FACTORING- und die bessere Bilanz

Das Factoring dient dem Verkauf von Forderungen durch Unternehmen an spezialisierte Drittanbieter, um direkt Zahlungseingänge auch bei erst späterer Forderungsfälligkeit zu realisieren und das Ausfallrisiko samt dessen Überwachung nicht selbst tragen zu müssen.

Grundsätzlich gib es einige Anforderungen die der Forderungsverkäufer erfüllen muss, um ein interessanter Kandidat für das Factoring zu sein. Zunächst einmal müssen die Forderungen frei von Rechten Dritter sein und bei ihrer Entstehung der Höhe nach einwandfrei feststehen. Ebenfalls sollte der Abnehmerkreis des Anschlusskunden sollte keinem allzu starken Wechsel ausgesetzt sein. Weiterhin soll die Laufzeit der zu verkaufenden Forderungen eine gewissen Maximalzahl an Tagen nicht überschreiten. Geläufig sind hier bis zu 120 Tagen Zahlungsziel im Inland und bis zu 18 Tagen Zahlungsziel im Ausland.

Kommt es nun zum Factoring so stellt der Factor dem Factoringnehmer sofort nach Rechnungsstellung den vom Kunden geforderten Betrag zur Verfügung, was zu einer höheren Liquidität und einer besseren Planbarkeit der Geschäftsprozesse des Factoringnehmers führt. Weiterhin können so für das Unternehmen eigentlich nicht tragbare Zahlungsziele mit den Kunden vereinbart werden, die vielleicht sonst die Zusammenarbeit sogar abgelehnt hätten.

Hinzu tritt, dass Factoring geeignet ist, die Liquiditätsdisposition und die Finanzplanung des Forderungsverkäufers zu präzisieren, weil die Unwägbarkeiten des Forderungseingangs entfallen. Sofern der Anschlusskunde die Factoringerlöse zur Tilgung bestehender Schulden verwendet, führt dies zu einer Verbesserung der Eigenkapital-/Fremdkapitalrelation in seiner Bilanz.


Das Factoring besitzt also neben der unmittelbaren Funktion als Cash-Flow und Liquiditätsbringer eine ausgeprägte Finanzierungsfunktion, die einem Unternehmen in vielfältiger Weise in Planung und Bilanzierung zugute kommen können.

FACTORING- die Rettung

Das Factoring ist eine Finanzdienstleistung, die durch Factoringdienstleister übernommen wird. Es ist ein Instrument, das schnelle und kurzfristige Zahlungseingänge durch Risikoübernahme im Forderungsmanagement von Unternehmen ermöglicht. Es wird eine Factoringgebühr für diese Dienstleistungen erhoben, welche das Debitorenmanagement, den Verwaltungsaufwand, die Finanzierung und die Übernahme des Delkredererisiko einschließen.

Die Factoringdienstleister übernehmen also Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an gewerbliche Kunden, die durch den Factoringnehmer zu diesem Zwecke an eine Factoringgesellschaft abgetreten werden, selbst dann wenn die Forderungen erst zu einem späteren Zeitpunkt fällig werden. Die Forderungsbeträge aus diesen abgetretenen Forderungen werden daraufhin schnellstmöglich, nach eingehender Prüfung und abzüglich einer Factoringgebühr an den Factoringnehmer überwiesen.

Die Experten der Finanzierunggesellschaften die das Factoring übernehmen, überprüfen die Auslandskunden, führen die Debitorenbuchhaltung und das Inkasso durch und sichern außerdem die Forderungsausfälle. Sie Kaufen ihre Forderungen gegenüber ausländischen Kunden regresslos ab und verschaffen damit eine sofortige Liquidität.

Beim Factoring unterscheidet man zwischen echtem und unechtem Factoring. Bei echtem Factoring ist der Factoringnehmer gegen Zahlungsausfälle geschützt und erhält dennoch bei gegebenem Fall den Rechnungsbetrag. Die Factoringagentur übernimmt also das Ausfallrisiko für die abgetretene Rechnung, selbst wenn der Debitor nicht zahlungsfähig ist. Hingegen bleibt bei unechtem Factoring das Ausfallrisiko bei dem Factoringnehmer.

Factoring ist also ein sehr wirksames Instrument sein Liquiditätsrisiko zu kontrollieren oder abzutreten, es gibt damit Sicherheit und Zeit sich auf andere Bereiche der Unternehmensentwicklung konzentrieren und diese mit mehr Sicherheit angehen zu können.

FACTORING- wie reagieren die Kunden

Beginnt man mit der Abtretung von Forderungen an Factoring-Dienstleister so geht das einher mit der Frage: Wie reagieren meine Kunden auf Factoring und liegt dort ein Risiko begraben?

Die Reaktionen der Kunden kann man grob in drei Kategorien unterteilen.

Der mit Abstand größte Anteil der Kunden reagiert gar nicht, bis auf die Umstellung der Bankverbindung und dem weiteren gewohnten Ablauf wie bisher. Diese Kunden kennen häufig schon die Relevanz solcher Dienstleistungen auch für ihr eigenes Geschäft oder es ist ihnen schlichtweg egal, auf welches Konto sie die vereinbarten Rechnungen überweisen.

Der zweitgrößte Part entfällt auf die Kategorie „Neugierig gemacht“. Diese Kunden melden sich beim Factor oder bei Ihnen, ihrem Lieferanten und fragen, was das ist, wie das geht und werden ggf. ebenfalls Factoring-Kunde.

Der mit Abstand kleinste Teil der Kunden kann unter der Rubrik „Nörgler“ eingruppiert werden. Dies sind zumeist die Kunden, die nun ihre Freiheit ein Zahlungsziel zu missachten in Gefahr sehen, stellt also demnach auch einen guten Indikator für das factoringnutzende Unternehmen zur besseren Kundenbewertung dar. Trotzdem gibt es in vielen Fällen einen guten Grund mit diesen Partnern zusammen zu arbeiten. Die bloße Missachtung von Zahlungszielen hat im Endeffekt wenig mit der Qualität der Partnerschaft zwischen Unternehmen zu tun.

Da dies weitaus vielschichtiger ist gibt es auch für diese dritte Gruppe sehr positive Argumente bezüglich des Factorings, die Sie Ihren Partnern liefern können. Die Anwendung von factoring versetzt Sie nämlich in die Lage auch höhere Zahlunsziele mit diesen einzugehen, solange diese trotzdem im mit der Factoringgesellschaft vereinbarten Rahmen bleibt. Weiterhin wird die Zahlung von Rechnungen nicht mehr auf der Agenda der Beziehungen mit diesen Unternehmen stehen, da ein Forderungsausfall praktisch nicht mehr auftreten kann. Auch wird die gesamte Partnerschaft auf bessere Beine gestellt, da Sie sich aus Angst vor Liquiditätsengpässen durch Zahlungsausfälle nicht nach einem neuen Partner umsehen müssen.

FACTORING- zu wem passt es ?

Für welche Unternehmsform/-phase ist das Factoring möglich?

Mit zunehmender Bekanntheit und Nutzung des Factorings entstehen hier immer neue Möglichkeiten. War es früher nur wirklich erfolgreichen Großunternehmen vorbehalten einen Factoringdienstleister zu engagieren, so ist das Factoring momentan gewerblichen Unternehmen mit vorrangig gewerblichen Kunden vorbehalten, die aber auch durchaus im Mittelstand ansässig sind. Man darf davon ausgehen, dass sich gerade in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit vor allem in Zeiten internationaler Handelsbeziehungen.

Potentielle Branchen für Factoring sind die Metallerzeugung, die Metallverarbeitung, die Lebensmittelbranche, der Handel und das verarbeitende und dienstleistende Gewerbe sowie viele andere, die bei Zahlungsausfällen unter Liquiditätsengpässen und hohen Risiken leiden würden. Auch Unternehmen die vor Wachstumsphasen stehen sind potentielle Kadidaten für factoring, da nicht ständig neuer Cash-Flow durch Kontokorrentkredite oder Investments erzeugt werden müssen, da mit dem Großteil der gestellten Forderungen sofort gearbeitet werden kann. Auch vor größeren Investitionen bietet sich das Factoring an, da man bei Banken und Investoren durch höhere Liquidität um einiges besser dasteht, als ohne.

Vor allem aber muss das factoringnutzende Unternehmen grundsätzlich gesund sein, also rentabel arbeiten. Ebenfalls müssen die Waren und die vereinbarte Dienstleistung zum Zeitpunkt der Rechnungsstellung vollständig erbracht sein, insbesondere aus der Sicht Ihres Kunden. Auch dürfen keine Rechte Dritter an den Forderungen bestehen.

Es gibt also eine wachsende Vielzahl an Möglichkeiten die das Factoring den verschiedenen Unternehmensarten und -phasen zur Verfügung stellt. Es hilft sich auf das Kerngeschäft zu konzentrieren, da Risiko aus Gründen des Forderungsmanagements gänzlich entfällt und damit viele Bewertungfaktoren für factoringnutzende Unternehmen in die Höhe treibt.

Factoring und sein Reverse

Factoring & Reverse Factoring

Das Factoring dient der kurzfristigen Umsatzfinanzierung von Unternehmen die sich keine Liquiditätsengpässe durch Forderungsausfälle leisten können. Bei dieser Finanzdienstleistung erwirbt ein Dienstleister (Factor) die Forderungen seines Factoring-Kunden gegen dessen Debitor. Für diese Gegenleistung zahlt der Factor umgehend den Forderungskaufpreis an den Factoring Kunden. Dieser Kaufpreis entspricht dem Betrag der Forderungen abzüglich eines Diskonts für die Leistung des Factors. Der Factor behält einen Teil des Kaufpreises auf einem Sperrkonto ein, um das Veritätsrisiko bis zur endgültigen Zahlung durch den Debitor abzusichern.

Bei der Wahl des richtigen Factorings für diese Unternehmen entscheidet man vor allem das echte und das unechte Factoring. Beim echten Factoring übernimmt des Factor das Delkredererisiko, beim unechten Factoring hingegen übernimmt der Factor das Risiko nicht. Dieses wird auch in der Rechtssprechung als Darlehen angesehen, bei der die Abtretung der Forderung zur Sicherung des Kredits erfolgt. Anders als beim echten Factoring erlangt der Vorbehaltsverkäufer nicht den Wert der Forderung gegenüber seinem Kunden abzüglich der Factorprovision, sondern er muss den möglichen Forderungsausfall vollständig selbst tragen. In Deutschland wird das unechte Factoring aber so gut wie gar nicht eingesetzt.

Das Reverse Factoring
zielt im Gegensatz zum klassischen Verfahren auf die Lieferantenseite. Der Kunde schließt mit der Factoringgesellschaft einen Rahmenvertrag ab, in welchem sich der Factor verpflichtet die Forderungen des Lieferanten vorzufinanzieren., wodurch der Kunde in den Genuß längerer Zahlungsziele und damit größerem finanziellen Spielraum gelangt. Bei Erhalt oder bei Fälligkeit der Rechnung überweist die Factoringgesellschaft den entsprechenden Betrag unverzüglich an den Lieferanten. Auch beim Reverse Factoring besteht die Möglichkeit , dass der Factor das Delkredererisiko übernimmt. Diese Form des Factorings hilft vor allem kleinen und mittleren Unternehmen bei der im Einkauf strategisch wichtigen Gestaltung flexibler Zahlungsziele.

 

 

FACTORING- die Entlastung der eigenen Buchhaltung

Das Factoring ist, in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit, eine immer bedeutender werdende Alternative zur eigenen Finanzbuchhaltung im Forderungsmanagement gerade mit internationalen Kunden. Das Factoring sichert den Unternehmen die an die Kunden gestellten Forderungen und bietet diesen zuätzlich sogar größere Zahlungsziele, die natürlich im Rahmen des mit dem Factorinpartners verhandelten Maßes liegen müssen. Dies schafft neue Freiräume für die Unternehmen sich auf ihr Produkt zu konzentrieren und sichert Liquidität, ein heute unschätzbarer Wert.

Beim Factoring müssen nicht alle der möglichen Factoringfunktionen enthalten sein, sondern diese können vielmehr verschieden kombiniert werden. Bei der Ausgestaltung des Factorings sind den Vertragsparteien kaum Grenzen gesetzt und die Verträge zwischen Factoring-Kunden und Factoring-Institut können unterschiedlich ausgestaltet und an die Bedürfnisse des Factoring-Kunden angepasst werden. Die verschiedenen Ausgestaltungsmöglichkeiten des Factorings lassen sich nach der Art der Forderungsabtretung oder nach dem Leistungsumfang des Factorings unterscheiden.

Beim Leistungsumfang des Factorings gibt es zwei verschiedene Kategorien. Zunächst einmal das echte Factoring. Bei diesem wird das Ausfallrisiko der Forderungen durch den Factoringpartner getragen und das factoringnutzende Unternehmen erhält eine 100%ige Sicherheit – auch bei Nichtzahlung des Kunden – den gesamten Forderungsbetrag durch das Factoringunternehmen ausgezahlt zu bekommen. Bleibt dagegen das Ausfallrisiko beim Factoring-Kunden, so spricht man von unechtem Factoring. Hier hat das Factoring-Institut auch die Möglichkeit auf den Factoring-Kunden zurückzugreifen, falls der Debitor zahlungsunfähig ist.

Eine weitere Option der Factoringdienstleistung ist die gewünschte Art der Forderungsabtretung. Es besteht also die Möglichkeit seinen Kunden direkt darauf hinzuweisen in Zukunft bitte an den Factoringdienstleister zu zahlen, oder aber dies nicht zu tun. Beides kann Vor- und Nachteile haben. In Deutschland ist stilles Factoring nicht üblich, steht aber trotzdem als Option für „spezielle“ Kunden auf der Liste der möglichen Vertragsoptionen.

Beim Leistungsumfang des Factorings gibt es zwei verschiedene Kategorien. Zunächst einmal das echte Factoring. Bei diesem wird das Ausfallrisiko der Forderungen durch den Factoringpartner getragen und das factoringnutzende Unternehmen erhält eine 100%ige Sicherheit – auch bei Nichtzahlung des Kunden – den gesamten Forderungsbetrag durch das Factoringunternehmen ausgezahlt zu bekommen. Bleibt dagegen das Ausfallrisiko beim Factoring-Kunden, so spricht man von unechtem Factoring. Hier hat das Factoring-Institut auch die Möglichkeit auf den Factoring-Kunden zurückzugreifen, falls der Debitor zahlungsunfähig ist.

FACTORING- ein betriebswirtschaftliches Instrument

Was ist Factoring?

Immer mehr mittelständische Unternehmen aus Industrie, Großhandel und Dienstleistung nehmen diese moderne Finanzierungsdienstleistung heute in Anspruch – mit großem Erfolg.  

Factoring ist ein betriebswirtschaftliches Steuerungsinstrument zur Sicherung der Liquidität international agierender Unternehmen und bietet eine sehr gute Alternative zum Bankkredit, da hier mit Eigenmitteln gearbeitet werden kann.

Neben der Stärkung ihrer Finanzkraft durch die Verhinderung von Liquiditätsengpässen durch Forderungsausfälle erreichen diese eine Entlastung in der Führung der Debitoren-Buchhaltung, dem Mahnwesen und allen sonstigen debitorischen Verwaltungsaufwendungen. Weiterhin wirkt es sich positiv auf Bilanzen und Bewertungen durch Banken und Investoren aus, da die gestellten Forderungen als gesichert gelten dürfen.

Trotzdem ist Factoring ist nicht zu verwechseln mit Inkasso. Es erreicht – durch die Sicherung der Liquidität und Übernahme der Risiken – oft sogar, dass ein Inkasso-Verfahren erst gar nicht nötig wird. Der Factoringdienstleister kann den Zeitraum bis zur Zahlung des Kunden überstehen und verdient sogar daran, während das factoringnutzende Unternehmen sich weiter auf sein Kerngeschäft konzentrieren kann, das nicht durch Liquiditätsengpässe behindert wird.

International tätige Unternehmen, die sich Forderungsausfälle auf keinen Fall leisten können, sollten also überlegen ob sie dieses Risiko professionellen Dienstleistern überlassen und sich die Möglichkeit schaffen mit den zusätzlichen Ressourcen aus verfügbarem Kapital (durch die Ausschüttung der Forderungen durch den Factoringdienstleister) und einem signifikanten Minderaufwand in der Finanzbuchhaltung, neue Entwicklungschancen zu ergreifen.

FACTORING- ohne Liquiditätsengpässe

Die Liquiditätsreserven vieler Unternehmen sind in der heutigen Zeit sehr knapp. Gerade bei stark wachsenden und expandierenden Unternehmen sind meist schon wenige Tage Zahlungsverzug sehr kritisch zu betrachten. Durch die Weltwirtschaftskrise der letzten Jahre wurden die Liquiditätsreserven vieler Unternehmen noch knapper. Zwar überstanden die meisten von ihnen die immer schlechter werdende Auftragslage, aber jetzt wo es eigentlich wieder aufwärts gehen sollte, fehlt das Geld um erneut auf dem Markt Fuß zu fassen.

In solchen Situation können sich nur die behaupten, die eine ausgereifte Finanzstrategie einsetzen. Da Bankkredite durch die meist fehlende Eigenkapitalquote, die zur Zeit der Krise verbraucht wurde, nur noch schwer zu bekommen sind, bietet sich al rettende Lösung das Factoring an.

Durch die Vielfalt der angebotenen Factoringformen, können Lösungen für verschiedene Probleme so zusammengestellt werden, dass diese Finanzierungsart individuell auf den Kunden angepasst wird.

Das Factoring bringt viele Vorteile mit sich. Angefangen bei der Liquidität die durch den Verkauf der Forderungen sofort spürbar wird, über den Ausfallschutz bei der Übernahme des Delkredererisikos bis hin zur Arbeitsentlastung mittels Durchführung des Debitorenmanagments das vom Factor übernommen wird. Außerdem bietet die neu gewonnene Liquidität positive Auswirkungen auf die Bilanz, was wiederum ein besseres Rating für das Unternehmen bedeutet.

Daher ist es besser, sobald Probleme mit den Debitoren auftauchen, nicht so lange zu warten bis die ersten Anzeichen einer Zahlungsunfähigkeit sich bemerkbar machen, sondern sofort die Hilfe eines Factoring Spezialisten in Anspruch nehmen und die notwendige Liquidität durch Forderungsverkauf wieder herstellen. Es ist nicht notwendig Opfer einer immer schlechter werdenden Zahlungsmoral zu werden, wenn es Fachleute gibt die das Delkredererisiko übernehmen und die Debitorenbuchhaltung und das Inkasso- und Mahnwesen professionell für ihren Kunden führen.

 

Reverse Factoring – damit alle zufrieden sind

Was für verschiedene Arten des Factorings gibt es eigentlich?

Inzwischen überall bekannt ist das Standardfactoring. Neben diesem gibt es aber auch andere interessante Arten des Factorings wie das Reverse-factoring.

Das Reverse-Factoring bezieht sich auf den Zeitraum vor dem Warenverkauf und ist ein wirksames Instrument zur Finanzierung von Kreditoren-Verbindlichkeiten. Hier wird also die Forderung des Lieferanten, durch den Klienten an den Factoring-Partner verkauft. Der Factor bezahlt den Gegenwert der Forderungen sofort und 100%-ig an den Lieferanten und erst zum Zeitpunkt des Zahlungsziels zahlt der Klient die vorfinanzierte Summe an den Factor, nebst Zinsen und Kommission zurück. Somit verfügen sowohl der Klient, als auch sein Lieferant über Liquidität und jeder hat sich noch zusätzlich gegen Risiken abgesichert.

Aus Sicht des Klienten kommt das Verfahren einer Zentralregulierung ziemlich nahe, wobei die Auszahlung an den Lieferanten immer vom Unternehmer selbst freigegeben werden muss.

Reverse Factoring bietet für alle Beteiligten sehr viele Vorteile. Es sorgt dafür, dass Lieferantenbeziehungen nachhaltig entstehen können und keine Liquiditätsengpässe bei beiden Partnern entstehen. In den Bilanzen beider Beteiligten wird sich die positive Wirkung des Factorings bemerkbar machen und somit zu einem besseren Rating führen, das anderseits den Weg zu Bankkrediten und somit zu wichtigen Finanzierungressourcen offen hält. Auch die Bonität gegenüber den Lieferanten wird wesentlich verbessert.

 

 

Die Waffe gegen die schlechte Zahlungsmoral

Wenn Unternehmen schwierige Zahlungsprozesse aufgrund internationaler Strukturen oder zahlungsunwilliger Partner besitzen, gleichzeitig aber auf Ihre Liquidität angewiesen sind, so empfiehlt sich für diese einen Factoring-Anbieter mit der Übernahme Ihrer Forderungen zu bauftragen.

Der Ankauf von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch ein Factorinstitut wird Factoring genannt. Der Verkäufer wird als Anschlusskunde bezeichnet, das kaufende Institut ist der Factor. Dieses Factorinstitut kann die Finanzfunktion durch wechsellose Diskontierung von Buchforderungen übernehmen. Bei der Kreditversicherungsfunktion, die auch Delkrederefunktion genannt wird, übernimmt der Factor das Risiko für die Bezahlung der Forderung seitens des Schuldners; er übernimmt sozusagen das Risiko von Forderungsausfällen.

Factoring ist besonders für Unternehmen mit hohen Außenständen und geringem Eigenkapital lohnenswert, da für sie so bei Einkäufen über das Skonto eine Möglichkeit zum Geldsparen besteht. Für die bereits erbrachten Leistungen sollten keine Gegenleistungen vereinbart worden sein, damit der Factor ohne Komplikationen agieren kann.

Möchte ein mittelständisches Produktions- oder Großhandelsunternehmen bzw. ein Dienstleister mit ausschließlich gewerblichen Kunden einen Factor beauftragen, dürfen weder Forderungsabtretungen noch weitere Rechte Dritter bestehen. Stimmen sowohl Umsatz als auch Absatz der Waren, hat das Unternehmen gute Chancen, beim Factor als Auftraggeber angenommen zu werden.

Ein höchst positiver Aspekt des Factorings ist für den Kunden, dass seine Kosten minimiert werden, weil Hauptbestandteile der Buchführung von dem Factor übernommen werden. Auch gehen die Forderungsausfälle, also das Kreditrisiko im Verkaufsgeschäft, an den Factor über. Die eigene Liquidität wird durch die Diskontierung der Buchforderungen verbessert. So ist die Anschlussfirma in der Lage, eigene Verbindlichkeiten mit Skontoabzug zu zahlen.