Factoring einmal einfach erklärt

Insbesondere junge Unternehmen und Newcomer aus verschiedenen Branchen werden zu Beginn ihrer Karriere nahezu von Fachausdrücken und Wirtschaftsjargon erschlagen. Bei allen Bemühungen, sich alle Details der modernen Unternehmensführung anzueignen, können gerade im Finanzierungsbereich viele Äußerungen von Fachberatern irritieren und verwirren. Doch gerade dieser Bereich ist für den guten Start eines Unternehmens und einen möglichst reibungslosen Betrieb derart existenziell wichtig, dass das Factoring als Finanzierungsinstrument an dieser Stelle einmal auf einfache Art erläutert werden soll.

Rechnungen verkaufen – sofort Geld erhalten

Ein Unternehmen übermittelt seinem Kunden nach durchgeführtem Auftrag eine Rechnung mit einem vereinbarten Zahlungsziel. Im Rahmen eines Factoringvertrages tritt das Unternehmen seine Rechnung an den Factor ab und erhält im Gegenzug innerhalb von zwei Tagen zwischen 80 % und 85 % der Rechnungssumme. Für das Factoring selbst wird eine Gebühr von etwa 2 % der Rechnungssumme fällig, die jedoch auch – je nach Vertragskonstellation – die Übernahme der gesamten Zahlungsabwicklung und auch das Risiko einer Nicht-Bezahlung durch den Kunden beinhaltet.

Für Kunden des Unternehmens ändert sich nichts an der Geschäftsbeziehung. Nur die Kontonummer, auf die der Rechnungsbetrag angewiesen werden soll, gehört zum Factoringanbieter. Die Restzahlung und Abrechnung zwischen Factor und Unternehmen kann individuell gestaltet werden und findet regelmäßig dann statt, wenn der Kunde den Rechnungsbetrag komplett ausgeglichen hat.

Vorteile für den Mittelstand

Mittelständische Unternehmen haben es seit Beginn der Wirtschaftskrise im Jahr 2008 besonders schwer. Finanzinstitute und Banken verschärften ihre Richtlinien, sodass kleineren Unternehmen kaum noch Kredite bewilligt wurden. Zu Engpässen auf den Geschäftskonten der Mittelständler haben dann nicht zuletzt auch ausgebliebene oder verspätete Kundenzahlungen geführt.

Mit dem Factoring als modernes Finanzierungsinstrument werden direkt beide Problematiken vermieden. Die Bezahlung der Rechnungen wird verbindlich und pünktlich gesichert, sodass das Unternehmen nicht in Zahlungsschwierigkeiten gerät. Dies bedeutet zugleich, dass die Aufnahme eines Kredites vielleicht gar nicht erst notwendig wird und bestehende Kreditverbindlichkeiten ausgeglichen werden können. Ein mit regelmäßigen Zahlungseingängen und demnach auch Sicherheiten wirtschaftendes Unternehmen hat es darüber hinaus auch leichter, bei größeren Investitionen ein Darlehen zu erhalten. Auch die Sachbearbeiter von Banken & Co. wissen schließlich, dass Factoring für professionelles Wirtschaften steht und die Liquidität des Betriebes positiv beeinflusst.

Kontinuierliche Zahlungseingänge bedeuten natürlich auch, dass Einkäufe und Bestellungen mit Skonti und Rabatten vorgenommen, Bilanzen optimiert und auch saisonale Schwankungen ideal überbrückt werden können.

Sparen durch pfiffiges Finanzierungsmanagement

Durch die Übertragung der Rechnungen an ein Factoringunternehmen können zugleich auch Buchhaltungsarbeiten bzw. das Debitorenmanagement in erfahrene Hände gegeben werden, was Verwaltungskosten einspart. Das bislang mit diesen Arbeiten betraute Personal kann sich anderen Aufgaben widmen und so das Unternehmen unterstützen.

Sparpotenzial bietet auch das sichere Geld, das in Kombination aus guter Auftragslage und Factoring regelmäßig eingeht. Hiermit lassen sich nämlich auch Kredite und Verbindlichkeiten abbezahlen, sodass auch die Belastung mit Zinsen und Gebühren reduziert werden kann. Sind diese Posten abgetragen, kann das Firmenkapital gestärkt oder zukunftsweisende Investitionen getätigt werden.

Factoring eignet sich demnach nicht nur für große Konzerne und weltweit operierende Großunternehmen. Ganz im Gegenteil bieten professionelle Anbieter wie Nordwest Factoring viele individuelle Dienstleistungen und Services für die unterschiedlichsten Branchen an, von denen insbesondere auch mittelständische Unternehmen profitieren.