Umsatzsteigernde Maßnahmen für Unternehmen

 

Was sind Absatz, Umsatz und Umsatzsteigerung?

Absatz sind alle verkauften Waren oder Dienstleistungen eines Unternehmens innerhalb eines festgelegten Zeitraums. Um den Umsatz zu ermitteln, wird die Anzahl der verkauften Produkte mit dem jeweiligen Verkaufspreis multipliziert (Umsatz = Absatz x Preis). Für eine Umsatzsteigerung muss das Unternehmen in der nächsten Geschäftsperiode mehr Produkte verkaufen als im vorhergehenden Zeitraum. Dazu kann die Geschäftsleitung verschiedene umsatzsteigernde Maßnahmen beschließen:

  • Erweiterung der Produktpalette
  • Regionale Ausdehnung des Angebots
  • Erschließung von Auslandsmärkten
  • gezielte Werbemaßnahmen für Bestandskunden
  • Gewinnung von Neukunden
  • Steigerung der Kauffrequenz durch Cross Selling
  • Verkauf von Zubehör oder Zusatzleistungen
  • Anschaffung effizienterer Maschinen
  • Höhere Mitarbeitermotivation durch Bonuszahlungen oder Beförderungen
  • Partnerschaften mit anderen Unternehmen

Wenn sich ein Unternehmen für eine der Maßnahmen entscheidet, lässt sich die Umsatzsteigerung schnell und einfach berechnen. Dazu eine Beispielrechnung:

Der Umsatz einer Firma beträgt im ersten Quartal des Jahres 75.000,00 Euro. Im zweiten Quartal ist der Umsatz dank einiger umsatzsteigernder Maßnahmen auf 90.000,00 Euro gestiegen. Der Anstieg beträgt somit 15.000,00 Euro beziehungsweise 20 %. Der Prozentsatz berechnet sich nach der Formel: 100 % geteilt durch Grundwert (Umsatz erstes Quartal) mal Prozentwert (Differenz zwischen Umsatz im ersten und im zweiten Quartal). Durch Einsetzen der Zahlen ergibt sich folgende Rechnung: 100 % : 75.000 x 15.000 = 20 %. Gleichzeitig hat eine Umsatzsteigerung auch immer Auswirkungen auf die Umsatzrendite einer Firma.

 

Umsatzsteigerung beeinflusst die Umsatzrendite

Durch die Berechnung der Umsatzrendite als wichtige Unternehmenskennzahl erkennt ein Unternehmer, wie viel Gewinn seine Firma bei einem bestimmten Umsatz erzielt. Die Berechnung der Umsatzrendite erfolgt nach der Formel: Gewinn dividiert durch Umsatz mal Einhundert. Je höher der berechnete Prozentsatz ausfällt, umso höher sind Rentabilität und Wirtschaftlichkeit der Firma.

 

So sind umsatzsteigernde Maßnahmen erfolgreich

Durch umsatzsteigernde Maßnahmen kann ein Unternehmen ein neues Produkt am Markt einführen, neue Kunden gewinnen und die Kundenbindung zu den Bestandskunden steigern. Um die geplante Umsatzsteigerung zu erreichen, sollte zunächst eine ausführliche Marktforschung betrieben werden. Dazu sollte sich ein Unternehmer diese Fragen stellen:

  • Welche Waren bietet die Konkurrenz zu welchem Preis an?
  • Kann ich meine Produkte günstiger herstellen?
  • Was sagen unsere Kunden zu den Produkten? Wünschen Sie sich Verbesserungen oder ein erweitertes Angebot?
  • Mit welchen Waren und Dienstleistungen kann ich neue Kunden gewinnen?
  • Erziele ich eine Umsatzsteigerung durch die Ausweitung des Angebots auf Auslandsmärkte?
  • Führen besser bezahlte und zufriedene Mitarbeiter zu einer Umsatzsteigerung?

Bei Beantwortung der Fragen fällt auf, dass das Unternehmen in jedem Fall Kapital einsetzen muss, um Neukunden zu gewinnen, die Kauffrequenz zu erhöhen oder andere umsatzsteigernde Maßnahmen umzusetzen.

 

Durch Factoring umsatzsteigernde Maßnahmen finanzieren

Bei vielen Unternehmen werden umsatzsteigernde Maßnahmen vernachlässigt, weil das Geld für die Umsetzung fehlt. Ein Bankdarlehen ist häufig zu teuer und mit hohem bürokratischem Aufwand verbunden. Dabei übersehen die Geschäftsführer, dass sich das benötigte Kapital bereits im Haus befindet. Die Rede ist von offenen Forderungen gegen gewerbliche Abnehmer. Im Rahmen von Factoring können diese Rechnungen an ein Factoringunternehmen verkauft werden. Der Factoringanbieter überweist 80 % bis 90 % des Rechnungsbetrages innerhalb von 1–2 Werktagen. So steht schon kurze Zeit nach Ausstellung der Rechnung neue Liquidität zur Verfügung, um umsatzsteigernde Maßnahmen zu realisieren.