausfälle der Banken, strengere Kreditgesetze und -verordnungen machen Kredite als Finanzierungsart immer unwahrscheinlicher. Auch der verstärkte Wettbewerbsdruck zwischen den Kreditunternehmen hat einen Negativeinfluss auf die Kreditvergabe. Die Neuregelung durch Basel III beeinträchtigt die Finanzierung mittelständischer Unternehmen noch mehr. Basel III führte zu einem Anstieg der Kreditzinsen und –kosten, der besonders Mittelständler hart trifft.

Diese Umstände können ein Grund für die ansteigende Beliebtheit des Finanzierungs-Instruments Factoring sein. Beim Forderungsverkauf mittels Factoring-Institut werden weder Sicherheiten verlangt, noch spielt die Bonität des Unternehmens eine große Rolle. Stattdessen wird die Bonität des Kunden geprüft, die Zahlungsziele spielen eine Rolle und auch der Jahresumsatz des Unternehmens. Der Forderungsverkauf Factoring ist daher eine erschwinglichere Finanzierungs-Alternative für den Mittelstand.

Geschichte des Factorings

Der Begriff Factoring leitet sich von den Faktoreien, den Handelsniederlassungen für Import und Export in den Kolonien im 18. Jahrhundert, ab. Damals verstand man unter dem Begriff noch eine Vorstreckung von Waren, erst im 19 Jahrhundert weitete sich der Terminus auch auf den Finanzsektor aus. Das Factoring ist neben Kreditaufnahmen und Leasing die dritte Möglichkeit einer Finanzierung durch eine Drittpartei.

Gerade in den letzten Jahren hat sich das Factoring stark verbreitet und der Markt für Factoring  hat sich  stark spezifiziert. Gerade die Möglichkeit der Kombination von drei Funktionen, der Finanzierungsfunktion, der Dienstleistungsfunktion und der Versicherungsfunktion (Übernahme des Ausfallschutzes) macht das Factoring heutzutage so attraktiv. Alle drei Funktionen sind als Full-Service-Factoring zusammen möglich. Einzelne Funktionen können aber auch separat gebucht werden, die Möglichkeiten von Factoring-Verträgen sind sehr vielfältig und auf jedes Unternehmen anpassbar.

Das Factoring wird wie das Leasing als eine Finanzierungsalternative bezeichnet, ein sogenanntes Finanzierungssurrogat. Das Factoring ist ein Finanzierungsvorgang, bei dem ein Finanzierungsinstitut, in diesem Fall die Factoring-Gesellschaft, eine Forderung des Unternehmens aus Waren oder Dienstleistungen ankauft, sie bevorschusst und in den meisten Fällen auch das Risiko des Zahlungsausfalls trägt. Innerhalb der Dienstleistungsfunktion kann ein Factoring-Institut außerdem Leistungen wie die Rechnungsstellung, die Debitorenbuchhaltung, Bonitätsprüfungen, Umsatzstatistiken und das Mahn- und Inkassowesen übernehmen.

Die Refinanzierung von Außenständen eines Unternehmens mithilfe von Factoring ist vor allem in kleinen und mittelständischen Unternehmen ein beliebte Strategie, kurzfristig Liquidität zu erhalten (z.B. beim Einzelfactoring) und langfristig eine stabile Finanzsituation zu erreichen. Ein positiver Nebeneffekt ist die Verbesserung der Bilanz, welche zu besseren Ratings eines Unternehmen führt.

-Factoring Varianten für jede Unternehmens-Situation

Das Factoring ist ein von mittelständischen und kleinen Unternehmen beliebtes Instrument der Absatzfinanzierung. Der Auftraggeber des Factorings verkauft eine aus Waren oder Dienstleistungen resultierende Forderung, abzüglich eines Zinssatzes und Gebühren, die 20 bis 30 Prozent des Betrages ausmachen, an ein externes Factoring-Unternehmen. Innerhalb eines Tages bis zu 2 Tagen erhält der Auftraggeber also 70 bis 80 Prozent der Forderungssumme vom Factor und das Factoring-Institut kümmert sich nun um die Forderungseintreibung. Diese Forderungsabtretung bringt viele Vorteile für ein Unternehmen. Das Delkredere-Risiko wird in den meisten Fällen von dem Factoring-Institut getragen, so dass ein Unternehmen in jedem Fall die sofortige Liquidität erhält, auch wenn ein Zahlungsausfall eintritt.

Es gibt die Möglichkeiten der laufenden oder der einmaligen Forderungsabtretung, das Einzelfactoring oder das Standard-Factoring. Zusätzlich können beim Full-Service-Factoring Dienstleistungen übernommen werden wie die Debitorenbuchhaltung oder das Inkassowesen. Dafür zahlt ein Auftraggeber des Factorings zusätzlich noch Gebühren, die je nach Unternehmen zwischen 0,5 Prozent und 3 Prozent der Forderungssumme betragen.

 

In den meisten Fällen des Abschlusses eines Factoring-Vertrages in Deutschland wird auch die Abgabe des Delkredere-Risikos an den Factor vereinbart, welche den Auftraggeber gegen Zahlungsausfall absichert. Dies bedeutet aber abhängig von der Bonität des Schuldners auch eine um 0,1 Prozent bis zu 0,5 Prozent der Forderungssumme höhere Factoring-Gebühr als ohne Übernahme des Delkredere-Schutzes.

 

Als Unternehmen muss man sich gut überlegen, ob man das offene Factoring mit Einweihung des Debitoren oder das stille Factoring unter Geheimhaltung gegenüber dem Debitoren wählt. Für jedes Unternehmen gibt es die geeignete Form von Factoring, lassen Sie sich also am besten durch ein professionelles Unternehmen beraten, welche für Sie die passende Lösung zur Liquiditätsbeschaffung ist, planen Sie rechtzeitig und verbessern Sie damit die Bilanz sowie das Rating Ihres Unternehmens!

Die Factoring-Gebühren

Die Kosten für die Inanspruchnahme der Finanzdienstleistung des Factorings setzen sich aus verschiedenen Determinanten zusammen. Die Höhe der Factoring-Gebühr ist abhängig davon, ob der Factor das Ausfallrisiko übernimmt oder nicht. Die Übernahme des Delkredere-Schutzes kostet das Factoring-Unternehmen, weil es sich seinerseits vor dem Zahlungsausfall absichern muss. Dadurch erklären sich die höheren Factoring-Gebühren beim echten Factoring (inklusive Übernahme des  Ausfallschutzes). Zusätzlich dazu fallen Zinsen für die Vorauszahlung an und außerdem für Dienstleistungen, das im Falle eines Full-Service-Vertrags mit Übernahme der Debitorenbuchhaltung, Mahnwesen und der Forderungseintreibung.

Ausgezahlt werden vom Factor 70 bis 80 Prozent der Forderungssumme innerhalb von 24 bis 48 Stunden, den Rest behält er vorerst als Sicherheitseinbehalt, weil der Factor die Veritäts-Risiken der Abnehmer abdecken muss. Diesen Sicherheitseinbehalt kann ein Unternehmen zurückbekommen, wenn der Kunde an den Factor zahlt, weil der Ausfallschutz dann nicht in Anspruch genommen werden muss.

Kleine und mittelständische Unternehmen wählen oft die Vertragsform des echten Factorings mit Full-Service-Paket. So sparen sie Kosten für zusätzliches Personal im Finanzbuchhaltungsbereich und wertvolle zeitliche Kapazitäten ein und erhalten dafür ein professionelles Schuldenmanagement und eine stabile Liquidität. Diese Stabilität führt zur Optimierung der Bilanzen und zu einem besseren Rating.

Hinzu kommt, dass ein Factoring-Institut  zur eigenen Absicherung auch die Bonitätsprüfung der Kunden vornimmt, wovon natürlich auch das Unternehmen profitiert. Nicht nur, dass sich dadurch das Risiko der Zahlungsausfalls verringert und die Factoringkosten geringer sind, zudem kommt dem Unternehmen zu gute, dass die professionellen Debitoren-Manager bei der Eintreibung meist weitaus erfolgreicher sind. Durch die Debitorenbuchhaltung ist der Überblick über alle Zahlungen in externer Hand und das Unternehmen schont seine Kundenbeziehungen.

Factoring als gute Alternative zum Bankdarlehen

Das Factoring ist eine finanzielle Transaktionsform, bei dem ein Unternehmen seine ausstehenden Zahlungsforderungen an eine Drittpartei, den Factor, abzüglich eines Abschlags verkauft.

 

Factoring als Vorfinanzierungsform bietet die Finanzierung vor Erreichen des Zahlungsziels an,  sichert also den vorzeitigen Zahlungseingang einer Forderung zu 70 bis 80 Prozent der Summe pünktlich und regelmäßig durch das Factoring-Institut, abzüglich der Dienstleistungsgebühr für das Factoring.

 

Die Gebühr für den Ausfallschutz wird von einem Factoring-Unternehmen verlangt, wenn es auch das Delkredere-Risiko tragen soll. In Deutschland werden die meisten Factoring-Verträge mit Delkredere-Schutz abgeschlossen; diese weit verbreitete Form nennt man das echte Factoring. Der Ausfallschutz sichert einem Unternehmen auch dann den Zahlungseingang vom Factor zu, wenn ein Kunde nicht zahlungsfähig sein sollte. Da ein Factoring-Unternehmen sich natürlich selbst über Versicherungen vor dem Zahlungsausfall schützt, erklären sich auch die Kosten für diesen Service. Wenn ein Kunde fristgerecht an den Factor einzahlt, erhält das Unternehmen die Provisionsgelder für den Ausfallschutz wieder und zahlt nur die Factoringgebühr.

 

Factoring unterscheidet sich von einem Bankdarlehen in mehrfacher Hinsicht. Der Schwerpunkt liegt auf dem Wert der Forderungen (im Wesentlichen einem finanziellen Vermögenswert), während eine Bank sich mehr auf den Wert der Bilanzsumme des Kreditnehmers konzentriert und oft auch bei Unterzeichnen eines Darlehen-Vertrags die Hinterlegung von Sicherheiten wünscht. Solche Sicherheiten können Inventar, Equipment oder Immobilien sein. Für viele Unternehmen scheidet die Option des Bankkredit aus, weil sie über diese Sicherheiten nicht verfügen, zum Beispiel Start-Ups, so weichen sie auf die zugänglichere Alternative Factoring aus.

Postive Effekte des Factoring

Die Finanzdienstleistung des Factoring ist gerade wegen seiner vielen positiven Effekte so beliebt.

Das Factoring kann man in wenigen Schlagworten in seinen Funktionen und positiven Effekten für ein Unternehmen zusammen fassen. Diese positiven Effekte gelten für kleine, mittelständische und Großunternehmen gleichermaßen, hängen aber davon ab, welche Vertragsform des Factorings gewählt wird.

Mit Factoring wird Liquidität planbar, es bietet eine Absicherung gegenüber Zahlungsausfällen und verbessert die Eigenkapitalquote eines Unternehmens, seine Bilanz und das Rating. So sind alle Voraussetzungen für ein Unternehmenswachstum gegeben. Sind die Bedingungen für einen Factoring-Vertrag also erfüllt, kann ein Unternehmen in den Vorteil einer deutlichen Liquiditätsverbesserung innerhalb kürzester Zeit kommen.

Außerdem stärkt man die Kundenbindung, da durch die Inanspruchnahme des Factorings wieder längere Zahlungsziele gewährleistet werden können. So kommen die Unternehmen den Kundenwünschen ohne negative Nebeneffekte entgegen und vermeiden die Abwerbung von der Konkurrenz. Durch das Outsourcen des Debitoren-Management an ein Factoring-Unternehmen genießt die Kunden-Unternehmer-Beziehung noch mehr Schonung, denn das Mahnwesen und die Forderungseintreibung erfolgen von externer professioneller Seite.

Wer trotzdem durch das offene Abschließen eines Factoring-Vertrages die Kundenbeziehung in Gefahr sieht, der kann guten Gewissens eine Factoring-Variante wählen, die von manchen Factoring-Gesellschaften angeboten wird: das stille Factoring ohne Einweihung der Debitoren über den Verkauf ihrer Forderungen.

Durch die Möglichkeit der Vorfinanzierung macht man als Unternehmen einen positiven Eindruck auf die Lieferanten, da sie regelmäßig zum Termin bezahlt werden können. Diese Form des Einkaufsfactorings ist in bestimmten Branchen sehr häufig anzutreffen, meistens  werden sie von Handelsunternehmen und Industrie- und Produktionsbetrieben genutzt.

Forderungsverkauf mit Factoring

Da es zur Zeit immer schwieriger wird, einen Kredit zu beantragen, da die Banken immer bei der Kreditvergabe immer sorgsamer werden und die Konditionen verschärfen, müssen die meisten Unternehmen eine andere Quelle der Liquidität suchen. Daher arbeiten immer mehr Unternehmen mit einer Factoring Firma. Dies führt nicht nur zu der so wertvollen Liquidität, sondern führ durch die Verkürzung der Bilanz auch zu einem besseren Firmenrating, was wiederum die Kreditaufnahme erleichtert.

 

Factoring funktioniert im Wesentlichen folgendermaßen: das Unternehmen verkauft seine Forderungen an eine Factoring-Firma, welche dann normalerweise 80-90% der offenen Rechnung sofort auszahlt. Dies führt zu einem Liquiditätszufluss, welchen das Unternehmen z.B. zum Einkauf neuer Ware nutzen kann, um so seine Geschäfte weiterzuführen. Der Rest der Summe, abzüglich der Factoringgebühr, welche sich normalerweise in der Höhe der Kontokurrent-Zinsen hält, wird dann ausgezahlt, wenn der Factor die Außenstände vom Debitor – dem Kunden des Unternehmens, erhält.

Doch nicht nur die sofortige Liquidität wirkt sich positiv auf das Unternehmen aus. Beim echten Factoring übernimmt der Factor auch das Ausfallrisiko, auch Delkredererisiko genannt. Hinzu kommt noch die Bonitätsprüfung des Debitors, welche vor Ausfällen wegen Zahlungsunfähigkeit schützen soll. Dadurch, dass der Factor auch das Debitorenmanagement übernimmt, kommt es zu einer weiteren Entlastung des Unternehmens.

 

Rundum ist Factoring eine sehr geschätzte Variante der Unternehmensfinanzierung, die schon viele Unternehmen vor dem Aus bewahrt hat.

Bedingungen vor Abschluss eines Factoring-Vertrages

Bevor ein Factoring-Vertrag abgeschlossen wird, möchte sich das Factoring-Unternehmen natürlich überzeugen, dass diese Forderungseintreibung erfolgreich sein kann und zum allgemeinen Ziel der Beteiligten, dem Liquiditätseffekt, führt. Dazu stellt es bestimmte Bedingungen an einen Factoring-Auftraggeber und fordert bestimmte Voraussetzungen der Forderungen.

Erstens müssen die Forderungen, die von einem Factoring-Institut abgekauft werden sollen, frei von Ansprüchen Dritter sein, es dürfen also keine vorrangigen Zessionen vorliegen. Zudem sollten die Forderungen frei von Gegenforderungen oder anderen Rückbehaltungsrechten sein, wie zum Beispiel die Factoring-Gesellschaft Nordwest-Factoring in ihren Bedingungen festhält.

Des weiteren ist ein bestimmtes Zahlungsziel der Forderungen erforderlich. Außerdem wird ein Factoring-Institut Informationen zur Zahlungsfähigkeit des Kunden einholen, bevor es in den Vertrag einwilligt. Auch die Bilanzen eines Unternehmens selbst werden geprüft – die Folge: nicht jedes Unternehmen kann einen Factoringvertrag abschließen.

Allgemein muss ein Unternehmen eine Struktur aufweisen, die gute Umsätze und Einkünfte zeigt. Wenn ein Unternehmen kurz vor einer Insolvenz steht, wird kaum noch ein Factoring-Unternehmen seine Forderungen abkaufen wollen.

Daher ist es ratsam, rechtzeitig die Leistungen des Factorings zu nutzen, um die Liquidität langfristig stabil zu halten, damit die Gefahr einer aus Liquiditätsschwierigkeiten resultierenden Insolvenz erst gar nicht auftritt.

Bei der modernen Variante des Online Factorings wird die erste Prüfung der Bedingung über ein Online-Formular abgewickelt. Dort werden die Angaben zu der Debitorenanzahl, den Forderungssummen, den Geschäftsumsätzen, den Rechnungsstellungen und zu den Zahlungsausfällen der letzten Jahre abgefragt., um den Aufwand und die Bonität eines Factoring-Falles vorab zu kalkulieren. Diese Analyse wird dann die Grundlage der Konditionen des Factoring-Vertrages.

Die positiven Effekte von Factoring

Viele Unternehmen benutzen den fortlaufenden Forderungsverkauf im Rahmen eines Factoringvertrages, um sich den nötigen und sofortigen Liquiditätszufluss zu sichern. Deswegen findet Factoring in den letzten Jahren immer mehr Zuspruch. Doch auch wenn die Liquidität beim Forderungsverkauf an erster Stelle steht, birgt Factoring auch jede Menge andere Vorteile:

Planungstechnisch:

Wenn Sie wichtige Investitionen tätigen wollen, dann ist die Vorausplanung der Zahlungsströme ein wichtiger Faktor, denn nur so können Sie Ihre Ziele genau verfolgen und umsetzen. Die dazu notwendige Flexibilität im Management kommt durch die präzise Planung des Liquiditätszuflusses zustande.

Risikotechnisch:

Schon durch die Übergabe des Delkredererisikos an den Factor beim Forderungsverkauf sichert sich ein Unternehmen gegen den Zahlungsausfall seines Kunden ab. Darüber hinaus kann beim Factoring der Factor das ganze Debitorenmanagement übernehmen und sorgt für die Bonitätsprüfung des Kunden, um Sie dadurch zusätzlich abzusichern.

Wachstumstechnisch:
Durch Factoring können Sie in der Regel die Finanzierung Ihres Wachstums selbst regeln. Da die Finanzierung direkt vom Umsatz abhängt, können Sie durch Factoring leichter wichtige Investitionen einplanen.

Wettbewerbstechnisch

Dadurch, dass Sie mit Hilfe des Factorings längere Zahlungsziele gewähren können, ist es viel leichter, neue Kunden zu gewinnen und alte Kunden nicht an die Konkurrenz zu verlieren. All dies hat natürlich keinen negativen Einfluss auf die Liquidität und Sie können Ihre Marktposition in aller Ruhe ausbauen.

Bilanztechnisch

Dadurch, dass Sie einen Forderungsverkauf tätigen, verkürzt sich Ihre Bilanz wegen der höheren Liquidität. Dies wirkt sich positiv auf die Eigenkapitalquote aus, welche Ihr Rating verbessert. Mit einem besseren Rating können Sie sich auch bessere Konditionen bei der Beantragung eines Bankkredites sichern.