Unechtes Factoring

Echtes Factoring oder Unechtes Factoring – eine Entscheidungshilfe (28.08.2015)

Der Wirtschaftsmarkt hält nicht nur eine große Vielfalt an Factoringgesellschaften bereit, sondern verwirrt auch durch eine Vielzahl verschiedener Factoringvarianten sowie individueller Leistungspakete. Um die Auswahl geeigneter Dienstleistungen und Services zu erleichtern, soll an dieser Stelle einmal gezielt auf die beiden bekanntesten Varianten des Finanzierungsinstrumentes eingegangen werden – nämlich auf das Echte Factoring und das Unechte Factoring.

Entscheidungshilfe für Unechtes Factoring

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Non-Recourse Factoring = Echtes Factoring

Das wichtigste Merkmal des Echten Factorings ist die Tatsache, dass die Factoringgesellschaft beim Ankauf der Forderungen auch das Risiko von Forderungsausfällen übernimmt. Durch die Übernahme des sogenannten Delkrederes wird der Factoringkunde vor ausbleibenden Zahlungen geschützt und befindet sich mit seinen Forderungen auf der sicheren Seite.

Recourse Factoring = Unechtes Factoring

Im Gegensatz zum Non-Recourse Factoring verbleibt das Risiko von Zahlungsausfällen beim Unechten Factoring beim Factoringkunden. Die Factoringgesellschaft kauft die Forderung an, unterstützt das Unternehmen dadurch mit Liquidität und kann – je nach Vertragskonstellation – auch die Debitorenbuchhaltung übernehmen. Sollte sich die Forderung jedoch nicht realisieren lassen, muss die Factoringgesellschaft entsprechend entschädigt werden.

Das Unechte Factoring ähnelt demnach einem klassischen Kreditgeschäft. Die Factoringgesellschaft weist zwischen 80 % und 90 % der Forderungssumme an den Kunden an. Kommt es jedoch zu einem Ausfall der Forderung, muss der Kunde die vorfinanzierte Summe nebst Zinsen an die Factoringgesellschaft zurückerstatten.

Unterschiede auch in der Bilanz

Neben der Übernahme des Delkredere besteht noch ein weiterer Unterschied zwischen dem Echten Factoring und dem Unechten Factoring: Im Zuge des Echten Factorings findet durch die Delkredereübernahme ein Risikotransfer statt, der beim Unechten Factoring nicht stattfindet. Dies bedeutet zugleich, dass beim Echten Factoring die entsprechenden Forderungen aus der Bilanz ausscheiden. Durch den Wegfall dieser Forderungen aus der Bilanz wird die Bilanzsumme verkürzt, was positiven Einfluss auf die Bonität des Unternehmens hat.

Der Einsatz des Echten Factorings hat demnach auch einen positiven Effekt auf das Bankenrating. Durch den echten Forderungsverkauf vermindert sich auf der einen Seite die Bilanzsumme, während auf der anderen Seite die Eigenkapitalquote steigt. Die Eigenkapitalquote ist wesentlicher Faktor für ein optimales Bankenrating.

Echtes Factoring oder Unechtes Factoring?

Beim Unechten Factoring handelt es sich um ein Kreditgeschäft ohne eine Absicherung vor Zahlungsausfällen. Sofern ein Unternehmen das Ausfallrisiko übertragen möchte, ist demnach Echtes Factoring angezeigt. Dies gilt insbesondere für Unternehmen mit wechselndem Kundenstamm, dessen Liquidität und Zahlungsverhalten nicht einzuschätzen ist.

Unechtes Factoring bietet jedoch neben der Finanzierungsfunktion zu interessanten Konditionen den Vorteil, dass das Unternehmen im Bereich der kontinuierlichen Liquidität sowie im Debitorenmanagement unterstützt wird. Unternehmen mit einem soliden, liquiden und zuverlässigen Kundenstamm profitieren auch bei längerfristigen Zahlungszielen von dieser Factoringvariante.

Kostenmäßige Unterschiede

Die Factoringkosten hängen von der Ausgestaltung des Factoringvertrages sowie vom Umfang des Factorings und seiner Varianten ab. Für die Vorfinanzierung sowie die Übernahme des Dekrederes und der Debitorenbuchhaltung werden Gebühren berechnet. Die Kosten setzen sich demnach aus Factoringgebühren, Zinsen, Dekrederegebühren und Servicegebühren zusammen, die je nach Factoringgesellschaft und Geschäftsdetails unterschiedlich ausfallen.

Zur Berechnung der Factoringkosten ziehen Factoringgesellschaften Informationen zu Umsätzen, Forderungsvolumen und Zahlungszielen heran. Grob überschlägig müssen Factoringkunden mit Factoringgebühren zwischen 0,5 % und 2,5 % der verkauften Forderungen rechnen.

 

Unechtes Factoring – Finanzierungsinstrument für Unternehmen mit liquidem Kundenstamm (29.07.2015)

Während beim klassischen Factoring neben den Forderungen auch das Risiko von Zahlungsausfällen an die Factoringgesellschaft übertragen wird, verbleibt das sogenannte Delkredere im Rahmen des Unechten Factorings beim Unternehmen. Da die Übernahme des Ausfallrisikos einen nicht zu unterschätzenden Anteil an den Factoringgebühren einnimmt, gilt das Unechte Factoring als besonders günstig und wirtschaftlich.

Unechtes Factoring

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Beim Unechten Factoring wird demnach die Forderung ohne Ausfallschutz finanziert, aber nicht gekauft. Kommt es zu einem Zahlungsausfall, muss das Unternehmen den bereits erhaltenen Betrag an die Factoringgesellschaft zurückzahlen. Da es sich beim Unechten Factoring also eher um ein klassisches Kreditgeschäft handelt, dürfen auch nur Factoringgesellschaften mit Banklizenz, beispielsweise die Nordwest Factoring & Service GmbH, diese Factoringvariante anbieten. Verbunden ist das Unechte Factoring im Gegensatz zu anderen Varianten mit entsprechend höheren Anforderungen, was Unternehmens-Bonität, Erträge oder Eigenkapitalquoten betrifft.

Gleich bleibt jedoch auf Wunsch der Komfort, der durch Übertragung von Buchhaltungsarbeiten bis hin zur Übernahme der kompletten Debitorenbuchhaltung für das Unternehmen entsteht.

Liquidität innerhalb von 48 Stunden nach Rechnungslegung

Beim Unechten Factoring überwiegt der Vorteil der Liquiditätsbeschaffung. Ein Anteil von bis zu 90 % der jeweiligen Rechnungssumme wird dem Unternehmen innerhalb von zwei Arbeitstagen angewiesen. Die Factoringgesellschaft übernimmt die Abwicklung der Zahlungen mit dem Kunden und gleicht die Restzahlung abzüglich Factoringgebühren nach vollständigem Zahlungsausgleich an. Zahlt der Kunde nicht, hat das Unternehmen die bereits erhaltenen Beträge wieder an die Factoringgesellschaft zu erstatten.

Auch wenn das Unternehmen selbst schon innerhalb kürzester Zeit über den Großteil der Rechnungssummen verfügen kann, nutzen dessen Kunden die normalen Zahlungsfristen. Über die so beschaffte Liquidität kann das Unternehmen frei verfügen, sodass beispielsweise auch Investments oder Betriebserweiterungen möglich sind.

Unternehmensinterne Bonitätsprüfungen schaffen Sicherheit

Unternehmen, die sich des Unechten Factorings bedienen, können selbst zur Reduzierung von Zahlungsausfällen beitragen. Institute wie die Creditreform oder die Schufa erteilen gegen Entgelt Auskünfte über die Bonität von Unternehmen und Kunden. Sofern demnach bei potenziellen Neukunden vor Durchführung des Geschäfts der Verdacht einer schlechten Bonität oder Zahlungsmoral besteht, kann eine entsprechende Auskunft Sicherheit schaffen.

Einsparungen durch Dienstleistungsfunktionen

Auch beim Unechten Factoring können der Factoringgesellschaft Buchhaltungsarbeiten überlassen werden. Auf Wunsch kontrolliert die Gesellschaft Zahlungseingänge, übermittelt Mahnungen oder verfolgt die Ansprüche des Unternehmens im Rahmen des Inkassos oder des Mahnverfahrens. Durch den Wegfall der gesamten Debitorenbuchhaltung nebst Schuldnerverfolgung sparen Unternehmen Arbeitszeit, Gehälter, Kosten und nicht zuletzt auch Nerven.

Die bislang für Buchhaltungsarbeiten eingesetzten Mitarbeiter stehen wieder dem eigentlichen Unternehmenskern zur Verfügung und können anderweitig eingesetzt werden. Entsprechend variable Lösungen in Bezug auf das Unechte Factoring werden von vielen renommierten Factoringgesellschaften angeboten.


 

Unechtes Factoring als Finanzierungsmittel (22.12.2015)

Unechtes Factoring ist eine Factoringvariante, bei der das Delkredererisiko im Unternehmen verbleibt. Im Gegensatz zum echten Factoring, bei dem gleichzeitig mit der Forderungsabtretung auch das Risiko von Zahlungsausfällen an den Factor übertragen wird, liegt beim unechten Factoring dieses Risiko beim Unternehmen selbst. Genau genommen stellt das unechte Factoring demnach auch keinen echten Forderungsverkauf dar, sondern lässt sich eher mit einem Kredit oder Darlehen vergleichen.

Unechtes Factoring

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Beim unechten Factoring fällt neben der Finanzierungsfunktion und der Dienstleistungsfunktion demnach die Delkredereabsicherung als wichtiges Element des klassischen Factorings weg, was aber für einige Betriebe dennoch Vorteile birgt:

Liquidität und Management

Beim unechten Factoring übernimmt der Factor zwar nicht das Forderungsausfall-Risiko, versorgt aber das Unternehmen kontinuierlich und zuverlässig mit Geldmitteln. Zusätzlich kann die Factoringgesellschaft das Unternehmen durch die Übernahme des Debitorenmanagements entlasten, was sich bei den Personalkosten und der Personalplanung bemerkbar machen kann.

In der Praxis stellt es sich so dar, dass die Factoringgesellschaft nach Erhalt der betreffenden Rechnungen dem Unternehmen innerhalb von ein bis zwei Tagen etwa 80 % bis 90 % der Rechnungssummen überweist. Kommt es zu Forderungsausfällen, muss das Unternehmen den bereits vorfinanzierten Betrag nebst der vereinbarten Zinsen wieder an die Factoringgesellschaft zurückerstatten. Kommen die Unternehmenskunden ihren Zahlungsverpflichtungen vollumfänglich nach, erstattet die Factoringgesellschaft nach Zahlungseingang und Zahlungsfrist die Restsumme abzüglich der jeweils entstandenen Factoringgebühren.

Bankenunabhängiges Kreditgeschäft

Ein Kredit von der Hausbank kann nicht nur teuer sein, sondern auch von vielen Voraussetzungen und Sicherheiten abhängig gemacht werden. Es ist für viele Unternehmen alles andere als leicht, Betriebsmittelkredite in angemessenem Umfang zu erhalten. Wird jedoch das unechte Factoring als Finanzierungsinstrument genutzt, hat nur das eigene Wirken und Erwirtschaften einen Einfluss auf die Höhe der Liquidität. Darüber hinaus erfolgt der Liquiditätsfluss laufend und kalkulierbar, sodass Planungen und Expansionen ermöglicht werden.

Ein nicht unerhebliches Einsparpotenzial ergibt sich jedoch nicht nur bei den Bankzinsen und Bearbeitungskosten, sondern auch bei der Übernahme der Buchhaltung. Das zuständige Personal wird adäquat entlastet und kann anderweitig eingesetzt werden, wobei auch Bonitätsprüfungen und Forderungsverfolgungen vom Factor durchgeführt werden können.

Risikotransfer und Bilanz

Über die fehlende Übernahme des Delkredererisikos hinaus gibt es beim unechten Factoring einen weiteren Unterschied zur traditionellen Variante. Echtes Factoring stellt bekanntlich eine Risikoübernahme dar, die beim unechten Verfahren nicht gegeben ist. Dies bedeutet zugleich auch, dass beim unechten Factoring die entsprechenden Forderungen auch nicht aus der Bilanzierung ausscheiden.

Beim echten Factoring findet ein echter Forderungsverkauf mit Risikoübernahme statt, der zu einer entsprechenden Bilanzverkürzung führt. Dadurch wird die Bilanzsumme erhöht, was die Bonität sowie das Rating eines Unternehmens verbessern kann.

Wann ist unechtes Factoring angezeigt?

Unechtes Factoring kann als reines Kreditgeschäft mit Dienstleistungs-Bonus betrachtet werden, bei dem das Ausfallrisiko im Unternehmen verbleibt. Schon aus diesem Grunde bietet sich diese Factoringvariante für Unternehmen mit einem zuverlässigen und zahlungswilligen Kundenstamm an. Insbesondere bei der Gewährung von längeren Zahlungszielen profitieren Unternehmen von der jeweils kurzfristig zur Verfügung gestellten Liquidität. Die Unternehmenskunden können jedoch weiterhin die Zahlungsfristen voll ausnutzen. Überprüft und kontrolliert werden die Zahlungseingänge und andere buchhalterische Details wiederum vom Factor, der die komplette Debitorenbetreuung übernimmt und so das Unternehmen professionell unterstützt.

Auch Firmen, die eine hohe Eigenkapitalquote in der Bilanz vorweisen, können sich das unechte Factoring aus wirtschaftlicher Sicht zum Vorteil machen. Sie können in der Regel auf die Verkürzung der Bilanz durch das echte Factoring verzichten und die in Bezug auf Bankkredite häufig niedrigeren Gebühren des unechten Factorings nutzen.

Firmen, die ihre Liquidität dauerhaft sichern wollen und Unterstützung in der Debitorenbuchhaltung benötigen, sollten sich bei renommierten Factoringgesellschaften wie der Nordwest Factoring & Service GmbH nach den Voraussetzungen für unechtes Factoring erkundigen.

Für mehr Informationen rund um das Factoring: www.nordwest-factoring.de


 

Unechtes Factoring darf niemals eine reine Kostenentscheidung sein (02.05.2016)

Beim Echten Factoring veräußert ein Unternehmen seine fortlaufenden Rechnungen an eine Factoringgesellschaft. Diese gleicht bis zu 90 % der Rechnungssummen innerhalb von etwa 48 Stunden nach Erhalt der Rechnungen aus und übernimmt zusätzlich auch das Risiko von Zahlungsausfällen. Die Übernahme des sogenannten Delkredere sichert den Factoringkunden vor Liquiditätsengpässen, die durch säumige Schuldner verursacht werden. Das Unternehmen hat seine Leistungen erbracht und wird auch dafür entlohnt. Wenn dann wirklich eine Forderung nicht zu realisieren sein sollte, muss sich nur die Factoringgesellschaft mit diesem Problem herumschlagen.

Unechtes Factoring darf keine Kostenentscheidung sein

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Dass sich die Factoringgesellschaft den Ausfallschutz jedoch durch eine entsprechende Factoringgebühr ausgleichen lässt, dürfte klar sein. Das Risiko, dass Endkunden ihren Zahlungsverpflichtungen vielleicht gar nicht nachkommen können oder wollen, versucht die Factoringgesellschaft durch Bonitätsprüfungen im Vorhinein abzuschätzen. Mit einbezogen in diese Kalkulationen wird naturgemäß die Zielgruppe, die gewöhnlichen Umsätze der Branche sowie das allgemein herrschende Zahlungsverhalten. Letztendlich werden alle Informationen und Details eingehend betrachtet, um das Risiko von Zahlungsausfällen abzuwägen und in die Berechnung der Factoringgebühr mit einzubeziehen.

Da beim Unechten Factoring lediglich die Forderungen veräußert werden und die Factoringgesellschaft sowohl die Vorfinanzierung als auch die organisatorischen Abläufe übernimmt, verbleibt das Risiko von Zahlungsausfällen beim Kunden. Kann die Factoringgesellschaft eine Forderung nicht realisieren, hat der Factoringkunde den Schaden. Jedoch ist das Unechte Factoring dadurch auch günstiger, was die Factoringkosten anbelangt.

Nicht nur wirtschaftliche Unterschiede

Klar ist, dass die Factoringkosten des Unechten Factorings die Gebühren des Echten Factorings durch den Wegfall der Delkredereübernahme unterschreiten. Das Unechte Factoring kann demnach mit einem Kreditgeschäft verglichen werden.

Genau so, nämlich als Kreditgeschäft, wird das Unechte Factoring jedoch auch von juristischer Seite betrachtet. Dies liegt wiederum an dem Risikotransfer, der beim Unechten Factoring fehlt. Beim Echten Factoring findet neben dem echten Forderungsverkauf auch ein Transfer des Ausfallrisikos statt. Dies hat zur Folge, dass die veräußerten Forderungen auch aus der Bilanz des Unternehmens ausscheiden. Dadurch wird die Bilanzsumme verkürzt und das Eigenkapital erhöht, was mit einer Verbesserung der Bonität sowie des Ratings einhergeht.

Ein optimales Bankenrating sowie eine gute Bonität sind jedoch Grundvoraussetzungen für Fusionen, Betriebsmittelkredite oder sonstige wichtige Verhandlungen und Entscheidungen.

Entscheidungshilfe Echtes Factoring oder Unechtes Factoring

Unechtes Factoring für alteingesessene Unternehmen mit finanzstarken Kunden

Unechtes Factoring eignet sich als reines Finanzierungsinstrument für Unternehmen, die seit vielen Jahren mit zuverlässigen und zahlungskräftigen Kunden zusammenarbeiten. Dann nämlich, wenn diesen Kunden in Bezug auf eine gute Kundenbeziehung längere Zahlungsziele eingeräumt werden, greifen die Vorteile der schnellen Zurverfügungstellung von Liquidität beim Factoring.

Innerhalb von zwei Arbeitstagen wird dem Unternehmen der Großteil (etwa 90 %) der Rechnungssummen überwiesen. Die Kunden des Unternehmens haben hingegen innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele Zeit für den Ausgleich der Rechnung. Darüber hinaus profitiert der Factoringkunde beim Unechten Factoring von der Möglichkeit, auch buchhalterische und organisatorische Arbeiten an die Factoringgesellschaft übertragen zu können. Bis hin zur Übernahme des kompletten Debitorenmanagements bieten Factoringgesellschaften zahlreiche professionelle Dienstleistungen an, die ein Unternehmen in Bezug auf Personalkosten oder Personaleinsatz stark entlasten können.

Echtes Factoring für junge und kleinere Unternehmen mit eher unberechenbarem Klientel

Andererseits wird Unternehmen mit wechselndem Kundenstamm aus unterschiedlichen Zielgruppen eher das Echte Factoring angeraten. Insbesondere junge und kleinere Unternehmen besitzen in der Regel nicht über das notwendige finanzielle Polster, um Zahlungsausfälle ohne großen Aufwand kompensieren zu können. Fallen zum gleichen Zeitpunkt beispielsweise drei größere Zahlungen aus, die im Übrigen fast immer mit zusätzlichen Kosten für Mahn- und Inkassogebühren verbunden sind, klafft schnell eine Liquiditätslücke auf.

Derartige Engpässe können hingegen dazu führen, dass eigene Verbindlichkeiten und Fixkosten nicht mehr zeitgerecht ausgeglichen werden können. Bei der Nichtbezahlung von eigenen Rohstofflieferungen stehen die Produktionsbänder schnell still und auch die Mitarbeiter treten bei fehlender Entlohnung in den Streik. Diese Risiken und existenzgefährdenden Zustände lassen sich hingegen leicht durch ein Echtes Factoring bis auf ein Minimum reduzieren.