Factoring für Transport, Spedition und Logistik

 

Die Transportbranche unterliegt einem starken Wettbewerbsdruck. Um Umsatz zu erzielen, müssen Speditionen auf die Forderungen der Kunden nach Zahlungszielen eingehen. Selbst bei Erreichen des Zahlungsziels kann sich der Spediteur nicht sicher sein, dass der Auftraggeber tatsächlich zahlt. Zahlungsausfälle oder verspätete Zahlungseingänge gehören daher für zahlreiche Logistikunternehmen zum Tagesgeschäft. Die mangelnde Zahlungsmoral der Schuldner belastet die Liquidität und kann den eigenen Betrieb in wirtschaftliche Schwierigkeiten bringen. Diesen Umstand haben einige Factoring Unternehmen erkannt und bieten ein spezielles Factoring für Logistik an.


 

So hilft Factoring bei den Herausforderungen der Logistikbranche

Wenn Sie ein Transportunternehmen leiten, kennen Sie das Problem: Bevor Sie Geld mit dem Transport von Waren oder Personen verdienen, müssen Sie in Vorleistung treten. Die Lastwagen oder Busse müssen gewartet, repariert und betankt werden. Ihre Fahrer erwarten pünktliche Lohnzahlungen. Überweisungen an Finanzamt und Versicherungen müssen ebenfalls fristgemäß erfolgen. Wenn dann Ihre Kunden die Rechnungen nicht sofort zahlen, fehlt das Geld und Sie überziehen Ihr Geschäftskonto oder müssen einen Kredit aufnehmen.

Um diesen Liquiditätsengpass zu vermeiden, können Sie offene Rechnungen an einen Factor verkaufen, der Factoring für Speditionen anbietet. Sie erhalten circa 80 % der Rechnungssumme innerhalb von 24 – 48 Stunden und können sich gleichzeitig gegen Zahlungsausfälle absichern. Den Restbetrag überweist der Factor am Fälligkeitstag der Rechnung. Im Rahmen des Full Service Factoring übernimmt der Factor außerdem das gesamte Forderungsmanagement und sorgt dafür, dass Sie sich um die Buchhaltung keine Gedanken mehr machen müssen. Die Kosten und der Zeitaufwand für das Factoring können geringer ausfallen als die Aufwendungen für ein Bankdarlehen oder einen Kontokorrentkredit.

 

Was kostet Factoring für die Logistik?

Die Factoring Kosten setzen sich aus der Factoringgebühr, den Zinsen für die Vorfinanzierung, den Gebühren für die Bonitätsprüfung und den Kosten für die Übernahme des Ausfallrisikos zusammen. Außerdem wird eine Pauschale fällig, wenn der Factor das Forderungsmanagement übernimmt. Die Gesamtkosten sollten den Zinsen für einen Kredit, den Lohnkosten für eine eigene Buchhaltungsabteilung und den Aufwendungen für die Versendung von Mahnungen sowie die Beantragung von Mahnbescheiden beziehungsweise Vollstreckungsbescheiden gegenübergestellt werden.

 

Vorteile und Nachteile von Transport Factoring

Die Vorteile des Forderungsverkaufs liegen in der schnellen Steigerung der Liquidität und in der einfachen Abwicklung des Factorings. In der Regel ist auch die Bonitätsprüfung der Debitoren ein Vorteil für ein Unternehmen, das Factoring als Finanzierungsmittel nutzt. In der Branche Speditionen und Logistik kann die Prüfung für einige Debitoren jedoch so negativ ausfallen, dass das Factor die Forderungen nicht ankauft. Außerdem haben viele Auftraggeber ihren Geschäftssitz im Ausland. Einige Factoring Unternehmen kaufen nur die offenen Rechnungen inländischer Schuldner an. Daher müssen Spediteure nach Factoringanbietern suchen, die sich auf Factoring für die Logistik spezialisiert haben.