Dank Factoring muss nicht mehr auf Geld gewartet werden

Große Handelskonzerne sind einerseits die Lieblinge mittelständischer Herstellerbetriebe. Sie sind sichere Zahler. Andererseits besitzen Konzerne gegenüber mittelständischen Betrieben einen entscheidenden Vorteil: ihre Machtposition. Mit ihr bringen sie kleine Unternehmen nicht selten an den Rand des Wahnsinns, wenn sie wieder einmal Handelskonditionen diktieren. So zum Beispiel, wenn sie fordern, dass bestehende Zahlungsziele um 30 Tage verlängert werden. Eine solche Forderung kann dramatische Konsequenzen für einen Lieferanten haben. Bei einem Jahresumsatz von 500.000 Euro ergibt sich rein rechnerisch eine Verdoppelung des Finanzierungslochs von 41.000 auf über 82.000 Euro, im Falle einer auf 60 Tagen verlängerten Zahlungsfrist.

Den Kontokorrentkredit zu überziehen oder gar ein neues Bankdarlehen zu beanspruchen, um die so entstandene Finanzierungslücke zu überbrücken, dürfte sich als zu teuer herausstellen. Wenn bei dieser Lösung die Bank überhaupt mitspielt. Denn neben den üblichen Sicherheiten, die eine Bank einfordert, sind solche kurzfristigen Finanzierungen mit einer hohen Zinslast behaftet. So dürfte sich eine solche Lösung aus Sicht der Unternehmer gar nicht mehr rechnen. Zugleich verlängert sich die Bilanzsumme eines Unternehmens, was zu einem schlechteren Rating bei den Banken führt. Damit schwächt sich die Verhandlungsposition eines Unternehmens in der Zukunft.

Eine einfache und schnelle Lösung dabei ist Factoring. Der Verkauf der Forderungen gegenüber dem Handelskonzern gewinnt an Attraktivität für den Lieferanten, je länger das Zahlungsziel entfernter ist. Denn nach dem Verkauf der Forderung erhält das Unternehmen fast den gesamten Forderungsbetrag überwiesen und muss nicht mehr 60 Tage auf den Zahlungseingang warten.