Reverse Factoring: Factoring mal ganz anders

Haben Sie als Unternehmer ein lebenswichtiges Interesse daran, dass Ihre langjährigen Lieferantenbeziehungen Gold wert sind? Sie beruhen auf über viele Jahre hinweg schwer aufgebautem Vertrauen und werden im Laufe der Zeit immer wieder hart auf die Probe gestellt. Zudem sind stabile Lieferantenbeziehungen vor allem für Marktführer in einem Nischensegment überaus wichtig, ein Auseinanderbrechen der Lieferantenkette undenkbar. Damit das Undenkbare auch unmöglich bleibt, empfiehlt sich der Einsatz von Reverse Factoring. Es ist eine Unterart von Factoring, dem fortlaufende Verkauf von Forderungen aus Warenlieferungen und Dienstleistungen an ein Factoring-Unternehmen. Dadurch wird schnell und unkompliziert Liquidität freigesetzt, Factoring-Kunde und -Anbieter sind gegen den Forderungsausfall bei dem Debitor abgesichert. Unternehmen, die Factoring in Anspruch nehmen, werden auch noch ihren administrativen Bereichen entlastet. Normalerweise setzen Unternehmen Factoring dabei für sich selbst ein.

Vorteile und Liquiditätsbeschaffung

Doch Factoring kann auch für die Lieferanten in Anspruch genommen werden. Dazu müssen der Factoring-Kunde, der Factoring-Anbieter und der Lieferant eine Dreierbeziehung eingehen. Dabei überweist das Factoring-Unternehmen einen Großteil des Bruttorechnungsbetrages an den Lieferanten, statt an den Factoring-Kunden. Somit genießt der Lieferant den Vorteil der schnellen Liquiditätssicherung. Im Gegensatz zum herkömmlichen Factoring ergreift der Abnehmer die Initiative und initiiert somit den Vorgang zur Liquiditätsbeschaffung. Der größte Vorteil dabei ist, dass die womöglich Jahrzehnte lange Lieferantenbeziehung erhalten bleibt.