Factoring für den Mittelstand

Das Agieren im aktuellen schwierigen Marktumfeld fällt deutschen mittelständischen Unternehmen zunehmend schwer, da sie zahlreiche Herausforderungen meistern müssen. Die ständig wachsenden Rohstoff-und Energiepreise aber auch das Basel III Abkommen sind Hürden auf dem Weg der Unternehmensentwicklung. Sowohl die Investitionen in neue Technologien als auch jene in Logistik sind kostenintensiv. Aufträge benötigen eine Vorfinanzierung und auch für die Kapazitätserweiterung muss die Unternehmenskasse herhalten. Nun wollen viele Unternehmen nicht mehr ausschließlich an die Bank gebunden sein und ziehen eine Kombination aus verschiedenen Finanzierungsbausteinen vor. Wer weg vom klassischen Bankkredit will, findet im Factoring die passende Lösung, um kurzfristig seine Liquidität zu verbessern, ohne Sicherheiten stellen zu müssen.

Nicht umsonst nutzen mehr als 17.000 Unternehmen allein in Deutschland das Angebot der Factoring-Gesellschaften und tragen dazu bei, ein Factoring-Volumen von 157 Milliarden Euro zu erzielen.

Der Forderungsverkauf an den Factor bringt Unternehmen den entscheidenden Vorteil, über einen sofortigen Liquiditätszufluss zu verfügen. Dieser bringt wiederum viele Absatzmöglichkeiten mit: den rechtzeitigen Ausgleich der Lieferantenrechnungen mit der Inanspruchnahme der Skonto-Beträge oder die Abgabe von Kundenangeboten, die ein längeres Zahlungsziel beinhalten. Letzteres zum Beispiel führt auch zu einem entschiedenen Wettbewerbsvorteil. Eine weitere positive Komponente ist die Verbesserung der Bilanz und der eigenen Position durch die Erhöhung der Eigenkapitalquote und des Ratings.

Factoring

Mittels Factoring können Sie gebundenes Kapital freisetzen und Ihrem Unternehmen so wieder mehr finanziellen Spielraum verschaffen. Und so funktioniert es: Sie treten Ihre offenen Forderungen gegenüber Ihren Forderungsschuldnern (Debitoren) an einen Factoring-Anbieter (Factor) ab. Dieser zahlt Ihnen in der Regel innerhalb von 24 Stunden 85 Prozent des offenen Betrages aus und verhilft Ihnen damit sofort zu mehr Liquidität. Den Restbetrag erhalten Sie, abzüglich einer Gebühr, sobald die offene Forderung vom Debitor beglichen wurde.

Factoring ist eine Art der Unternehmensfinanzierung, bei der ein Unternehmen seine offenen Forderungen gegenüber seinem Kunden an einen Dritten (den Factor) verkauft, um sich somit mehr finanziellen Spielraum zu verschaffen. Der Factor zahlt dem Unternehmen normalerweise 80-90% des Forderungsbetrags sofort und verhindert dadurch Liquiditätsprobleme. Der Restbetrag wird, abzüglich der vereinbarten Gebühr, ausgezahlt, wenn der Factor die Forderungen begleicht.

Doch aufgepasst: es gibt mehrere Arten von Factoring, jede auf ein bestimmtes Kundenprofil angepasst:

Echtes und unechtes Factoring

Zuerst ist es ist wichtig, den Unterschied zwischen echtem und unechtem Factoring zu kennen. Beim echten Factoring übernimmt der Factor das Delkredererisiko – also das Ausfallrisiko. Falls dies nicht der Fall ist, handelt es sich um unechtes Factoring, bei dem dieses Risiko vom Unternehmen selbst getragen wird.

Offenes, halb-offenes und stilles Factoring

Hierbei geht es um die Kommunikation des Unternehmens mit seinem Kunden. Beim offenen Factoring wird der Debitor darüber informiert, dass eine Factoring-Firma beauftragt wurde und zahlt die offene Forderung direkt an den Factor. Beim stillen Factoring wird der Debitor nicht informiert und zahlt die Forderung direkt an das Unternehmen. Ein Kompromiss ist das halb-offene Factoring, bei dem der Debitor darüber informiert wird, dass ein Factor eingeschaltet wurde, doch er die Forderungen direkt an das Unternehmen und nicht an den Factor zahlt.

Welche Vorteile bietet Factoring

Unter Factoring versteht man eine besondere Form der Unternehmensfinanzierung, die auch hierzulande immer häufiger zum Einsatz kommt. Bei dieser Form der Finanzierung verkauft ein Unternehmen seine offenen Forderungen gegenüber seinen Geschäftspartnern an einen Dritten (die Factoring-Firma). Der Factor zahlt dem Unternehmen dann einen vereinbarten Prozentsatz des offenen Betrags und behält den Restbetrag als Sicherheit ein. Der Restbetrag wird – um die vereinbarte Factoring-Gebühr vermindert – an den Kunden ausgezahlt, wenn die Forderung beglichen wurde.

Alle Unternehmen hatten bestimmt schon einmal Probleme mit der schlechten Zahlungsmoral ihrer Kunden und mit den immer längerfristigen Zahlungszielen, was natürlich sofort zu beträchtlichen Außenständen führt. Die dadurch verminderte Liquidität kann das eine oder andere Unternehmen schon mal ruinieren, da es z.B. keine Aufträge mehr annehmen kann, weil das Geld für Material fehlt.

Dies kann natürlich durch Factoring verhindert werden, denn mit der Abtretung offener Forderungen an den Factor bekommt das Unternehmen einen großen Anteil der Forderung direkt ausbezahlt und kann somit seine Geschäfte weiterführen.

Aus verschiedenen Blickwinkeln wirkt sich das Factoring positiv auf das Unternehmen aus. Zuerst wäre da die Liquidität, welche durch den Verkauf der Forderungen entsteht. Dadurch kann das Unternehmen neue Investitionen tätigen. Dazu kommt noch die Verbesserung der Bilanz und des Firmenratings, welche z.B. bessere Konditionen für einen Bankkredit schaffen.

Außerdem kann die Factoring-Firma auch das Debitorenmanagement übernehmen, was wiederum Kosten und Zeit einspart. Weitere Maßnahmen, welche dem Unternehmen zugutekommen, sind beim echten Factoring die Bonitätsprüfung der Kunden und die Übernahme des Delkredererisikos, also die Versicherung beim Forderungsausfall.

All dies macht Factoring zu einer modernen und verlässlichen Variante der Unternehmensfinanzierung.

Bilanzfactoring – die richtige Variante für eine Verbesserung

Um nachhaltig Ihre Bilanz zu verkürzen und die Eigenkapitalquote des Unternehmens zu stärken, brauchen Sie nur ein Forderungspaket einmalig zum Bilanzstichtag an ein Factoring-Institut zu verkaufen.

Mit dem einmaligen Forderungsverkauf wird eine gezielte Optimierung der Bilanzstruktur erreicht. Damit erwirbt der Factor zu einem vorher festgelegten Termin das Forderungspaket. Somit werden kurz vor der Bilanz die Kennzahlen verbessert. Durch den Bilanz verkürzenden und Eigenkapital stärkenden Effekt des Bilanz-Factorings werden neben der sofort eintretenden Liquidität auch andere Vorteile bemerkbar: der sofort steigende Cash-Flow, die Verbesserung des Ratings und natürlich die Verkürzung der Bilanz. Diese Umsatzfinanzierungsvariante wird aufgrund des Eigenkapital erhöhenden Charakters den üblichen Arten von Fremdkapitalbeschaffung bevorzugt.

Um die Höhe des gewünschten Liquiditätsbedarfs zu erreichen, kann die Anzahl der zum Verkauf ausstehenden Forderungen variiert werden. Somit können Sie pünktlich zum Bilanzstichtag sämtliche Vorteile des Factoringvertrages in Anspruch nehmen.

 

Die Funktionen, der Nutzen und die Effekte des Factorings sind vielseitig. Hier nur ein paar Beispiele:

  • ·die Verkürzung der Bilanzsumme
  • ·die Erhöhung der Eigenkapitalquote
  • ·die Verbesserung des Ratings für den leichteren Finanzierungszugang
  • ·die Optimierung der Wirtschaftsauskünfte

 

Dafür müssen gewisse Voraussetzungen erfüllt werden:

  • ·sowohl die Ertragslage als auch die Wirtschaftsauskünfte des Unternehmens müssen positiv sein
  • ·die Forderungen haben ein Zahlungsziel von maximal 90-120 Tagen
  • ·die Abnahmeprotokolle und die Liefernachweise liegen vor
  • ·die Debitoren haben ihren Sitz in Deutschland
  • ·die Debitoren sind rückversicherungsfähig
  • ·es liegt keine Globalzession vor

Factoring ist und bleibt eine Umsatzfinanzierungsvariante, die sich als ideales Mittel zur Bilanzverbesserung erwiesen hat.

Factoring – eine der ältesten Finanzierungsmethoden

Eine der ältesten Formen der Unternehmensfinanzierung ist Factoring, das Cash-Management-Tool der Wahl für viele Unternehmen. Factoring kommt in manchen Branchen sehr häufig zum Einsatz, wie z.B. in der Bekleidungsindustrie, wo lange Forderungen Bestandteil des Konjunkturzyklus’ sind.

Bei einem typischen Factoring verkauft der Klient (Sie) ein Produkt oder eine Dienstleistung und stellt eine Rechnung aus. Der Factor (die Finanzierungsquelle) kauft diese Forderung auf und zahlt Ihnen den Nennwert, abzüglich einer Gebühr von ca. 2-6 Prozent. Der Faktor zahlt 75 bis 80 Prozent des Nennwertes sofort und überweist den Rest (abzüglich der Gebühr), wenn Ihr Kunde bezahlt.

Da der Factor keine Kreditvergabe an den Kunden tätigt sondern an dessen Kunden, ist ihm die Zahlungsfähigkeit dessen wichtiger als jene seines Klienten. Daher werden beim Factoring in der Regel auch Bonitätsprüfungen durchgeführt. Das bedeutet, dass Unternehmen mit kreditwürdigen Kunden problemlos einen Factoringvertrag abschließen können, auch wenn sie sich für ein Bankdarlehen nicht qualifizieren würden.

Obwohl Factoring früher eher von großen Firmen beansprucht wurde, hat es sich in letzter Zeit auch in kleinen und mittelständischen Unternehmen immer weiter verbreitet.

Sie können ein perfekter Kandidat für Factoring sein, wenn Ihre Firma regelmäßig Rechnungen ausstellt und Sie die Zeit, bis Sie ihre Außenstände erhalten, verkürzen wollen. Factoring kann Ihnen die Finanzen beschaffen, um Ihr Firmenwachstum zu sichern oder um Ihre Bilanz und Ihr Rating zu verbessern.

Wenn das Geld knapp wird – Factoring

Kurz zusammengefasst ist Factoring der laufende Forderungsverkauf um kurzfristige Zahlungseingänge zu verbuchen und sowohl das Ausfallrisiko als auch dessen Überwachung an den Factor zu übergeben.

Der Factor ist das Geldinstitut, das die Forderungen abkauft und diese innerhalb kürzester Zeit an den Kunden auszahlt, die sogenannte Factoring-Gesellschaft. Ihr Ziel ist es, die Forderungen an Debitoren aus Warenlieferungen oder Leistungen im Rahmen eines Vertrages mit dem Forderungsverkäufer (dem Anschlusskunden) abzukaufen. Meistens werden solche Verträge mit einer Mindestlaufzeit von 2 Jahren abgeschlossen und schließen entweder alle Forderungen mit ein oder nur die Forderungen an bestimmte Debitoren.

Hierzu gibt es Factoringsverträge, die entweder die Inlandsgeschäfte oder die Auslandsgeschäfte decken.

Vor der Schließung des Vertrages stellt der Factor seine Anforderungen klar auf. Diese können je nach Gesellschaft oder Bonität des Kunden variieren und setzen sich je nach Einzelfall zusammen.

In der Regel sollte die Laufzeit der Forderungen 120 Tage (bei Inlandsforderungen) bzw. 180 Tage (bei Auslandsforderungen) nicht überschreiten.

Die Forderungen müssen bei ihrer Entstehung der Höhe nach einwandfrei feststehen und frei von Rechten Dritter sein.

Der Kundenkreis des Forderungsverkäufers sollte keinen starken Wechsel aufweisen.

Die Zahlungsfähigkeit des Debitors genauso wie seine Bonität muss einwandfrei feststehen – hierzu wird der Factor auf Kosten des Anschlusskunden eine Bonitätsprüfung durchführen.

Factoringverträge sind oftmals die beste Lösung für die Überbrückung von finanziellen Engpässen. Sie beschaffen zum rechten Zeitpunkt die notwendige Liquidität für die Weiterführung des Unternehmens. Außerdem bringen sie, als Nebenprodukt sozusagen, die sofortige Verbesserung der Bilanz und somit die Erhöhung des Unternehmensratings mit sich.

Fragen zu Factoring – Vorteile, Liquidität

Welche Vorteile bietet Factoring?
In erster Linie steht der Liquiditätszufluss als größter Vorteil eines Factoring-Vertrages in Vordergrund. Durch den Forderungsverkauf erreicht man eine deutliche Verbesserung dieser Bilanzposition, da nur ein Minimum an Finanzierungen gebunden wird. Genauso wichtig wird der Ausfallschutz (Delkredere) angesehen. Das Risiko geht vom Unternehmen an den Factor über was, wie wir wissen, auch zu einem besseren Bilanzrating führt. Durch die gewonnene Liquidität erreicht ein Unternehmen wiederum bessere Konditionen und ein Skonto bei der Bezahlung der Lieferanten-Rechnungen. Meistens reichen die eingesparten Summen aus der Skontierung um die Factoring Gebühr zu bezahlen.

 

Verbessert Factoring meine Liquidität?

Die vordergründige Zielsetzung des Factorings ist die dauerhafte Erhöhung der Liquidität. Durch den Forderungsverkauf werden sofort Geldmittel frei, die zur Verbesserung der Eigenkapitalquote beitragen. Mit der gewonnenen Liquidität kann ein Unternehmen viel besser eine zum Beispiel anstehende Großinvestition finanzieren. Die erhöhte Eigenkapitalquote führt zu einem besseren Rating, welches im Zusammenspiel mit einer besseren Bilanz für die Banken, die die Finanzierung übernehmen sollten, eine einnehmbare Bonität darstellt. Auch die Bewertung des Unternehmens im Fall einer Veräußerung zeigt einen deutlichen Anstieg und zahlt sich durch einen höheren Erlös aus.

Die Liquidität ist und bleibt also ein wichtiger Faktor, was die Bewertung des Unternehmens betrifft und kann die finanzielle Lage dieses Unternehmens durch Einsparungen im Einkaufsbereich um einiges verbessern. Viele Betriebe sind im Laufe der Zeit durch die nicht einkassierten Forderungen fast in den Ruin getrieben worden. Dieser Zustand ist durch die Schließung eines Factoring-Vertrages leicht zu vermeiden.

 

Reverse Factoring für eine ununterbrochene Versorgung

Eine Variante des Factorings, die dem Unternehmen helfen soll, seine Verbindlichkeiten gegenüber seinen Lieferanten durch eine Vorfinanzierung zu begleichen, ist das Reverse Factoring – auch Lieferanten-oder Einkaufsfactoring genannt.

Für das Unternehmen, das diese Form des Factorings initialisiert, bedeutet das die Vorfinanzierung seiner Einkäufe. Es kann sowohl von der Ausschöpfung des Skontos als aber auch von längerfristiger Zahlungszielen profitieren. Auch der Lieferant kann die positiven Auswirkungen des Reverse-Factorings voll ausnutzen. Diese wäre in erster Linie der sofortige Erhalt der Rechnungssumme, was wiederum zur Erhöhung  und Sicherstellung der Liquidität und der Verbesserung der Bilanz führt.

In mehrgliedrigen Zulieferketten haben die Abnehmer meist ein vitales Interesse, die Beziehungen zu ihren Lieferanten stabil und zuverlässig zu halten. Eine ununterbrochene Versorgung hat denselben Stellenwert wie eine gute Auftragslage, beide sind nötig um einen reibungslosen Betriebsablauf zu sichern.

Diese Form der Vorfinanzierung birgt eine Ähnlichkeit mit einer Zentralregulierung oder einem Payment Factor im Treasury, wobei hier der Abnehmer die jeweilige Zahlung an den Lieferanten zuerst freigeben muss.

Der große Finanzierungsrahmen des echten Reverse Factorings, der im Gegensatz zu einer Absatzfinanzierung bestehen kann, ist der Unterschied zur Finanzierung von Einzelrechnungen.

Beim Reverse Factoring kommt es schließlich nur auf die Bonität des Abnehmers an, was eine Minimierung und Abgrenzung des Risikos bedeutet. Hierfür wird letztendlich das Ausfallrisiko des Abnehmers in Betracht gezogen.

Reverse Factoring bringt für alle Teilnehmer erhebliche Vorteile mit sich, hilft bei der Konsolidierung von Geschäftsverbindungen zwischen dem Kunden und seinen Lieferanten und sichert eine ungestörte Versorgungskette.

 

 

Factoring- Die Umsatzfinanzierung

Wenn wir den Begriff „Factoring“ näher betrachten, werden wir feststellen, dass es sich hier um eine Dienstleistung aus dem Finanzsektor handelt. Sie ist als eine kurzzeitige Umsatzfinanzierung gedacht, bei der der Factor die Forderungen des Kunden erwirbt und einzieht.

Als Gegenleistung für die Forderungsabtretung zahlt der Factor dem Kunden sofort den Gegenwert seiner Forderungen minder des sogenannten Sicherheitseinbehaltes von 10 -20% aus. Dieser dient zur Deckung eventueller Gewährleistungseinsprüche oder Einbehalte seitens des Debitors. Sollte dieser nicht in Anspruch genommen werden, wird der Sicherheitseinbehalt dem Kunden zurückerstattet.

Als einen weiteren Service für seine Kunden bietet Factoring die Übernahme des Ausfallschutzes, auch Delkredereschutz genannt. Dieser Service ist eine sehr wichtige Komponente des Factoringvertrages und schützt das Unternehmen vor dem Totalausfall der Forderungen.

Ein weiteres Angebot der Factoring-Gesellschaften ist die Übernahme des Debitorenmanagments sowie des Mahn-und Inkassowesen. Dies führt zu einer wesentlichen Entlastung der eigenen Buchhaltung.

Die vom Factor angebotenen Serviceleistungen sind selbstverständlich nicht kostenlos. Aber bevor wir uns den Gebühren widmen, sollten wir die Vorteile betrachten:

  • ·die sofortige Liquidität
  • ·die Erhöhung der Eigenkapitalquote
  • ·die Verbesserung des Unternehmensratings
  • ·die Verringerung und damit die bessere Stellung der Bilanz

Die Kosten des Factorings setzen sich zusammen aus den anfallenden Zinsen für den Zeitraum bis zur Erreichung des Zahlungszieles und den Gebühren, die je nach gewünschten Leistungen 1 – 2% vom Gesamtumsatz betragen können. Diese Kosten liegen meistens unter denen von vergleichbaren Kontokorrentkrediten.

Fragen zu Factoring – Bilanz, Rating, Zahlungsziele

Wenn ein Unternehmen vor der Wahl steht, eine für seinen Betrieb passende Finanzierungsform zu suchen und sich dabei fürs Factoring entscheiden soll, stellen sich folgende Fragen:

 

Verbessert Factoring meine Bilanz?

Verkaufte Forderungen erscheinen, gemäß der gängigen Praxis der Bilanzierung nach HGB, nicht mehr in der Unternehmensbilanz. Die Bilanzsumme reduziert sich auf der Passivseite durch diesen Mitteleinsatz, da der Forderungsverkauf einen Aktiv-Tausch (Forderung gegen Cash) darstellt. Durch die Reduzierung der Bilanzsumme bei konstant bleibendem ausgewiesenem Eigenkapital steigt die Eigenkapitalquote wesentlich, welche wiederum eine wichtige Komponente des Bilanzratings ist.

Verbessert Factoring mein Rating?
Durch den Einsatz des Ausfallschutzes (Delkredere) in Verbindung mit dem Forderungsverkauf im Factoring wird eine wichtige Risikokomponente aus der Bilanz entfernt. Denn das Unternehmen überträgt sein Risiko auf den Factor ( true sale ). Außerdem wird durch die neu gewonnene Liquidität durch kurzfristige Finanzierung durch Factoring ein zweites Mal auf der Passivseite das Risiko aus der Bilanz entfernt. Studien ergaben, dass die Risikominimierung in der Bilanz eine Verbesserung des Ratings bis zu 5 Notches zur Folge hatte und in manchen Fällen zur einen Erhöhung  von Non-Investmentgrade in eine Investmentgrade Stufe brachte. Diese Bilanzoptimierung wird durch alle gängigen Rating Softwares als eine Ratingverbesserung gewertet.

Welche Zahlungsziele werden akzeptiert?
Durch die Regelung des KWG werden in Deutschland Zahlungsziele von maximal 90 Tagen im Inland und 120 Tagen im Ausland gewährt. Längere Forderungslaufzeiten werden in der Regel zu den Kreditgeschäften hinzugerechnet, die wiederum eine Banklizenz nötig haben. Forderungen gegen ausländische Kunden können länger finanziert werden, da im Ausland die Zahlungsziele durch andere Gesetze festgelegt werden.