Factoring und der Ausfallschutz

Eine wichtige Komponente des Factorings ist die Warenkreditversicherung, das sogenannte Delkredere. Durch Factoring wird das Risiko des Forderungsausfalls gesenkt.

Je nach vertraglicher Vereinbarung übernimmt der Factor das Risiko des Forderungsausfalls beim Schuldner.

Den Unterschied zwischen dem Echten Factoring und dem Unechten Factoring macht die Existenz einer solchen Versicherung aus.Das Delkredererisiko wird beim echten Factoring vom Factor übernommen, beim unechten Factoring bleibt es beim Kunden. Das Maturity Factoring ist eine Sonderform des echten Factorings, bei welcher der Factor zwar das Risiko übernimmt, es jedoch nicht zur Vorfinanzierung der Forderung kommt.

Ein wichtiger Bestandteil ist die Bonitätsprüfung der Kunden des Unternehmens, das vor der Risikoübernahme durchgeführt wird. Der Factoringskunde trägt die dafür entstehenden Gebühren und zwar jährlich, da die Bonitätsprüfung wiederholt wird.

Die Gebühren für die Bonitätsüberprüfung sind ein wichtiger Bestandteil bei der Berechnung von Factoringskosten, die jedoch als Schutz vor Forderungsausfällen angesehen werden darf.  Ein Endkunde wird nicht unterhalb einer sogenannten Bagatellgrenze auf seine Bonität geprüft, die bei vielen Factoringsunternehmen erkannt wird.

Nach der Durchführung der Bonitätsprüfung werden nicht alle Endkunden von Factor akzeptiert und somit bleibt beim Factoringskunden die Entscheidung, ob mit diesen weiterhin eine Geschäftsbeziehung aufrecht erhalten werden sollte.