Wenn das Geld knapp wird – Factoring

Kurz zusammengefasst ist Factoring der laufende Forderungsverkauf um kurzfristige Zahlungseingänge zu verbuchen und sowohl das Ausfallrisiko als auch dessen Überwachung an den Factor zu übergeben.

Der Factor ist das Geldinstitut, das die Forderungen abkauft und diese innerhalb kürzester Zeit an den Kunden auszahlt, die sogenannte Factoring-Gesellschaft. Ihr Ziel ist es, die Forderungen an Debitoren aus Warenlieferungen oder Leistungen im Rahmen eines Vertrages mit dem Forderungsverkäufer (dem Anschlusskunden) abzukaufen. Meistens werden solche Verträge mit einer Mindestlaufzeit von 2 Jahren abgeschlossen und schließen entweder alle Forderungen mit ein oder nur die Forderungen an bestimmte Debitoren.

Hierzu gibt es Factoringsverträge, die entweder die Inlandsgeschäfte oder die Auslandsgeschäfte decken.

Vor der Schließung des Vertrages stellt der Factor seine Anforderungen klar auf. Diese können je nach Gesellschaft oder Bonität des Kunden variieren und setzen sich je nach Einzelfall zusammen.

In der Regel sollte die Laufzeit der Forderungen 120 Tage (bei Inlandsforderungen) bzw. 180 Tage (bei Auslandsforderungen) nicht überschreiten.

Die Forderungen müssen bei ihrer Entstehung der Höhe nach einwandfrei feststehen und frei von Rechten Dritter sein.

Der Kundenkreis des Forderungsverkäufers sollte keinen starken Wechsel aufweisen.

Die Zahlungsfähigkeit des Debitors genauso wie seine Bonität muss einwandfrei feststehen – hierzu wird der Factor auf Kosten des Anschlusskunden eine Bonitätsprüfung durchführen.

Factoringverträge sind oftmals die beste Lösung für die Überbrückung von finanziellen Engpässen. Sie beschaffen zum rechten Zeitpunkt die notwendige Liquidität für die Weiterführung des Unternehmens. Außerdem bringen sie, als Nebenprodukt sozusagen, die sofortige Verbesserung der Bilanz und somit die Erhöhung des Unternehmensratings mit sich.