Revolving Kredit oder doch lieber Factoring?

Ein Unternehmen kann heutzutage schnell Schwierigkeiten bekommen, den eigenen Cash-Flow aufrecht zu erhalten, wenn auch nur ein Geschäftspartner Probleme hat. In unserer fast vollständig vernetzten Welt werden auch Schwierigkeiten schneller übertragen. Besonders kleine und mittelständische Unternehmen, die nicht so kapitalstark sind wie große Konzerne, hängen von den fristgerechten Zahlungen ihrer Kunden ab und leiden, wenn diese nicht mit ihrer Planung vereinbar sind.

Unternehmen stehen viele unterschiedliche Finanzierungsmöglichkeiten zur Verfügung, um sich vor Zahlungsausfällen zu schützen. Meistens aber führt der Weg zur Bank, wo das klassische Darlegen oder der so genannten Revolving Kredit als Lösung angeboten werden. Letzteres ist ein Rahmenkredit, der dem Kreditnehmer einige Vorteile im Vergleich zur klassischen Finanzierung mittels Darlehen bietet. Dennoch birgt der damit verbundene variable Zinssatz ein gewaltiges Risiko. Er kann der Kreditrahmen schnell zu einer Schuldenfalle werden.

Da empfiehlt sich schon eher Factoring. Bei diesem Verfahren kauft ein Factoring-Unternehmen die Forderungen aus Warenlieferungen und Dienstleistungen auf und sichert dem Forderungsverkäufer meist schon nach zwei Werktagen 80 Prozent des Bruttoforderungsbetrages. Damit leistet das Factoring-Unternehmen einen entscheidenden Beitrag zur Wiedergerstellung des Liquiditätsflusses des Forderungsverkäufers. Außerdem übernimmt das Factoring-Unternehmen ein weiteres Risiko, durch den Abschluss einer Kreditversicherung. Sie deckt das Delkredererisiko ab. Sollt der Debitor, dessen Verbindlichkeiten aufgekauft wurden, zahlungsunfähig werden, greift die Versicherung.