Forderungsverkauf als Zeichen für unternehmerische Weitsicht

In Zeiten der verstärkten Zurückhaltung seitens der Banken bei der Finanzierung von Unternehmen, müssen sich vor allem kleine und mittelständische Unternehmen nach Finanzierungsalternativen zum klassischen Bankdarlehen umsehen. Banken sind durch die neuen Eigenkapitalregelungen (Basel III) gezwungen, bei der Vergabe von Darlehen mehr Eigenkapital einzusetzen. Weiterlesen

Factoring im Fakten-Check

Der fortlaufende Verkauf von Forderungen aus Warenlieferungen und Dienstleistungen soll viele Vorteile haben im Vergleich zur herkömmlichen Unternehmensfinanzierung. Dem wollen wir einmal auf den Grund gehen und unterziehen Factoring einem Fakten-Check. Weiterlesen

Minimierung der Außenstände und vieles mehr

Auch für erfolgreich ausgeführte Aufträge müssen Unternehmen für ihre Kunden meist in Vorleistung gehen. Vor allem kleine und mittelständische Unternehmen können es sich nicht leisten, ihre Kunden zuerst zur Kasse zu bitten. Ist der Auftrag an Land gezogen, müssen Unternehmen für die Rohstoffe oder Bestandteile ihrer Produkte ihre Lieferanten bezahlen. Weiterlesen

Die Zeichen der Zeit rechtzeitig erkennen

Eine schlechte Zahlungsmoral bei den eigenen Kunden ist für viele mittelständische Unternehmen eine ernsthafte Bedrohung. Verzüge bei der Bezahlung von Rechnungen oder gar Forderungsausfälle können sowohl für die betroffenen Unternehmen als auch für eine gesamte Branche und dadurch für die Wirtschaft ungeahnte Folgen haben. Weiterlesen

Mit Factoring gegen Basel-III-Auswirkungen gegensteuern

Nach den „Basel-III“-Regeln müssen Banken ihre Kreditgeschäfte mit mehr eigenem Kapital absichern. Die höheren Eigenkapitalkosten der Banken dürften sich in verschärften Kreditkonditionen niederschlagen. So wird nicht nur mit steigenden Finanzierungskosten in Form höherer Zinssätze, sondern auch mit höheren Anforderungen an die zu hinterlegenden Sicherheiten zu rechnen sein. Dass die Regelungen schrittweise erst bis 2019 eingeführt werden sollen, ist hier weniger von Belang. Weiterlesen

Factoring – Ein stetig wachsender Markt

Der deutsche Mittelstand ist die tragende Säule der Wirtschaft. Mittelständische Unternehmen generieren knapp 42 Prozent des Bruttoinlandprodukts und beschäftigen etwa 60 Prozent der Arbeitnehmer und Auszubildenden. Fast alle Unternehmen haben einen Jahresumsatz von weniger als 50 Millionen Euro und bis zu 250 Mitarbeiter. Weiterlesen

Factoring zur Sanierung des eigenen Unternehmens einsetzen

Gerät ein Unternehmen in finanzielle Schieflage, kann Factoring bei der Sanierung des Unternehmens helfen. Nehmen wir einmal an, ein Unternehmen hat die sich in einem neuen Auslandsmarkt anbietenden Chancen falsch eingeschätzt und eine höher Investition getätigt. Nun muss es einen mittleren einstelligen Millionenbetrag abschreiben. Der so entstehende Verlust schlägt sich in einer Kapitalknappheit nieder, der Deckungsbedarf kann nur noch schwer, mit zeitlichem Aufwand und zu ungünstigen Kosten durch eine Bankfinanzierung gedeckt werden – oder auch nicht. Denn die schlechte Bilanz vermiest dem Unternehmen auch die Ausgangsposition bei der Verhandlung über den Kredit, schließlich sind die verfügbaren Sicherheiten begrenzt. Die somit entstandene Lage ist keineswegs typisch für unseren Beispielbetrieb, der Kapitalbedarf entstand durch externe Einflüsse. Doch bei den Banken zählte die Momentaufnahme viel mehr, so dass das Unternehmen einen schlechten Stand hatte.

Hier kommt Factoring ins Spiel. Nach Abschluss eines Factoring-Vertrages wurden die Kunden des Unternehmens angewiesen, ihre Rechnungen auf ein dem Factor gehörendes Konto zu überweisen. Durch Zusatzleistungen wir Debitorenmanagement können auch die Geschäftsbeziehungen zwischen Unternehmen und Kunden auf neue Grundlagen gestellt werden, ohne sie aber gleichzeitig zu gefährden. Der Factor übernahm das Ausfallrisiko und sicherte unserem Beispielunternehmen sofort 80 Prozent der ausstehenden Forderungen – und zwar sofort. Somit wurde der Cashflow unseres Unternehmens binnen kürzester Zeit wieder hergestellt und die notwendigen Mittel für einen reibungslosen Geschäftsbetrieb standen wieder zur Verfügung. Unser Beispielunternehmen wurde somit kurzfristig saniert. Gleichzeitig wurden die Beziehungen zu den Kunden beibehalten und durch konsequentes Forderungsmanagement wieder auf eine gesunde Grundlage gestellt.

Factoring – Wer profitiert davon?

Beim Factoring verkauft ein Unternehmen seine Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an ein Factor genanntes spezialisiertes Institut. Dieses zahlt 80 Prozent des Forderungsbetrages an den Auftraggeber. In der Regel geschieht dies binnen weniger Tagen, so dass sich durch den Verkauf der Forderungen für den Auftraggeber ein Finanzierungseffekt ergibt. Würde der Auftraggeber auf die Bezahlung der Rechnungen seiner Kunden so lange wie die eingeräumten Zahlungsziele warten, müsste er über ausreichend liquide Finanzmittel verfügen, um seinerseits die anstehenden Lieferantenrechnungen zu bezahlen. Das ist selten der Fall, zudem können Kunden auch die eingeräumten Zahlungsziele nur selten einhalten. Zumal üblicherweise der Forderungsverkauf nicht einmalig ist, sondern es handelt sich meist um eine fortlaufende Finanzierungsmöglichkeit, durch die Forderungen in liquide Mittel umgewandelt werden. Doch für welche Unternehmen kommt Factoring überhaupt in Frage?

Geeignet ist der direkte Effekt für Unternehmen, deren Forderungen einredefrei und vollständig erbracht sind. Auch Unternehmen, die verstärkt unter dem Druck von Basel III stehen, können ihre Kapitalressourcen deutlich erhöhen. Durch die Reduzierung des Forderungsbestandes können nämlich wertvolle Bilanzeffekte wie die Erhöhung der Eigenkapitalquote erzielt werden. Ebenso profitieren von Factoring Unternehmen, die zu einem Stichtag mit der durch den Forderungsverkauf entstandenen Liquidität eine höhere Eigenkapitalquote nachweisen möchten. Factoring ist auch für Unternehmen interessant, die ein starkes Wachstum aufweisen, oder solche, deren Umsätze schnell steigen oder stark schwanken. Hier erhält nämlich die umsatzkongruente Finanzierung eine besondere Relevanz. Schließlich können auch solche Unternehmen von den Vorteilen des Factoring profitieren, die stark von einzelnen Kunden und deren Zahlungsverhalten abhängig sind.

Vorteile des Factoring sinnvoll nutzen

Der Einsatz von Factoring kann für ein Unternehmen verschiedene Vorteile mit sich bringen. Der wichtigste liegt wohl in der Bereitstellung des Gegenwertes der aufgekauften Forderungen gegenüber der Debitoren des Auftraggebers. Das sichert dem Auftraggeber die eigene Liquidität und hilft, Zahlungsengpässe zu vermeiden. So kann der Auftraggeber seine Finanzplanung sicherer gestalten. Die so verfügbar gewordenen liquiden Mittel können dazu genutzt werden, die Rechnungen der eigenen Lieferanten frühzeitig zu begleichen, um so deren eingeräumte Skonti zu nutzen. Diese Liquidität kann auch zur Tilgung bestehender Schulden genutzt werden. Das führt zu einer Verbesserung des Verhältnisses von Eigenkapital zu Fremdkapital in der Bilanz.

Übernimmt der Factor das Delkredererisiko, also das Ausfallrisiko, so ist Factoring eine echte Alternative zu einer Warenkreditversicherung. Im Vergleich zur Warenkreditversicherung erhält der Auftraggeber die Beträge aus den verkauften Forderungen sofort und muss sich nicht mehr mit dem Ausfallrisiko beschäftigen.

Übernimmt der Factor zusätzlich auch das Debitorenmanagement, so kann der Auftraggeber weiter Kosten sparen und somit frei gewordene Ressourcen in seinem Betrieb an anderer Stelle einsetzen.

Ein weiterer Vorteil des Factoring liegt in der Prüfung der Bonität des Debitors durch den Factor. So hat der Auftraggeber immer einen Überblick über die Kreditwürdigkeit seiner Debitoren. Das liefert dem Auftraggeber den Vorteil, von der Kooperation mit einem Debitor Abstand zu nehmen, wenn dessen Bonität schlecht eingestuft wird. Die kontinuierliche Überwachung der Debitoren wird von Unternehmen oft vernachlässigt – sie kann durch das Outsourcen der Bonitätsprüfung an den Factor erreicht werden.