Mit Factoring sparen – Eine Beispielrechnung

Mit Factoring, dem Verkauf von Forderungen aus Warenlieferungen und Dienstleistungen an ein Factoring-Institut, kann ein Unternehmen richtige Einsparungen realisieren. Wie hoch das Einsparungspotenzial ist, soll eine Beispielrechnung zeigen.

Angenommen, ein Unternehmen mit einem Jahresumsatz von drei Millionen Euro schließt einen Factoring-Vertrag mit allen Optionen ab. Das heißt, es verkauft seine Forderungen an ein Factoring-Institut, das dabei auch die Ausfallversicherung, das Debitorenmanagement, die Rechtsverfolgung und das Mahnwesen übernimmt.

Bei einer Forderungslaufzeit von 45 Tagen und einem Kontokorrentzins von zehn Prozent, machen Finanzierungszinsen 37.500 Euro aus. Diese Kosten entfallen beim Factoring.

Die Gebühr für die Warenkreditversicherung, beziehungsweise der geplante Forderungsausfall von einem Prozent auf den Umsatz macht 30.000 Euro aus. Auch diese Belastung kann bei Inanspruchnahme von Factoring eingespart werden.

Die bei der Auskunftei anfallende Gebühr schlägt mit 3.000 Euro zu Buche. Durch den Wegfall von Skontogewährungen an Kunden – gehen wir von zwei Prozent bei einer Inanspruchnahme durch jeden fünften Kunden – werden weitere 12.000 Euro eingespart.

Durch die Übernahme von Debitorenmanagement, Rechtsverfolgung und Mahnwesen durch das Factoring-Institut kann das Unternehmen weitere 15.000 Euro an Kosten für das Mahnwesen und die Rechtsverfolgung einsparen. Die Debitorenbuchhaltung beziffern wir ebenfalls auf 15.000 Euro, die eingespart werden können, indem diese Dienstleistung vom Factoring-Institut übernommen wird.

Schließlich kann unser Musterunternehmen durch die gewonnene Liquidität die Skonti seiner Lieferanten ausnutzen und tut dies bei einem Materialaufwand von 60 Prozent. Das Skonto setzen wir bei drei Prozent des Umsatzes aus, was insgesamt eine Einsparung von 54.000 Euro ausmacht.

Anhand der oben genannten Einsparungsmöglichkeiten ergibt sich für unser Musterunternehmen ein Einsparungspotenzial von insgesamt 166.500 Euro. Bei einem Jahresumsatz von drei Millionen Euro bedeutet dies 5,55 Prozent.