Sicherheit beim Factoring

Der Trend zum Factoring steigt und bringt naturgemäß den Wettbewerb in Schwung. Dies hat jedoch auch zur Folge, dass auch vermeintlich unseriösen Unternehmen der Sprung in die nunmehr gut etablierte Branche gelingt. Wie aber sollen potenzielle Factoring-Kunden dann den richtigen Anbieter für ihre Forderungen finden? Ein Blick auf den auf Wunsch vorgelegten Factoringvertrag kann ein Anhaltspunkt für einen professionellen und seriösen Factor sein:

Factoringvertrag – Fundament der Geschäftsbeziehung

Zu Beginn einer Geschäftsbeziehung steht bei professionellen Factoring-Unternehmen die umfassende Beratung der Kunden. Es werden Informationen, Rechenbeispiele und Details auf Webseiten, in Broschüren oder in Beratungsgesprächen vermittelt. Seriöse Unternehmen haben nichts zu verbergen und geben neben detaillierten Unternehmensinformationen auch gerne Kundenfeedback weiter. So erhält der Kunde die Möglichkeit, sich vollumfänglich über die Ansprüche und die Arbeitsweise des Factors zu informieren.

Andererseits hat auch der Factor Interesse am Unternehmen seines Kunden und insbesondere der offenen Posten, sodass Analyse- und Fragebögen mit der Bitte um Beantwortung übermittelt werden. So ist der Factor in der Lage, das Geschäft und dessen potenzielle Risiken eingehend zu prüfen und abzuschätzen.

Erst dann sollte es zum Abschluss des Factoringvertrages kommen, der den wohl wichtigsten Bestandteil der Geschäftsbeziehung bildet und alle erforderlichen Aspekte regelt. Zum besseren Verständnis werden hier die wichtigsten Vertragselemente kurz erläutert:

Die Forderungsübernahme

Unter juristischen Gesichtspunkten muss der Factoringvertrag mit der Feststellung ausgestattet sein, dass der Factor die Forderungen des Kunden ankauft und der Kunde ihm seine Rechte hieran überträgt. Hierdurch grenzt sich der Factoringvertrag von anderen Rechtsgeschäften wie beispielsweise der Abtretung oder der Zession ab.

Klärung des Ausfallrisikos

Im Vertrag muss ausdrücklich geregelt werden, dass das Ausfallrisiko – also das Risiko, dass der Endkunde die Forderung nicht ausgleicht und die Forderung auch durch Zwangsmaßnahmen nicht beigetrieben werden kann – auf den Factor übergeht. Auch hier grenzt sich das Factoring von der Zession ab, bei der das Ausfallrisiko beim Kunden verbleibt. Mit einem abgeschlossenen Factoringvertrag ist sich der Kunde seiner Bezahlung sicher und der Factor trägt das Risiko, auf offenen Forderungen sitzen zu bleiben.

Der Geldwert – ist Geld wert!

Im Factoringvertrag muss dem Kunden zugesichert werden, dass er den Geldwert seiner Forderung erhält. Gerade diese Liquiditätswirkung gehört zu den Hauptargumenten für das Factoring, sodass eine entsprechende Formulierung nicht fehlen darf. In der Regel erhalten Factoringkunden innerhalb von zwei bis drei Arbeitstagen eine Zahlung in Höhe von 80 % bis 90 % der Rechnungssumme angewiesen, wobei die Restzahlung nach Abzug der Factoringgebühr etwas später erfolgt.

Die Factoringgebühren

Factoring ist eine Dienstleistung, die gegen eine Gebühr durchgeführt wird. Im Vertrag wird demnach nicht nur die Summe festgelegt, die dem Kunden aus seinen Forderungen ausbezahlt wird, sondern auch die Factoringgebühren. Für Kunden positiv zu betrachten ist hierbei der florierende Wettbewerb bei den Factoringanbietern, der naturgemäß auch die Konditionen beeinflusst. Je nach Risikoeinschätzung, Forderungshöhe und Bonität kann durchschnittlich mit 1,5 % bis 2,5 % der Rechnungssumme als Factoringgebühr gerechnet werden.

Werden diese Beträge mit Konditionen für Kreditmittel verglichen, schneiden die Gebühren von namhaften Factoringgesellschaften wie nordwest Factoring & Service GmbH mehr als gut ab. Dies, zumal eine Bank zwar Liquiditätsengpässe überbrücken kann, aber niemals ein Ausfallrisiko übernimmt oder sich um das Debitorenmanagement ihrer Kunden kümmert.