Umsatzfinanzierung

 

Unternehmen benötigen aus verschiedenen Gründen Kapital:

  • Startkapital zur Gründung oder als Start-up
  • Steigerung der Liquidität
  • Wachstum der Firma
  • Umfinanzierung bestehender Verbindlichkeiten
  • Übernahme eines anderen Unternehmens
  • Sanierung bei wirtschaftlichen Schwierigkeiten

Das Kapital kann durch Fremdfinanzierung oder durch Eigenfinanzierung aufgebracht werden. Fremdfinanzierung durch einen Bankkredit ist für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) oft erst nach langen Verhandlungen möglich. Die Bedingungen zur Kreditvergabe steigen durch die verschärften Vorschriften der EU an die Bankenregulierung weiter an. Außerdem sind die Zinsen für ein Bankdarlehen zum Teil sehr hoch. Daher bietet sich für KMU die Eigenfinanzierung in Form einer Umsatzfinanzierung an.

 

Was ist eine Umsatzfinanzierung?

Die Definition der Umsatzfinanzierung besagt eine Steigerung der Liquidität aus eigenen Mitteln. Als eigene Mittel gelten offene Forderungen der Kunden, also nicht bezahlte Rechnungen mit Zahlungsziel. Diese Forderungen können an einen Dritten im Rahmen von Factoring verkauft werden. Neben dem Forderungsverkauf gibt es noch weitere Finanzinstrumente, mit denen Unternehmen ihre Liquidität steigern können. Ein Vergleich zeigt jedoch, dass Factoring für KMU die meisten Vorteile bietet.

 

Welche Instrumente eignen sich zur Umsatzfinanzierung?

Firmen mit Kapitalbedarf können diese Finanzinstrumente zur Umsatzfinanzierung einsetzen:

  • Erhöhung der Einlage des Unternehmers
  • Bürgschaften
  • Leasing
  • Crowdfunding
  • Factoring

Wenn ein Unternehmer nicht über ausreichende Ersparnisse verfügt, kann er seine Einlage nur durch einen Bankkredit erhöhen, der zum Teil schwer zu bekommen ist. Ein Bürge geht ein hohes Risiko ein, da er gegebenenfalls für Verbindlichkeiten des Unternehmens aufkommen muss. Leasing eignet sich zur Anschaffung neuer Betriebsmittel, steigert aber nicht direkt die Liquidität. Crowdfunding ist sehr langwierig, bis sich genügend Kreditgeber gefunden haben.

Dagegen bietet Factoring neben der schnellen Liquiditätssteigerung weitere Vorteile. So ist der Verwaltungsaufwand zur Abwicklung des Forderungsverkaufs erheblich geringer als die Aufnahme eines Darlehen bei einer Bank. Die Factoringgebühr fällt in der Regel geringer aus als bei einer Finanzierung. Als zusätzliche Dienstleistung überprüft der Factor die Bonität der Debitoren und übernimmt das komplette Forderungsmanagement.