Smart Factoring

 

Smart Factoring Definition

Smart Factoring ist eine Form der Unternehmensfinanzierung, bei der die Kosten nicht vom Umsatz abhängig sind. Stattdessen berechnet der Factor eine pauschale Gebühr, die sich nach der Finanzierungslinie des Kreditors richtet. Dadurch steigen die Finanzierungskosten auch bei einem höheren Umsatz nicht an. Für Unternehmen, die offene Forderungen an einen Factor verkaufen, ergibt sich eine volle Kostenkontrolle sowie eine 100-prozentige Planungssicherheit der Finanzierung. Dabei können die Ausgaben unter den Gebühren liegen, die Kreditinstitute für ein Darlehen verlangen. Gleichzeitig bietet das Factoring neben der Finanzierungsfunktion den bekannten Schutz vor Forderungsausfall, indem der Factor die Delkrederefunktion übernimmt.


 

Worauf müssen Kreditoren achten?

Damit Forderungen zum Ankauf angeboten werden können, darf das Zahlungsziel in der Regel nicht mehr als 60 bis 75 Tage betragen. Damit schränken die Anbieter die Anzahl der offenen Rechnungen ein, die sie zur Finanzierung ankaufen. Wenn sich das Zahlungsziel für einen Kunden verlängert, müssen die Kreditoren darauf achten, den Factor zu informieren und die Debitorengruppe anzupassen. Auch die Höhe der Finanzierungslinie sollte regelmäßig überprüft werden. Die Kosten für das Factoring bestehen aus einem festen Betrag, der monatlich zu zahlen ist. Die Höhe der Pauschale hängt von dem Höchstbetrag ab, den Sie durch den Verkauf offener Forderungen von dem Factor erhalten können. Wenn Sie weniger Liquidität benötigen, können Sie den Betrag herabsetzen, um Gebühren zu sparen.

 

Was sind die Vorteile für die Kreditoren?

Unternehmensfinanzierung durch Factoring unterliegt der Umsatzkongruenz. Das bedeutet, dass ein Kreditor offene Rechnungen von einem oder mehreren Kunden an einen Factor abgibt, um seine Liquidität zu verbessern. Bei steigenden Umsätzen steigen die Einnahmen. Gleichzeitig erhöhen sich aber auch die Finanzierungskosten, die der Factor für die angekauften Forderungen in Rechnung stellt. Hier können Unternehmen Geld sparen, wenn sie mit einem Factor einen Vertrag über Smart Factoring abschließen. Die monatlichen Gebühren bleiben immer gleich hoch, sodass sich die Kreditoren auch bei Umsatzschwankungen auf stabile Ausgaben verlassen können.

 

Für welche Unternehmen und Branchen eignet sich Smart Factoring?

Diese Factoringart eignet sich vor allem für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit einem jährlichen Umsatz zwischen 500.000 Euro und 10 Millionen Euro. Die Kreditoren müssen Rechnungen mit kurzen bis mittelfristigen Zahlungszielen an Kunden mit einer guten Bonität ausstellen. Vor allem Branchen mit saisonalen Umsatzschwankungen, wie Hersteller von Gartenmöbeln oder Landschaftsgärtner, profitieren von einer günstigen Unternehmensfinanzierung zu festen Kosten. Einsteiger in den Forderungsverkauf können gleichzeitig die weiteren Annehmlichkeiten des Factorings kennenlernen, wie Übernahme von Forderungsmanagement, Mahnwesen und Inkasso durch den Factor.