-Factoring als schnelles und ernst zu nehmendes Finanzierungsmodell

Einer aktuellen Prognose der Rating-Agentur Standard and Poor’s zufolge, droht dem europäischen Mittelstand in den kommenden fünf Jahren eine Kreditklemme. Kleine und mittelständische Unternehmen in Europa werden bis 2018 Kredite in Höhe von 3,5 Billionen Euro brauchen. Der Großteil davon – 2,7 Billionen Euro – wird für die Umschichtung bestehender Schulden benötigt werden. Basel-III-Vorgaben und die Auswirkungen der Finanzkrise von 2008 führen dazu, dass europäische Banken ihre Kreditvergabe zurückgefahren haben. Diese werden praktisch dazu gezwungen, sich auf möglichst risikoarme Finanzierungen zu konzentrieren.

Unter diesen Umständen ist die Suche nach alternativen Finanzierungsquellen in vollem Gange. Denn trotz guter Aussichten, Kennzahlen und Auftragslage, sehen sich mittelständische Unternehmen vor steigenden Finanzierungskosten durch Banken gestellt. Somit ist es an der Zeit, über Alternativen zum Bankkredit nachzudenken. Hier empfiehlt sich Factoring, als schnelles und ernst zu nehmendes Finanzierungsmodell. Dabei werden bestehende Forderungen gegenüber Kunden – sofern eine Leistung erbracht wurde und die Forderungen frei von Ansprüchen Dritter sind – an ein Factoring-Institut verkauft, das sich um den Einzug der Forderung beim Debitor bemüht. Dieses bezahlt dem Verkäufer (Factoring-Nehmer) 80 Prozent des Forderungsbetrages sofort und den Rest – abzüglich der Factoring-Gebühren – nachdem der Debitor die Rechnung beglichen hat. Gleichzeitig sichern Factoring-Institute ihre Kunden vor dem Risiko des Zahlungsausfalls beim Debitor ab und können das Debitorenmanagement, das Mahnwesen und das Inkasso übernehmen. Factoring-Nehmer erhalten so schneller und kostengünstiger Liquidität und können sich zudem auch verstärkt auf ihr Kerngeschäft konzentrieren.