Merkmale des Factoring

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Unternehmen können ihre Rechnungen aus Warenlieferungen und Dienstleistungen an ein auf dieses Verfahren spezialisiertes Unternehmen verkaufen. Das Verfahren heißt Factoring und stammt aus den USA, von wo es sich in den vergangenen Jahren verstärkt auch in Europa durchgesetzt hat. Die Hauptfunktion dieses Verfahrens ist die Beschaffung von Liquidität für das die Forderungen verkaufende Unternehmen.

Dabei weist dieses Verfahren eine große Artenvielfalt auf, die seinen Einsatz je nach den individuellen Bedürfnissen eines jeden Unternehmens ermöglicht. Somit erweist sich Factoring als äußerst flexibles Finanzierungsinstrument. In der Regel wird diese Finanzierungsform von kleinen und mittelständischen Unternehmen in Anspruch genommen, da diese nicht so gut kapitalisiert sind, wie große Konzerne.
Factoring wartet hier mit einem entscheidenden Merkmal auf: Das Verfahren ist umsatzkongruent. Das heißt, je höher der Umsatz mit einem Kunden ist, desto höher steigt auch die über Factoring freigesetzte Liquidität.

Ein weiteres wesentliches Merkmal von Factoring ist der einfache Aufbau des Verfahrens. Die wenigen Grundvoraussetzungen für einen erfolgreichen Verkauf der eigenen Forderungen beziehen sich auf die Rechnungen: Sie müssen von erbrachten Leistungen gedeckt sein und frei von Ansprüchen Dritter. Nach der Prüfung der Bonität des Rechnungsempfängers setzt der Käufer der Forderungen ein Limit fest, in dessen Rahmen er die Forderungen aufkauft. Im Vergleich zum Bankdarlehen sind somit keine langwierigen Prüfungs- und Genehmigungsprozesse notwendig.
Diese Merkmale machen aus Factoring eine sehr ernstzunehmende Finanzierungsalternative zum Bankdarlehen.