Was ist Factoring?

Der laufende Ankauf von kurz- bis mittelfristigen Forderungen gegenüber Debitoren, die aus Dienstleistungen oder Warenlieferungen stammen, an einen spezielles Finanzierungsinstitut nennt man Factoring.

Dem Kunden gegenüber werden mittels Factoring die zugestandenen Zahlungsziele finanziert. Dies wäre die Finanzierungsfunktion des Factorings. Auf Wunsch und gegen die Bezahlung einer Gebühr übernimmt der Factor auch das Ausfallrisiko, also die Delkrederefunktion, sprich Versicherungsfunktion. Mit der Dienstleistungsfunktion übernimmt der Factor die Debitorenbuchhaltung und die Zahlungsüberwachung. Hinzu kommt auch die Übernahme des Mahn- und Inkassowesens.

Alle diese Funktionen, die vom Factor übernommen werden, sind mittels Zinsen und Gebühren zu honorieren. Durch die vielen Vorteile, die das Factoring mit sich bringt, wie z.B. schneller Liquiditätszufluss, Steigerung der Eigenkapitalquote und deutliche Verbesserung der Bilanz, sind diese Kosten real gesehen nicht so hoch wie vielleicht angenommen.

Dazu kommen noch die Einsparungen, die ein Unternehmer bei seinen Lieferanten erreichen kann, wenn er die Geldmittel hat, die Rechnungen gleich zu bezahlen. Allein schon das Skonto kann in manchen Fällen die Factoring-Gebühren ausgleichen.