Factoring bilanzoptimierend einsetzen

Wir schreiben den Monat September Langsam neigt sich für die meisten mittelständischen Unternehmen das Geschäftsjahr dem Ende zu. Sicherlich, vor allem produzierende Unternehmen dürften noch einmal voll aufdrehen, um möglichst viele Aufträge zu erledigen. Die Buchhaltungsabteilungen arbeiten schon mit Hochdruck daran, die ganzen Zahlen zusammenzutragen, die für den Jahresabschluss nötig sein werden. Dabei gibt es viele Möglichkeiten, durch welche Unternehmen ihre Jahresabschlüsse in ein gutes Licht rücken können. Sie können beispielweise Bewertungswahlrechte nutzen, um bei den Banken die eigene Kreditwürdigkeit zu steigern.

Doch nur wenige Maßnahmen führen zu einem nachhaltigen Unternehmenserfolg, wie das Factoring. Der fortlaufende Verkauf von Forderungen aus Warenlieferungen erzielt die gleiche bilanzoptimierende Wirkung und bringt dabei noch Kostenersparnisse. Denn der Forderungsverkauf wirkt sich positiv auf die Bilanzsumme aus. Diese wird nämlich entsprechend der Höhe der Forderungen verkürzt. Dabei steigt bei gleichbleibendem Eigenkapital die Eigenkapitalquote. Denn im gleichen Zug können die bei den Banken aufgenommenen Beträge für die Umsatzfinanzierung zurückgeführt werden.

Wird stattdessen die durch Factoring freigesetzte Liquidität nicht für Verbindlichkeiten aufgewendet, kommt es zu einem Aktiv-Tausch, was sich positiv auf das Rating des Unternehmens auswirkt. Daher können Unternehmen, die Factoring in Anspruch nehmen, bei den Banken punkten. Denn eine höhere Eigenkapitalquote sehen diese gern. Unternehmen, die ihren Kontokorrent immer voll ausnutzen oder häufig überziehen, werden sich über freundlichere Bankgespräche freuen können.