Factoring – die risikomindernde Form der Finanzierung

Factoring wird zum immer wichtigeren Bestandteil unserer Wirtschaft. Risikomindernde Faktoren – die Factoringunternehmen – werden zur Zeit an allen Ecken und Enden der Wirtschaft gebraucht und leisten wirklich gute Arbeit, zur Erhaltung und Steigerung der Wirtschaftskraft von Unternehmen.

Es verwundert nicht, dass Factoring in bereits mehr als 30 Branchen täglich genutzte Form der Unternehmensfinanzierung ist. Zu den wichtigsten Factoringkunden gehören aktuell Papier-, Verlags- und Druckgewerbe, Maschinenbau, das verarbeitende Gewerbe, die Herstellung von chemischen Erzeugnissen, der Fahrzeugbau der Handel und Handelsvermittlung, die Metallverarbeitung, das Ernährungsgewerbe, die Herstellung von Maschinenerzeugnissen, Elektronik/elektronische Bauelemente.



Mit der durch Factoring erhaltenen sofortigen Liquidität kann sich ein factoringnutzendes Unternehmen zusätzliche Erträge im Einkauf beschaffen, weil Skonti und Sonderkonditionen genutzt werden können. Der von Factoringinstituten gesicherte Ausfallschutz und laufend aktuelle Informationen über die Bonität der jeweiligen Abnehmer garantieren sichere Vertriebswege für factoringnutzende Unternehmen. Die Auslagerung des Forderungsmanagements sorgt für administrative Entlastung gerade in mittelständischen Unternehmen. Ebenfalls verkürzt der Verkauf von Forderungen die Bilanz und führt zu besseren Bilanzkennzahlen.


Factoring bietet also wirklich eine Vielzahl an Möglichkeiten, sein Unternehmen auch bei der Zusammenarbeit mit risikobehafteten Partnern auf sichere Beine zu stellen, Liquiditätsengpässe zu verhindern und sich auf den Kernbereich des Unternehmens, anstatt auf das Debitorenmanagement zu konzentrieren. Die Factoringdienstleister nehmen eine Menge Risiken von den Unternehmen und geben ihnen Sicherheit und das Potential für Neuentwicklungen und –investitionen.

Das Reverse-Factoring

Neben dem Factoring für die Lieferantenseite gibt es zusätzliche Formen des Factoring, die auf die Abnehmerseite abzielen. Während beim Standardfactoring nur der Lieferant, nicht aber der Abnehmer von den Factoringunternehmen durch Risikoübernahme und Debitorenmanagement unterstützt wird, gibt es weitere Arten des Factorings, die ebenfalls eine Risikoentlastung für den Abnehmer herbeiführen. Um eine Bilanzentlastung des Lieferanten, sowie des Abnehmers zu erreichen gibt es vor allem für Exportgeschäfte eine sehr zu empfehlende Alternative. Das sogenannte Reverse-Factoring stellt mit diesem Ansatz beide Teilnehmer der Wertschöpfungskette zufrieden.

Ausgangspunkt ist in diesem Fall der Abnehmer, der auf diese Weise in den Genuss längerer Zahlungsziele gelangt. Er schließt mit der Factoringgesellschaft einen Rahmenvertrag zur Vorfinanzierung der Forderungen des Lieferanten durch den Factor. Im Gegensatz zum klassischen Verfahren, bei dem der Factor von seinen Kunden Forderungen gegenüber deren Abnehmern ankauft und vorfinanziert, zielt Reverse-Factoring also auf die Lieferantenseite. Lieferant und Factoringgesellschaft unterzeichnen daraufhin ihrerseits einen ergänzenden Vertrag, der lediglich die Forderungen gegenüber dem Initiator umfasst. Die Factoringgesellschaft überweist den entsprechenden Betrag sofort bei Erhalt oder bei Fälligkeit der Rechnung an den Lieferanten.

Internationales Reverse-Factoring hat sich mittlerweile zu einem bedeutenden Zahlungsinstrument im Außenhandel entwickelt. Wie der Name schon aufzeigt, handelt es sich beim Reverse-Factoring um ein sozusagen „umgekehrtes“ Factoring., das vor allem kleinen und mittleren Unternehmen bei der im Einkauf strategisch wichtigen Gestaltung flexibler Zahlungsziele hilft.

 

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Factoring – gegen Zahlungsverspätungen

Wer sein Geschäftsmodell auf einem hohen Prozentsatz an benötigter Liquidität aufgebaut hat, oft aber mit Kunden zu tun hat, bei denen es ein erhöhtes Risiko an Zahlungsverspätungen oder sogar Zahlungsausfällen gibt, der sollte sich mit dem Modell des Factoring beschäftigen.

Factoring ist im Prinzip eine erweiterte Form der bekannten Inkasso-Unternehmen. Professionelle Dienstleister übernehmen ihr Risiko im Kunden- und Zahlungsmanagement, indem sie die Forderungen an ihre Kunden aufkaufen und sich um die Abwicklung der Zahlung kümmern. Factoringunternehmen bieten aber noch weitaus mehr, als bloßes Inkasso. Für die unterschiedlichen Wirtschaftsbereiche, -standorte und –interessen gibt es differenzierte Prozessansätze, die es ermöglichen sein gesamtes Zahlungs- und Forderungsmanagement an diese Unternehmen abzugeben – eine interessante Alternative für Unternehmen, die das freiwerdende Potential zur Weiterentwicklung produktspezifischer Projekte und Entwicklungen verlagern können.

Auch bietet Factoring eine gesteigerte Liquidität und damit weitere Möglichkeiten das Unternehmen voran zu bringen. Durch die – bei Rechnungsstellung – sofortige Auszahlung großer Anteile der Rechnungsbeträge (80%) an das factoringnutzende Unternehmen, kann dieses mit sofortiger Wirkung das gewonnene Kapital wieder in die Unternehmensentwicklung einstreuen. Durch die Abtretung des Risikos werden auch die restlichen 20%, nach Ablauf einer vereinbarten Zahlungsfrist, an das factoringnutzende Unternehmen ausgezahlt. Dies geschieht auch bei Nichtzahlung des jeweiligen Kunden – das Risiko trägt voll und ganz das Factoringunternehmen. Lediglich eine zu verhandelnde Factoringgebühr fällt in jedem Fall an und wird mit der Auszahlung verrechnet.

Ein weiterer großer Vorteil des Factorings ist der der zusätzlichen Möglichkeiten in der Partnerakquise. Wo Sie ohne Factoring bei jedem Kunden Kosten/Nutzen und vor allem das Risiko von Zahlungsausfällen abschätzen mussten, so ist der potentielle Kundenkreis mit Factoring doch um einiges größer. Durch die Abgabe des Risikos und auch durch die schnelle Liquidität auch bei hohen Zahlungszielen werden Sie in Ihren Prozessen nicht behindert, trotzdem sie mit risikoebhafteten Partnern arbeiten.

Factoring – die beliebte Form der Unternehmensfinanzierung

Es verwundert nicht, dass Factoring in bereits mehr als 30 Branchen täglich genutzte Form der Unternehmensfinanzierung ist. Zu den wichtigsten Factoringkunden gehören aktuell Papier-, Verlags- und Druckgewerbe, Maschinenbau, das verarbeitende Gewerbe, die Herstellung von chemischen Erzeugnissen, der Fahrzeugbau der Handel und Handelsvermittlung, die Metallverarbeitung, das Ernährungsgewerbe, die Herstellung von Maschinenerzeugnissen, Elektronik/elektronische Bauelemente.



Factoring ist aber nicht nur für diese Branchen geeignet. Factoring bietet komfortable und modulare Möglichkeiten für die meisten mittelständischen und großen Unternehmen um Liquidität zu sichern und ein Zahlungsausfallrisiko beträchtlich zu minimieren. Das Factoring vereinfacht Prozesse und Kommunikation zwischen allen Unternehmen ab einer bestimmten Größe, die in einer Lieferanten/Abnehmer-Beziehung stehen und ihre Liquidität jederzeit sicherstellen müssen. Es ist also definitiv nicht notwendig Opfer einer immer schlechter werdenden Zahlungsmoral zu werden, wenn es Fachleute gibt die das Delkredererisiko übernehmen, sowie die Debitorenbuchhaltung und das Inkasso- und Mahnwesen professionell für ihren Kunden führen.

Auch die frei werdenden Ressourcen im factoringnutzenden Unternehmen sind nicht zu unterschätzen. Im Normalfall sind erfolgreiche Unternehmen Meister ihres oder ihrer Produkte. Das Finanz- und Zahlungsmanagement ist meist ein großer Klotz am Bein dieser Unternehmen. Durch die Abgabe des Zahlungsmanagements, des Ausfallrisikos und natürlich durch die sofortigen Auszahlungen der gestellten Rechnungen durch das Factoringinstitut können diese sich mit erhöhter Liquidität und damit erhöhtem Potential wieder auf ihre eigentlichen Aufgaben konzentrieren.

Factoring ist ein erprobtes und bewährtes Verfahren und löst effizient strukturelle Aufgaben, spart damit Ressourcen und ermöglicht den Unternehmen stabileres und schnelleres Wachstum.

Factoring – die Entlastung von Buchhaltungsaufgaben

Factoring ist ein immer mehr genutztes Mittel mittlerer und großer Unternehmen, um sich gegen die möglichen Zahlungsausfälle in ihren Handelsbeziehungen abzusichern, was gerade international agierenden Unternehmen sehr große Vorteile aufgrund der dortigen Unsicherheiten geben kann. Was aber kostet Factoring?

Natürlich hat Factoring seinen Preis. Aber er ist idealerweise nicht höher, als die sowieso anfallenden Kosten des Unternehmens im Bereich der Forderungsabwicklung. Unternehmen gewinnen durch Factoring in jedem Fall aber sofortige Liquidität, Schutz vor Forderungsausfällen und Entlastung von Buchhaltungsaufgaben.

Als Factoringnehmer beim klassischen Factoringverfahren übergeben Unternehmen dem Factoringanbieter fortwährend und dauerhaft Ihre gesamten anfallenden Rechnungen. Im Rahmen der zwischen den Teilnehmern vereinbarten Limits werden diese zu 100% angekauft und zu einem sehr hohen Prozentsatz (meist um die 80%) sofort ausgezahlt. Die meisten Factoringanbieter zahlen den Restbetrag nach Ablauf einer vereinbarten Frist auch dann, wenn der Debitor nicht zahlt. Der Restbetrag wird bis zur Zahlung der Rechnung durch den Debitor für eventuelle Skontoabzüge oder Mängelrügen einbehalten.

Auch Rechnungen, die nicht ankaufsfähig sind, übernehmen manche Dienstleister auf Wunsch trotzdem. Hierdurch können Sie durch die Übergabe des Debitorenmanagements an den Factoring Dienstleister mehr Freiraum für Ihr Kerngeschäft gewinnen. Dieser Service umfasst die Verwaltung und ständige Bonitätskontrolle Ihrer Debitoren sowie die Überwachung des Zahlungseingangs bis zur professionellen Beitreibung der Forderung.

Factoring– einen reibungslosenZahlungsablauf durch das Outsourcing

Sind Firmen international tätig, so sind sie auf Liquidität und Zahlungsmoral der Kunden in noch höherem Maße angewiesen, als wenn sie nur im Inland agieren würden. Vor allem ist die Liquidität eines Kunden durch die unterschiedlichen Gesetze und Regelungen im Ausland schwer prüfbar. Aber auch im Inland empfiehlt es sich, einen reibungslosen Zahlungsablauf durch das Outsourcing an professionelle Anbieter zu sichern.

Hier bietet sich das Factoring als professionelle Dienstleistung an, da es Firmen ermöglicht, Kunden auch im Ausland auf Liquidität prüfen zu lassen, eventuelle Liquiditätsengpässe gar nicht erst entstehen zu lassen und die komplette Forderungsabwicklung an ein Factoring-Unternehmen abzugeben. Diese Factoring-Unternehmen wickeln je nach gewählter Art des Factorings unterschiedliche Teilbereiche des Forderungs- und Zahlungsmanagements von Unternehmen ab. Je nach Risikobewertung Ihrer Kunden kann Ihnen hierdurch also eine Menge Arbeit und viel Risiko erspart bleiben. Weiterhin entsteht zusätzliches Potential durch höhere Liquidität.

International tätige Unternehmen, die sich Forderungsausfälle auf keinen Fall leisten können, sollten also überlegen, ob sie dieses Risiko professionellen Dienstleistern überlassen und sich die Möglichkeit schaffen, mit den zusätzlichen Ressourcen aus verfügbarem Kapital (durch die Ausschüttung der Forderungen durch den Factoringdienstleister) und einem signifikanten Minderaufwand in der Finanzbuchhaltung, neue Entwicklungschancen zu ergreifen.

Factoring – ein besseres Rating für das Unternehmen

Factoring ist ein professionelles Mittel um sich in der partnerschaftlichen Zusammenarbeit in der Wirtschaft vor Zahlungsausfällen und Liquiditätsengpässen zu schützen. Was aber sind die Voraussetzungen für die Nutzung und wann ist der beste Zeitpunkt über Factoring nachzudenken?

Möchte ein mittelständisches Produktions- oder Handelsunternehmen bzw. ein Dienstleister mit ausschließlich gewerblichen Kunden einen Factor beauftragen, dürfen weder Forderungsabtretungen noch weitere Rechte Dritter bestehen. Stimmen sowohl Umsatz als auch Absatz der Waren, hat das Unternehmen gute Chancen, beim Factor als Auftraggeber angenommen zu werden.

Daher ist es gut, sobald Probleme mit den Debitoren auftauchen, nicht so lange zu warten bis sich die ersten Anzeichen einer Zahlungsunfähigkeit bemerkbar machen, sondern sofort die Hilfe eines Factoring-Spezialisten in Anspruch zu nehmen und die notwendige Liquidität durch Forderungsverkauf wiederherzustellen. Es ist nicht notwendig, Opfer einer immer schlechter werdenden Zahlungsmoral zu werden, wenn es Fachleute gibt, die das Delkredererisiko übernehmen und die Debitorenbuchhaltung und das Inkasso- und Mahnwesen professionell für ihren Kunden führen.

Das Factoring bringt viele Vorteile mit sich. Angefangen bei der Liquidität, die durch den Verkauf der Forderungen sofort spürbar wird, über den Ausfallschutz bei der Übernahme des Delkredererisikos bis hin zur Arbeitsentlastung mittels Durchführung des Debitorenmanagments, das vom Factor übernommen werden kann. Außerdem bietet die neu gewonnene Liquidität positive Auswirkungen auf die Bilanz, was wiederum ein besseres Rating für das Unternehmen bedeutet.

Factoring – die positive Wirkung in den Bilanzen

Factoring verhilft mittelständischen und großen Unternehmen dazu, das Risiko von Liquiditätsengpässen durch Zahlungsausfälle oder –aufschübe zu minimieren. Das Factoringunternehmen übernimmt dabei das Risiko, kümmert sich um das Mahnwesen und stellt dem Unternehmen einen großen Teil der noch zu erwartenden Mittel sofort zur Verfügung. Aber auch für die andere Seite gibt es eine Form der Risikoübernahme.

Reverse Factoring bietet für alle Beteiligten sehr viele Vorteile. Es sorgt dafür, dass Lieferantenbeziehungen nachhaltig entstehen können und bei beiden Partnern keine Liquiditätsengpässe entstehen. In den Bilanzen aller beteiligter Unternehmen wird sich die positive Wirkung des Factorings bemerkbar machen. Ein besseres Rating wird erreicht, das den Weg zu Bankkrediten und somit zu wichtigen Finanzierungsressourcen offen hält. Auch die Bonität gegenüber den Lieferanten wird wesentlich verbessert. Das Reverse-Factoring bezieht sich auf den Zeitraum vor dem Warenverkauf und ist ein wirksames Instrument zur Finanzierung von Kreditoren-Verbindlichkeiten. Hier wird also die Forderung des Lieferanten durch den Klienten an den Factoring-Partner verkauft. Der Factor bezahlt den Gegenwert der Forderungen sofort und 100%ig an den Lieferanten und erst zum Zeitpunkt des Zahlungsziels zahlt der Klient die vorfinanzierte Summe an den Factor nebst Zinsen und Kommission zurück. Somit verfügen sowohl der Klient, als auch sein Lieferant über Liquidität und jeder hat sich noch zusätzlich gegen Risiken abgesichert.

Es können sich also alle Seiten einer Partnerschaft mit Factoring gegen die möglichen Risiken absichern.

Factoring – eine nützliche Möglichkeit für alle Unternehmen

Factoring bietet Unternehmen professionelle Lösungen für den Umgang mit risikobehafteten Partnern in In- und Ausland an. So können Unternehmen ihre Zahlungsläufe verwalten lassen, ohne eine eigene entsprechende Abteilung voller Spezialisten schaffen zu müssen. Factoring ist besonders für Unternehmen mit hohen Außenständen und geringem Eigenkapital lohnenswert, da für sie so bei Einkäufen über das Skonto eine Möglichkeit zum Geldsparen besteht. Für die bereits erbrachten Leistungen sollten keine Gegenleistungen vereinbart worden sein, damit der Factor ohne Komplikationen agieren kann.

Möchte ein mittelständisches Produktions- oder Handelsunternehmen bzw. ein Dienstleister mit ausschließlich gewerblichen Kunden einen Factor beauftragen, dürfen weder Forderungsabtretungen noch weitere Rechte Dritter bestehen. Stimmen sowohl Umsatz als auch Absatz der Waren, hat das Unternehmen gute Chancen, beim Factor als Auftraggeber angenommen zu werden. Ein höchst positiver Aspekt des Factorings ist für den Kunden, dass seine Kosten minimiert werden, weil Hauptbestandteile der Buchführung von dem Factor übernommen werden. Auch geht das Kreditrisiko im Verkaufsgeschäft, das Risiko der Forderungsausfälle, an den Factor über. Die eigene Liquidität wird durch die Diskontierung der Buchforderungen verbessert. So ist die Anschlussfirma in der Lage, eigene Verbindlichkeiten mit Skontoabzug zu zahlen.

Das Factoring ist also eine nützliche Möglichkeit für alle international agierenden Unternehmen, sich stärker auf ihr Kerngeschäft zu konzentrieren als auf funktionierende Zahlungsläufe zu achten. Denn diese werden gegen die Factoringgebühr inklusive aller Risiken zur Bearbeitung an den Factor übertragen.

Factoring – der Ankauf von Forderungen

Der Ankauf von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch ein Factoring-Institut wird Factoring genannt. Der Verkäufer wird als Anschlusskunde bezeichnet, das kaufende Institut ist der Factor. Dieses Factoring-Institut kann die Finanzfunktion durch wechsellose Diskontierung von Buchforderungen übernehmen. Bei der Kreditversicherungsfunktion, die auch Delkrederefunktion genannt wird, übernimmt der Factor das Risiko für die Bezahlung der Forderung seitens des Schuldners; er übernimmt sozusagen das Risiko von Forderungsausfällen.

Bei den Formen des Factoring unterscheiden wir grundsätzlich zwischen den zwei Formen des echten und des unechten Factorings. Beim echten Factoring, das auch Full-Service-Factoring genannt wird, übernimmt der Factor das Ausfallrisiko, das sogenannte Delkredererisiko. Trägt der Factor dieses Risiko nicht, spricht man von unechtem Factoring.

Neben echtem und unechtem Factoring unterscheiden wir die Formen des offenen und des stillen Factorings. Bei offenem Factoring ist der Debitor über die Abtretung der Forderung informiert und zahlt den offenen Betrag direkt an den Factor. Ist der Debitor nicht über die Einschaltung eines Factors unterrichtet, spricht man von stillem Factoring. Neben echtem und unechtem sowie stillem und offenem Factoring gibt es noch zahlreiche Sonderformen. Hier ist zum Beispiel das Einzelfactoring zu nennen, bei dem nur einzelne Forderungen an den Factor abgetreten werden. Beim sogenannten Inhouse-Factoring verbleibt das Debitorenmanagement in den Händen des Kunden. Das sogenannte Export-Factoring hingegen richtet sich vor allem an Unternehmen, die ihre Geschäftspartner nicht nur im Inland, sondern auch im Ausland haben.