Liquidität verbessern

 

Verbesserung der Liquidität stärkt Unternehmen

Liquidität ist für Betriebe jeder Größe wichtig, um offene Forderungen fristgemäß und in voller Höhe ausgleichen zu können. Im Rahmen des Liquiditätsmanagements überprüfen die hauseigene Buchhaltung oder der Steuerberater, ob genügend liquide Mittel vorhanden sind, um die laufenden Rechnungen zu bezahlen und keine Mahnungen zu erhalten. Wenn die Überprüfung ergibt, dass Bankguthaben oder Kassenbestand nicht ausreichen, drohen Zahlungsschwierigkeiten oder sogar die Insolvenz des Betriebes. Daher muss ein Unternehmer verschiedene Maßnahmen zur Verbesserung der Liquidität ergreifen. Dazu muss er aber zunächst bestimmen, ob er die kurzfristige Liquidität oder die langfristige Liquidität seines Unternehmens erhöhen möchte.


 

Kurzfristige und langfristige Liquidität

Je nach finanzieller Verpflichtung und Zahlungsziel benötigen Unternehmen Liquidität zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Gehälter, Miete für Produktionshallen oder das Ladengeschäft, Raten für Kredite oder Leasing sowie Sozialversicherungsbeiträge sind in der Regel monatlich fällig. Für diese Verpflichtungen müssen in kurzer Zeit finanzielle Mittel bereitgestellt werden. Daher verwenden Unternehmen häufig Bankguthaben auf dem Geschäftskonto oder den Kassenbestand zur Begleichung der offenen Rechnungen. Auch sofort fällige Forderungen und Lagerhaltung zählen zur kurzfristigen Liquidität.

Lieferantenrechnungen können ein Zahlungsziel enthalten und erst zu einem späteren Zeitpunkt fällig werden. Steuerzahlungen können unterschiedlich hoch ausfallen und die Liquidität entscheidend beeinflussen. Auch größere Investitionen und Betriebserweiterungen werden langfristig geplant. Hier ist gutes Management gefragt, das die verschiedenen Fälligkeiten beachtet und für rechtzeitige Zahlungsfähigkeit sorgt. Dazu müssen die Verantwortlichen entsprechende Maßnahmen ergreifen, um die Liquidität zum richtigen Zeitpunkt zu erhöhen.

 

Welche Maßnahmen können zur Verbesserung der Liquidität ergriffen werden?

Experten raten zu verschiedenen Maßnahmen, um durch gezieltes Liquiditätsmanagement die Zahlungsfähigkeit einer Firma zu verbessern. Zu den kurzfristigen Strategien zählen:

  • Factoring zum Verkauf offener Rechnungen
  • effektives Forderungsmanagement, um offene Forderungen sofort einzutreiben
  • Nutzung von Skonto und Rabatten bei der Bezahlung eigener Rechnungen
  • Reduzierung der Kosten durch Einsparungen und Streichungen
  • Finanzierung notwendiger Anschaffungen durch Leasing statt durch Kredite

Langfristig lässt sich die Liquidität durch diese Verbesserungen steigern:

  • Abgabe des Debitorenmanagements an ein Factoringunternehmen
  • Abbau von Verbindlichkeiten und dadurch Erhöhung des Eigenkapitals
  • Zessionskredit mit Abtretung einer Forderung
  • Forfaitierung zum Verkauf längerfristiger Forderungen

Vor allem Existenzgründer und Kleinunternehmer suchen nach einer schnellen und unbürokratischen Lösung. Hier bietet sich Factoring für Startup und Factoring für Kleinunternehmer an, das ohne lange Verhandlungen mit der Bank für eine schnelle Steigerung der Liquidität sorgt.

 

So wirkt sich Factoring auf die Liquidität aus

Factoring ist der Verkauf offener Rechnungen mit Zahlungsziel an einen Factor. Der Kreditor erhält circa 80 % des Rechnungsbetrages sofort und die Restzahlung, unter Abzug der Factoringgebühr, zum Fälligkeitstermin. Der Vertrag mit dem Factor ist schnell aufgesetzt und erfordert weniger Zeit und Bürokratie als ein Bankkredit. Gleichzeitig kann der Factor das Forderungsmanagement übernehmen und so vor Zahlungsausfällen schützen. Durch den Forderungsverkauf lassen sich die liquiden Mittel eines Unternehmens schnell und einfach steigern und der Kreditor profitiert von weiteren Vorteilen.

Durch Factoring erzielen vor allem kleine und mittelständische Unternehmen diese Vorteile:

  • schnelle Steigerung der eigenen Liquidität
  • mehr Absatz durch Gewährung längerer Zahlungsziele
  • stabile Finanzlage als Grundlage von Investitionen und Gewinnsteigerung
  • Entlastung der Buchhaltung durch Abgabe des Debitorenmanagements
  • Schutz vor Zahlungsausfällen
  • aktuelle Informationen über die Bonität der Kunden
  • Verbesserung der eigenen Bilanz
  • besseres Rating bei Kreditverhandlungen mit der Bank, dadurch bessere Konditionen bei einem benötigten Bankkredit