So gelingt effizientes Factoring

Herkömmliches Factoring ist der fortlaufende Verkauf des gesamten Forderungsbestandes gegenüber einem Kunden an ein Factoring-Unternehmen. Das Verfahren wurde vor mehreren Jahrzehnten in den USA entwickelt, als kostengünstige und unkomplizierte Alternative zur Bankfinanzierung. Diese hängt nämlich von langwierigen Genehmigungsverfahren und langen Entscheidungswegen ab. Außerdem sind Darlehen auch mit Sicherheiten behaftet die, neben Zinslasten, die finanzielle Lage eines Unternehmens weiter anspannen können. Factoring dient in erster Linie zur Beschaffung von Liquidität, indem die Forderungen vor Ablauf der Zahlungsfrist von einem dritten Unternehmen vorfinanziert werden. Im Vergleich zur Bankenfinanzierung ist diese Art der Umsatzfinanzierung schnell vollzogen. Durch den fortlaufenden Charakter erhält diese Umsatzfinanzierung eine weitere Eigenschaft. Sie ist umsatzkongruent und wächst oder fällt im Einklang mit dem Umsatz, den das Factoring-Unternehmen mit jenem Kunden erzielt, dessen Verbindlichkeiten verkauft wurden.

Zusätzliche Leistungen wie der Abschluss einer Kreditversicherung durch den Factoring-Anbieter oder die Auslagerung des Debitorenmanagements, des Inkassos oder des Mahnwesens an das Factoring-Unternehmen bieten Factoring-Kunden weitere Möglichkeiten zur Optimierung des eigenen Geschäfts. Für erfolgreiches Factoring müssen allerdings gewisse Voraussetzungen erfüllt sein. Dazu müssen die Leistungen, auf die sich die verkauften Forderungen beziehen, vollständig erbracht sein. Auch Teilleistungen können von Factoring gedeckt sein, sofern dies im Vorfeld vertraglich genau festgelegt wurde. Die Forderungen müssen zudem frei von Ansprüchen Dritter sein. Doch Factoring-Unternehmen sind äußerst flexibel und können ihre Angebote so aufstellen, dass möglichst viele Unternehmen davon profitieren.