Factoring für Steuerberater

 

Eignet sich Factoring auch für Steuerberater?

Als Steuerberater haben Sie eventuell Ihren Mandanten bereits zu Factoring geraten, um die Liquidität schnell und unkompliziert zu steigern. Aber haben Sie schon einmal über den Forderungsverkauf für Ihre eigene Kanzlei nachgedacht? Nicht nur Handwerksbetriebe, sondern auch steuerberatende Berufe leiden immer mehr unter der schlechten Zahlungsmoral ihrer Kunden. Bei einer Steuerkanzlei kommt häufig noch ein persönliches Verhältnis zu den Klienten hinzu. So kann es vorkommen, dass Mahnungen verspätet abgeschickt werden oder der Mandant die Begleichung der Rechnung mit immer neuen Zahlungsversprechen hinauszögert. Die fehlende Liquidität kann die Kanzlei in ernsthafte Zahlungsschwierigkeiten bringen. Hier bietet sich Factoring für Steuerberater als Lösung an.


 

Vorteile von Factoring für Ihre Kanzlei

Diese Vorteile bietet Ihnen der Verkauf offener Forderungen:

  • schnelle Liquidität
  • günstiger Ersatz für Bankdarlehen oder Kontokorrentkredite
  • auf Wunsch Übernahme des Ausfallrisikos durch den Factor
  • Kostenersparnis durch Outsourcing des Forderungsmanagements
  • besseres Rating und verbesserte Bonität
  • Wettbewerbsvorteile durch Skonto und bessere Einkaufskonditionen

 

Worauf Steuerberater achten müssen

Wenn Sie sich für den Verkauf offener Forderungen entscheiden, müssen Sie bei der Wahl des Factors die gesetzliche Genehmigungspflicht zur Ausübung einer gewerblichen Tätigkeit beachten. Das bedeutet, dass Steuerberatungsgesellschaften nicht als Factoringunternehmen tätig werden dürfen (§ 3 Nr. 1 bis 3 StBerG). Stattdessen haben sich verschiedene Rechtsanwälte, Wirtschaftsprüfer und Steuerkanzleien zu eingetragenen Genossenschaften zusammengeschlossen, um Factoring für Steuerberater anzubieten. Außerdem haben einige Factoringunternehmen den Forderungsankauf für steuerberatende Berufe im Angebot.

 

Einverständnis der Mandanten

Sie müssen Ihre Mandanten nicht um Einverständnis bitten, wenn Sie offene Rechnungen an einen Factor verkaufen. Beim stillen Factoring erfährt Ihr Kunde nur dann von dem Forderungsverkauf, wenn es zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung im Rahmen des Mahnverfahrens kommen sollte. Wenn Sie Ihre Mandanten informieren möchten, wählen Sie offenes Factoring. Die Erfahrungen haben gezeigt, dass die Kunden in der Regel positiv auf den Forderungsverkauf reagieren und sich die Zahlungsmoral zum Teil deutlich verbessert. Wenn Sie sich für Factoring entscheiden, dürfen Sie im Vertrag mit Ihren Klienten kein Abtretungsverbot für die zugrunde liegende Forderung vereinbaren.