Zahlen und Fakten zur Zahlungsunfähigkeit

In Zeiten der schwachen Zahlungsmoral wegen der immer noch anhaltenden Finanzkrise häufen sich in Unternehmen die Zahlungsausfälle. Diese finanziellen Einbußen können jedoch für kleine oder mittelständische Unternehmen existenzbedrohlich sein, zumindest jedoch die Liquidität des Unternehmens stark einschränken. Daher erweist sich ein Überblick, der die Zahlen und Fakten zur Zahlungsunfähigkeit zusammenfasst, als hilfreich, um zu sehen, woher die Häufung der Zahlungsausfälle kommt und was man als Unternehmer konkret dagegen tun kann.

Nachlassende Zahlungsmoral

Fast schon normal im Unternehmensalltag ist es, als Kunde nach der Entgegennahme einer Leistung oder Ware mit der Zahlung noch Wochen oder Monate zu warten und die gesetzte Zahlungsfrist verstreichen zu lassen. Gerade bei Warenlieferungen oder allgemein im Dienstleistungsbereich oder E-Commerce kommt dies häufig vor. Durchschnittlich zahlen Kunden die Rechnungen an Unternehmen in Europa 55 Tage nach Rechnungszugang(statt nach 30 Tagen). In Deutschland werden etwa 69 Prozent aller Rechnungen fristgerecht innerhalb der Zahlungsfrist beglichen.

Zahlungsunfähigkeit der Kunden entgegenwirken

Vor allem kleine und mittelständische Unternehmen sollten an diesem Punkt ansetzen und sich Strategien zur Erhöhung der Zahlungsmoral ihrer Kunden überlegen. Großunternehmen haben meistens ein automatisiertes Mahnwesen oder eine eigene Forderungsmanagement -Abteilung, so dass sie zusätzlich zu ihrer besseren Kapitalkraft auch dadurch besser geschützt sind.

Effizientes Forderungsmanagement

Doch wie sieht es mit der Zahlungsunfähigkeit der Kunden aus? Es ist erstaunlich, dass den Schuldnern zu einem Großteil ihr Debitoren-Status nicht bewusst ist, weil sie eventuell nach kurzfristiger Zahlungsunfähigkeit die Rückzahlung schlicht vergessen haben. Eine gute Vorbeugung von Zahlungsausfällen beginnt also schon bei einem professionellen Zahlungs- oder Schuldnermanagement.  Umfragen und Untersuchungen ergaben, dass nur ca.  8 Prozent der Debitoren wirklich echt zahlungsunfähig sind, 12 Prozent sind nur vorübergehend zahlungsunfähig und der Rest der Schuldner ist lediglich zahlungsunwillig. Wenn nicht rechtzeitig ein effizientes Forderungsmanagement betrieben wurde, ist die beste Lösung, um kurzfristig wieder Liquidität zu erhalten,das Factoring, die Forderungsabtretung an ein Factoring Unternehmen.