Factoring im Gesundheitswesen

 

Was ist Factoring im Gesundheitswesen?

Nicht jede ärztliche Leistung wird über die gesetzlichen Krankenkassen abgerechnet. Hochwertiger Zahnersatz oder die sogenannten individuellen Gesundheitsleistungen, abgekürzt IGeL, müssen von den Patienten selbst bezahlt werden. Der Arzt schließt einen Vertrag mit dem Patienten ab und berechnet ihm die Zusatzleistungen.

Die Ärzte haben häufig nicht die Zeit oder das Personal, um die Rechnungen selbst an die Patienten zu verschicken und den Zahlungseingang zu überwachen. Hier springen Abrechnungsstellen ein, die Factoring im Gesundheitswesen anbieten. Es handelt sich um den Verkauf offener Forderungen an einen Factor, um eine kurzfristige Umsatzfinanzierung zu erzielen. Daneben bietet der Forderungsverkauf weitere Vorteile für Ärzte und Zahnärzte. Wegen der ärztlichen Schweigepflicht müssen die Beteiligten jedoch einige Besonderheiten beachten.

 

Factoring für Ärzte – nur mit Zustimmung der Patienten?

Ein wichtiger Faktor bei einer ärztlichen Behandlung ist das Vertrauensverhältnis zwischen Patient und Arzt. Dazu gehört auch, dass sich die Kranken auf die Schweigepflicht der Ärzte und Zahnärzte verlassen. Wenn die Mediziner offene Rechnungen an einen Factor verkaufen, müssen sie persönliche Daten des Schuldners weitergeben. In Handel und Industrie kann die Datenweitergabe ohne Zustimmung des Debitors erfolgen. Es reicht aus, wenn beim offenen Factoring auf der Rechnung ein Hinweis auf die Zahlung an den Factor gegeben wird. Beim stillen Factoring wird der Geschäftspartner erst über den Forderungsverkauf informiert, wenn es zu einem Zahlungsverzug und Mahnungen durch den Factor kommt.

Beim Factoring in der Gesundheitsbranche gibt es jedoch andere gesetzliche Vorgaben. Der Arzt muss die Verschwiegenheitspflicht beachten und darf ohne Zustimmung des Patienten die Forderungen nicht verkaufen. Es reicht nicht aus, die Kranken durch einen Aushang im Wartezimmer über die Datenweitergabe zu informieren. Stattdessen muss sich der Arzt die Patienteneinwilligung schriftlich bestätigen lassen. Wenn Sie sich für Factoring für Zahnärzte oder Ärzte entscheiden, ist Ihnen das Factoringunternehmen gerne bei der Formulierung der Patienteneinwilligung behilflich. In einem unverbindlichen Beratungsgespräch erfahren Sie auch die weiteren Factoring Vorteile im Gesundheitswesen und mit welchen Kosten Sie rechnen müssen.

 

Lohnt sich Factoring im Gesundheitswesen?

Wenn Ihre Patienten mit dem Forderungsankauf durch ein Factoringunternehmen einverstanden sind, erhalten Sie den Rechnungsbetrag schon 1–2 Werktage nach Einreichung der Unterlagen. Beim Full Service Factoring übernimmt der Factor zusätzlich das Forderungsmanagement für Sie. Sie müssen sich nicht mehr um die administrativen Tätigkeiten kümmern und erhalten Ihr Geld schnell, zuverlässig und ohne Delkredererisiko. Das bedeutet zum einen sichere Einnahmen für Ihre Praxis. Zum anderen haben Sie und Ihr Team mehr Zeit zur Beratung und Betreuung der Patienten. Für die Dienstleitung berechnet Ihnen der Factor Gebühren.

 

Welche Kosten fallen an?

Da es sich beim Factoring im Gesundheitswesen um eine kurzfristige Umsatzfinanzierung handelt, berechnet der Factor Zinsen für die Vorfinanzierung der offenen Rechnungen. Für seine weiteren Dienstleistungen, wie Prüfung der eingereichten Unterlagen, Überwachung der Zahlungseingänge, Versand von Mahnungen und Einleitung von Inkassomaßnahmen, werden Factoring Kosten fällig. Außerdem überprüft das Factoringunternehmen mindestens einmal im Jahr die Bonität der Debitoren. Dafür fällt eine Prüfgebühr je Schuldner an. Im Gegenzug erhalten Arztpraxen eine Dienstleistung, die die eigene Buchhaltung entlastet und für regelmäßige Zahlungseingänge sorgt.

 
Full Service von Nordwest Factoring