Kann Factoring überall eingesetzt werden?

Forderungsverkauf – ine Antwort auf schwerwiegende Liquiditätsprobleme

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Beim Factoring zahlt ein Factor genanntes spezialisiertes Institut 80 Prozent des Forderungsbetrages, den ein Unternehmen verkauft hat. Die Gründe für den Verkauf der Forderungen können vielfältig sein. Nicht immer muss der Forderungsverkauf eine Antwort auf schwerwiegende Liquiditätsprobleme sein. Vielmehr kann Factoring zur besseren Planbarkeit des Cashflows eingesetzt werden, was von unternehmerischer Weitsicht zeugt.

Eine höhere Wertschöpfung erreichen

Factoring kommt in vielen Arten vor. Sie unterscheiden sich voneinander im Leistungsumfang und in der Gewichtung der verschiedenen Funktionen: Finanzierung, Sicherheit, Entlastung. Üblicherweise ist der Forderungsverkauf nicht einmalig, sondern fortlaufend. Das sichert in erster Linie einen besser planbaren Liquiditätsfluss. Damit geht in der Regel auch eine Absicherung gegen den Zahlungsausfall beim Debitor (Rechnungsempfänger) einher, was die Sicherheitsfunktion von Factoring ausmacht. Schließlich können mittels Factoring auch Sparmaßnahmen und Entlastungen herbeigeführt werden, wodurch die Finanzierungsmaßnahme eine höhere Wertschöpfung erreicht

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Viele  Unternehmen können Factoring als Umsatzfinanzierung wählen

Kann aber Factoring überall eingesetzt werden? Das sicher nicht: Jenseits von Idealen muss ein potenzieller Factoring-Kunde gewerbliche Kunden bedienen. Hier sind nämlich Forderungen juristisch einfacher durchsetzbar. Des Weiteren werden Bedingungen gestellt, was die Länge der Zahlungsziele betrifft – sie sollten in der Regel nicht 90 Tage überschreiten. Manche Factoring-Anbieter haben auch Mindestgrenzen gesetzt, was den Umsatz betrifft. Diese sind aber in den vergangenen Jahren immer weiter reduziert worden.