Factoring ist im Mittelstand angekommen

Mehr als 17.000 Unternehmen in Deutschland nutzen inzwischen Factoring zur Diversifikation ihrer Finanzen und zur Sicherung ihrer Liquidität. Der Gesamtumsatz der Unternehmen im deutschen Factoring-Verband stieg im ersten Halbjahr 2012 weiter an, und lag mit rund 78 Milliarden Euro um 2,7 Prozent über dem Vorjahr. Attraktiv wird das Verfahren dabei vor allem auch durch seine einfache und unkomplizierte Handhabung.

Die Unternehmen stellen auch beim Einsatz von Factoring wie gewohnt Rechnungen an ihre Kunden und leiten diese an den Factor weiter. Der große Vorteil des Forderungsverkaufs besteht dann darin, dass der Unternehmer sofort rund 80 Prozent des Betrages ausgezahlt erhält. Sobald der Debitor die Rechnung beglichen hat, erhält er auch die ausstehende Summe, abzüglich der Gebühren. Auf diese Weise bleiben die Unternehmer liquide und investitionsbereit. Darüber hinaus können sie eigene Verbindlichkeiten reduzieren und eventuelle Skontovorteile in Anspruch nehmen.

Darüber hinaus übernimmt der Factor neben dem Ausfallrisiko auch die Führung der Debitorenkonten sowie Inkassoverfahren und Mahnwesen. Die Unternehmen werden dadurch auch auf Seiten ihrer Finanzabteilung entlastet, so dass Kapazitäten für wichtigere Aufgaben frei werden. Gerade in konjunkturell schwierigen Zeiten können Unternehmen auf diese Weise Zeit, Nerven und bares Geld sparen – unschätzbare Vorteile, die die darüber hinaus auch als zusätzliche Risikopuffer die Stabilität des Unternehmens verbessern können.