Kreditklemme beflügelt Factoring

Mittelständische Unternehmen haben zunehmend größere Schwierigkeiten Kredite für dringend nötige Investitionen zu erhalten. Wie verschiedene Studien berichten, beklagen immer mehr Unternehmen erschwerte Bedingungen bei der Kreditaufnahme. Auch die Verlängerung bestehender Darlehen ist schwieriger geworden und in vielen Fällen nur mit deutlich verschärften Konditionen möglich. Im Vorfeld von Basel III zeichnet sich außerdem ab, dass auch die bestehenden Konditionen noch nicht das Ende der Entwicklung sein könnten. Die verschärften Eigenkapitalvorschriften könnten stattdessen zahlreiche Banken zu einer weiteren Einschränkung ihrer Kreditvergabe zwingen.

Als Ausweg aus dieser Situation rücken Leasing und Factoring immer stärker in den Fokus der betroffenen Unternehmen. In Zeiten, in denen jede Stellschraube bei der Finanzierung benötigt wird, erfreuen sich beide Finanzierungsinstrumente noch größerer Beliebtheit. In einer aktuellen Studie wurde demnach festgestellt, dass immer mehr Unternehmen Factoring (63 Prozent), Leasing (50 Prozent) und Einkaufsfinanzierung (50 Prozent) nachfragen. Die aktuellen Zahlen des deutschen Factoring Verbandes bestätigen diese Zahlen: Im Vergleich zum Vorjahr legte das Factoring Volumen in Deutschland um 2,7 Prozent zu. Auch die Leasinggesellschaften konnten sich über Zuwächse freuen. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres verzeichneten sie im Vergleich zum ersten Halbjahr 2011 ein Plus von 3,6 Prozent im Mobilien-Leasing.

Die Krise hat aber auch dazu geführt, dass die Unternehmen bei der Wahl ihrer Partner noch genauer hinschauen. So legen die Unternehmen Studien zufolge gerade jetzt besonderen Wert auf die Zuverlässigkeit ihres Finanzierers. 87,5 Prozent der Befragten legen bei ihren Finanzierungspartnern obersten Wert auf Kontinuität und Verlässlichkeit. Gerade Facoringhäuser mit einem soliden Track Record können in diesem Umfeld die nötige Stabilität bieten. Ihre Erfahrung stellt außerdem sicher, dass die Kunden trotz des schwierigen Umfelds keine bösen Überraschungen erleben.

Ratingoptimierung durch Factoring

Die anhaltende Finanz- und Wirtschaftskrise hat bei zahlreichen deutschen Unternehmen ihre Spuren hinterlassen. Die Banken sind vorsichtiger geworden, Kreditlinien an mittelständische Unternehmen wurden gekürzt und die Bonität wird noch genauer beäugt als zuvor. Da sich bei vielen Unternehmen außerdem durch schlechte Geschäftszahlen das Rating verschlechtert hat, warnen immer mehr Experten vor einer Kreditklemme im Mittelstand. Da gleichzeitig die Zahlungsmoral kriselnder Unternehmen schlechter wird, und vielerorts Zahlungsausfälle drohen, müssen Unternehmen schnell reagieren und Lösungen suchen.

Bei der Suche nach einem adäquaten Mittel, um die notwendige Liquidität wieder sicherzustellen und gleichzeitig die eigene Bonitäts- und Ratingeinstufung zu verbessern, können betroffene Unternehmen beim Factoring fündig werden. Neben positiven Effekten für Liquidität und Kapitalbedarf wirkt sich Factoring auch auf die Bilanz aus und kann so zusätzliche Vorteile bringen. Unter HGB, IFRS und US-GAAP erscheinen verkaufte Forderungen nicht mehr in der Bilanz des jeweiligen Unternehmens, wodurch sich die Bilanzsumme verkürzt. Das Risiko wird auf diese Weise aus der Bilanz entfernt und außerdem kann sich in der Folge die Eigenkapitalquote des Unternehmens verbessern, was signifikanten Einfluss auf das Rating hat.

Dass diese Strategie Erfolg haben kann, zeigen auch Zahlen aus der Praxis. Mehrere Untersuchungen, in denen die Auswirkungen von Forderungsverkäufen auf das Rating untersucht wurden, kamen zu dem Ergebnis, dass sich das Rating eines gehobenen Mittelständlers durch Factoring um bis zu 5 Stufen verbessern lässt. Auf diese Weise senkt Factoring somit nicht nur den Kreditbedarf eines Unternehmens, die Kredite, die trotz Factoring notwendig werden, können durch das verbesserte Rating außerdem billiger und leichter zugänglich werden.

Factoring als Starthelfer für erneuerbare Energien

Kaum eine Branche wächst derzeit schneller als die der erneuerbaren Energien. Das Streben nach sauberem Strom hat – gepaart mit staatlichen Fördermitteln – für einen echten Boom bei Wind-, Solar- und Biomasseenergie gesorgt. Eigentlich goldene Rahmenbedingungen für aufstrebende Mittelständler, doch die Konkurrenz ist gerade im Solarbereich enorm. Unternehmen, die sich im harten Wettbewerb mit Anbietern aus Asien behaupten wollen, müssen jede noch so kleine Reserve mobilisieren, und insbesondere wenn es um die Finanzierung notwendiger Investitionen geht, kann Factoring hier ein wichtiger Baustein sein.

Gerade bei den erneuerbaren Energien besteht ein konstant hoher Finanzierungsbedarf für Rohstoffe, Forschung, und Produktionskapazitäten. Doch wenn mit zunehmendem Umsatz auch Außenstände wachsen, entstehen schnell Engpässe, die angesichts verschärfter Risikoauflagen im Vorfeld von Basel III noch verschärft werden. Zwischenfinanzierungen sind in vielen Fällen nur zu teuren Zinssätzen oder überhaupt nicht zu bekommen. Angesichts zahlreicher Firmenpleiten in den vergangenen Monaten sind die Banken gerade gegenüber Firmen aus der Solarbranche extrem vorsichtig geworden.

Insbesondere bei Unternehmen, die schnell expandieren und einen wachsenden Kundenstamm bedienen müssen, bietet sich deshalb Factoring als Ausweg aus der Finanzierungsfalle an. Wer sich für den laufenden Verkauf seiner Forderungen entscheidet, wird unabhängiger vom Kreditmarkt und stellt parallel zum steigenden Umsatz auch seine Liquidität sicher. Unternehmen im Bereich der erneuerbaren Energien können so sicherstellen, dass sie auch schnell steigende Auftragsvolumina bedienen können und nicht durch verzögerte Zahlungen bestehender Kunden ausgebremst werden.

Entwicklung Factoring 2011 und 2012

Auch in den vergangenen Jahren hat sich das bundesweite Wachstum der Factoringbranche weiter fortgesetzt. Im ersten Halbjahr 2012 erreichten die Mitglieder des deutschen Factoring-Verbandes eine neue Bestmarke von 16.950 Kunden, im Jahr 2011 waren es noch 14.570 Kunden gewesen. Auch der Gesamtumsatz der führenden deutschen Factoring-Anbieter stieg im ersten Halbjahr 2012 weiter und erreichte 77,64 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Plus von 2,7 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2011, als dieser Wert noch bei 75,60 Milliarden Euro lag. Dies macht deutlich, dass Factoring auch in deren Zeit nach der Hochphase der Finanzkrise weiter zugelegt hat.

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Liquiditätsbeschaffung mit Hilfe von Factoring

Das Factoring als Instrument der Liquiditätsbeschaffung ist gerade in Zeiten der Finanzkrise und der damit verbundenen sinkenden Zahlungsmoral der Kunden eine wichtige Dienstleistung für kleine und mittelständische Unternehmen. Der Hintergrund ist, dass immer weniger Kunden die gesetzten Zahlungsfristen einhalten, gerade bei Warenlieferungen oder Dienstleistungen auf Rechnung werden nur um die 60 Prozent der Rechnungen rechtzeitig gezahlt. Die Anhäufung von Debitoren bietet auch für Unternehmen eine finanzielle Einschränkung. Doch das Factoring ist die Lösung!

Ankauf von Forderungen

Man versteht darunter den Ankauf oder die Bevorschussung von Forderungen eines Unternehmens aus Leistungen durch den Factor, das kann ein Factoring-Unternehmen, eine Bank oder ein Kreditinstitut sein. Das Factoring kann zudem weitere Leistungen mit Finanzierungs-, Versicherungs- und Dienstleistungsfunktion umfassen und wird vor allem dann in Anspruch genommen, wenn ein Unternehmen kurzfristig Liquidität beschaffen muss.

Liquidität innerhalb 48 Stunden

Mit dem Factoring erhält das Unternehmen die Außenstände innerhalb von 48 Stunden nach dem Abschluss des Factoring-Vertrags vom Factor. Im Zusammenhang mit dem Factoring-Geschäft übernimmt der Factor daneben auch Serviceleistungen wie z.B. Debitorenbuchhaltung, Mahn- und Inkassowesen, die Beratung sowie Versicherungsleistungen (hier ist die wichtigste Versicherungsleistung die Übernahme des Delkredere-Risikos). Die Factoring-Kosten setzen sich aus folgendem zusammen: Zinsen, Servicegebühren oder der Delkrederegebühr.

Factoring-Gebühren im Vergleich zum Debitoren-Management

Die Factoring-Gebühren sind höher als die Kosten für ein Debitoren-Management, aber es bietet auch einige Vorteile, die man am besten mit einem Finanzberater abwiegt, bevor man einen Factoringvertrag abschließt. Auch die besten Optionen und die Art des Factorings sind für jedes Unternehmen individuell verschieden. Vorteile des Factoring sind die sofortige Liquiditätsverbesserung und zudem die Erleichterung der Debitorenbuchhaltung und des Mahnwesens sowie des Inkassowesens. Die Übernahme des Ausfallsrisikos (Delkredere-Risiko) ist wohl neben der sofortigen Liquidität der größte Vorteil des Factorings. Je nach der persönlichen Situation des Unternehmens können diese Vorteile die relativ hohen Kosten für Factoring aufwiegen.

Absatzfinanzierung mit Factoring

Das Factoring ist eine sehr gute Strategie der Absatzfinanzierung zur Wiederherstellung der Liquidität für Unternehmen. Das Unternehmen, das diese Finanzdienstleistung in Anspruch nimmt, verkauft eine Forderung für Waren- oder Dienstleistungen, die in der Regel die Zahlungsfrist überstiegen hat, an ein Factoring Unternehmen. Dieser Betrag wird gegen Gebühren und Zinsen je nach Zeit bis zur Fälligkeit von der Factoring-Gesellschaft innerhalb von 48 Stunden ausgezahlt. So erhält das Unternehmen schnellstmöglich die Forderungen zurück ohne ein langwieriges Schuldnermanagement zu betreiben. Das Ausfallrisiko (Delkredere-Risiko) wird von der Factoring-Gesellschaft oder von dem Factoring-Institut oder der Bank, die das Factoring anbietet in der Regel übernommen, wenn es sich um „echtes Factoring“ handelt. Doch ohnehin sind deren Chancen der Zahlungseinforderung durch die Erfahrungen höher als die des betroffenen Unternehmens selbst. Kurz-bis mittelfristige Geldforderungen werden beim Factoring angekauft, so dass die Liquidität sofort wieder zur Verfügung steht. Außerdem werden weitere Details des Forderungsmanagements in der Regel durch das Fatoring-Unternehmen übernommen wie Fakturierung, Buchführung, das Inkasso- und das Mahnwesen beispielweise sind zusätzliche Optionen beim Factoring.

Gestaltung des Factoring-Vertrags

Als Unternehmen entscheidet man sich, ob man die Dienstleistung des Factorings nur einmalig oder laufend nutzen möchte. Demnach gestaltet sich auch der abzuschließende Factoring-Vertrag. Die Gebühren berechnen sich aus den Kosten für das Übernehmen des Inkasso- und Mahnwesens und im Fall vom echten Factoring auch für das Übernehmen des Ausfallrisikos (Delkredererisiko).

Zusätzliche Leistungen im Forderungsmanagement

Zusätzliche Dienstleistungen im Forderungsmanagement können die Zahlungsüberwachung und Buchhaltung, die Zinslast sowie der Abwicklungsaufwand und die Bonitätsprüfungen sein. Beim offenen Factoring weiß der Schuldner davon, beim stillen Factoring weiß der Debitor nicht über den Verkauf der Forderung Bescheid. In beiden Fällen führt das Factoring hundertprozentig zur Liquiditätssteigerung für das Unternehmen, außerdem wird die Kundenbindung gestärkt und es können laufende Geschäfte fortgeführt werden, sowie Neuinvestitionen getätigt werden.

Informationen zur Verschuldung und Lösungsansätze

Nach deutschem Recht entsteht eine Verschuldung automatisch 30 Tage nach Fälligkeit der Rechnung, wenn ein Schuldner nicht die Zahlung für empfangene Waren oder Dienstleistungen veranlasst hat. Wurde eine zusätzliche Zahlungsfrist gesetzt, gelten die 30 Tage erst nach dem Ablauf dieser Frist. Der Gläubiger muss zudem den Zugang der Rechnung nachweisen können. Das kann durch Versenden per Einschreiben mit Rückschein geschehen. Ab Zugang der Rechnung können zusätzlich auch Fälligkeitszinsen für den Rechnungsbetrag gefordert werden.

820 Millionen Euro Verluste pro Tag durch Zahlungsausfälle

Generell wird angesichts der allseits sinkenden Zahlungsmoral das professionelle Forderungsmanagement für Unternehmen immer wichtiger. Denn immer häufiger kommt es zur Ansammlung von Schuldnern, die Rechnungen für erbrachte Leistungen und Waren nicht zahlen können oder wollen. Durch solche Zahlungsausfälle entstehen europäischen Firmen große Verluste, ca. 820 Millionen Euro pro Tag, wie eine Umfrage mit 6000 europäischen Unternehmen  herausstellte. 25 Prozent der Ausfälle könnten Unternehmen sich sparen, wenn sie frühzeitig ein professionelles Forderungsmanagement betreiben würden.

Debitoren Management mit Outsourcing des Forderungsmanagements

An ein professionelles Unternehmen outgesourct, gestaltet sich das Debitoren Management weitaus effizienter, als wenn ein Unternehmen selbst die Zahlungseinforderungen übernehmen würde. Die wichtigen Ressourcen Zeit und Arbeitskraft werden eingespart, wenn ein externes Unternehmen die Forderungen managt. Die Zahlungsmoral der Kunden steigt zudem nachweislich und der wichtigste Vorteil ist, dass durch den unabhängigen Kommunikationspartner die Kundenbeziehungen aufrecht erhalten werden. Außerdem kann vom externen Forderungsunternehmen das Mahnwesen professionell gestaltet werden und es kann außerdem die Dienstleistung des Factorings in Anspruch genommen werden. Bei einem Factoringvertrag kauft das Factoring Unternehmen die Forderungen eines Unternehmens ab und kümmert sich auf eigenes Ausfallsrisiko um deren Eintreibung, natürlich weitaus erfolgreicher als die Unternehmer selbst.

Wie man am besten einen Liquiditätsverlust vermeidet – Vorbeugen oder ausgleichen!

In Zeiten der Finanzkrise haben auch Unternehmen immer häufiger mit Finanzierungsschwierigkeiten und Liquiditäts-Engpässen zu kämpfen. Hauptursache für Liquiditätsprobleme in einem Unternehmen ist nicht Eigenverschulden, sondern es sind meistens Debitoren, die die Liquiditätsschwierigkeiten verursacht haben.

Debitoren (von lat. debere für etwas schulden) sind Unternehmen oder Personen, die eine Leistung haben und Geld schulden.

Tolerierung von Zahlungsverzögerungen

Es hat sich eingebürgert als Unternehmen diese Verzögerung als kleine Kredite zu tolerieren, um an den Kundenbeziehungen festzuhalten. Gerade bei kleinen und mittelständischen Unternehmen bringt die Ansammlung von Schuldnern jedoch wegen ihrer geringen Kapitalkraft die Risiken eines kompletten Liquiditätsverlusts mit sich. Komplette Zahlungsausfälle können einfach nicht mehr langfristig toleriert werden. Denn die Folgen können für das Unternehmen existenziell sein, eine Insolvenz aufgrund von Debitoren ist nicht selten.

Situation der Debitoren

Dabei ist es interessant, sich die Situation der Debitoren genauer vor Augen zu führen. Umfragen und Untersuchungen zeigten, dass nur 8 Prozent der Schuldner tatsächlich zahlungsunfähig sind, 12 Prozent sind vorübergehend zahlungsunfähig und der Großteil ist zahlungsunwillig. Oft kommt es auch vor, dass die Schuldner den Überblick über die eigenen Zahlungen verloren haben und freundliche Erinnerungen ihnen helfen können, die Schulden zurückzuzahlen. Daher ist im professionellen Forderungsmanagement an diesem Punkt vor allem die richtige Kommunikationsstrategie hilfreich, um die Zahlungsziele einzuhalten. Wenn diese Phase der Vorbeugung jedoch schon verstrichen ist, ist das Factoring das erfolgreichste Finanzierungsinstrument, um die eigene Liquidität kurzfristig wieder herzustellen.

Übernahme offener Rechnungen

Beim Factoring übernimmt ein Forderungsmanagementunternehmen die offenen Rechnungen und die Zahlungseintreibung und das Ausfall-Risiko. Der Forderungsankauf ist für ein Unternehmen bei zugespitzter Einschränkung der Liquidität oft der einzige und effizienteste Weg aus dem Kreis der Zahlungsunfähigkeit. Diese Finanzdienstleistung hat Hochkonjunktur.

Zahlen und Fakten zur Zahlungsunfähigkeit

In Zeiten der schwachen Zahlungsmoral wegen der immer noch anhaltenden Finanzkrise häufen sich in Unternehmen die Zahlungsausfälle. Diese finanziellen Einbußen können jedoch für kleine oder mittelständische Unternehmen existenzbedrohlich sein, zumindest jedoch die Liquidität des Unternehmens stark einschränken. Daher erweist sich ein Überblick, der die Zahlen und Fakten zur Zahlungsunfähigkeit zusammenfasst, als hilfreich, um zu sehen, woher die Häufung der Zahlungsausfälle kommt und was man als Unternehmer konkret dagegen tun kann.

Nachlassende Zahlungsmoral

Fast schon normal im Unternehmensalltag ist es, als Kunde nach der Entgegennahme einer Leistung oder Ware mit der Zahlung noch Wochen oder Monate zu warten und die gesetzte Zahlungsfrist verstreichen zu lassen. Gerade bei Warenlieferungen oder allgemein im Dienstleistungsbereich oder E-Commerce kommt dies häufig vor. Durchschnittlich zahlen Kunden die Rechnungen an Unternehmen in Europa 55 Tage nach Rechnungszugang(statt nach 30 Tagen). In Deutschland werden etwa 69 Prozent aller Rechnungen fristgerecht innerhalb der Zahlungsfrist beglichen.

Zahlungsunfähigkeit der Kunden entgegenwirken

Vor allem kleine und mittelständische Unternehmen sollten an diesem Punkt ansetzen und sich Strategien zur Erhöhung der Zahlungsmoral ihrer Kunden überlegen. Großunternehmen haben meistens ein automatisiertes Mahnwesen oder eine eigene Forderungsmanagement -Abteilung, so dass sie zusätzlich zu ihrer besseren Kapitalkraft auch dadurch besser geschützt sind.

Effizientes Forderungsmanagement

Doch wie sieht es mit der Zahlungsunfähigkeit der Kunden aus? Es ist erstaunlich, dass den Schuldnern zu einem Großteil ihr Debitoren-Status nicht bewusst ist, weil sie eventuell nach kurzfristiger Zahlungsunfähigkeit die Rückzahlung schlicht vergessen haben. Eine gute Vorbeugung von Zahlungsausfällen beginnt also schon bei einem professionellen Zahlungs- oder Schuldnermanagement.  Umfragen und Untersuchungen ergaben, dass nur ca.  8 Prozent der Debitoren wirklich echt zahlungsunfähig sind, 12 Prozent sind nur vorübergehend zahlungsunfähig und der Rest der Schuldner ist lediglich zahlungsunwillig. Wenn nicht rechtzeitig ein effizientes Forderungsmanagement betrieben wurde, ist die beste Lösung, um kurzfristig wieder Liquidität zu erhalten,das Factoring, die Forderungsabtretung an ein Factoring Unternehmen.