Mit dem Liquiditätsplan zahlungsfähig bleiben

Was ist ein Liquiditätsplan?

Der Liquiditätsplan ist ein wichtiger Bestandteil der Finanzplanung eines Unternehmens. In den Plan trägt der Unternehmer sämtliche erwarteten Einzahlungen und Auszahlungen in einem bestimmten Zeitraum ein. Das Ergebnis zeigt den Geldzufluss und den Geldabfluss in der Planungsperiode sowie die voraussichtliche Liquidität der Firma an. Dadurch erkennt die Geschäftsleitung, ob ausreichend liquide Mittel zur Deckung der laufenden Kosten und für geplante Investitionen vorhanden sind oder ob sich eine Liquiditätslücke ergibt.

Dafür benötigen Sie einen Liquiditätsplan

Es gibt drei wichtige Gründe, aus denen Unternehmen einen Liquiditätsplan erstellen:

  1. Existenzgründer stellen einen Liquiditätsplan als Bestandteil des Businessplans auf.
  2. Unternehmer nutzen einen Liquiditätsplan im Rahmen der Finanzplanung.
  3. Der Liquiditätsplan dient als Grundlage für Verhandlungen mit der Bank über einen Kredit.

Wenn Sie Ihr eigenes Geschäft gründen, verlangen Banken und andere Geldgeber einen Businessplan. Ein Bestandteil des Businessplans ist der Liquiditätsplan, der sich in der Regel über einen Zeitraum von 1–2 Jahren erstreckt. In dem Plan stellen Sie den erwarteten Geldzufluss und Geldabfluss gegenüber. Die ersten Zahlen basieren auf Schätzungen, die nicht zu optimistisch ausfallen sollten.

Nach den ersten Monaten können Sie die Daten immer mehr den tatsächlichen Umsätzen anpassen. Je genauer die Zahlen eingetragen werden, umso deutlicher sehen Sie den Kontostand Ihres Geschäftskontos und den Kassenbestand für den Folgemonat. Außerdem erkennen Sie rechtzeitig einen Liquiditätsbedarf und können mit der Bank über einen Kredit verhandeln.

Einige Geschäftsleute nutzen eine einfache Excel-Tabelle, um die Finanzplanung zu erledigen. Es gibt aber auch Angebote für eine spezielle Software, die entsprechende Vorlagen für den Liquiditätsplan bietet.

Was sind die Ziele eines Liquiditätsplans?

Ein wichtiges Ziel des Liquiditätsplans ist die Ermittlung der liquiden Mittel eines Unternehmens, um die eigene Zahlungsfähigkeit zu sichern. Die Geschäftsleitung muss detailliert informiert sein, zu welchem Zeitpunkt und in welcher Höhe mit Einzahlungen und Auszahlungen zu rechnen ist.

Um die Wahrscheinlichkeit der Zahlungseingänge abzuschätzen, muss der Unternehmer Informationen über die Bonität und die Zahlungsmoral seiner Kunden einholen und bei Zahlungsrückständen ein effektives Forderungsmanagement betreiben.

Neben den erwarteten Einzahlungen fließen Daten über die geplanten Ausgaben für die laufenden Kosten und sonstigen eigenen Zahlungsverpflichtungen in die Planung ein. Wichtig ist die regelmäßige Aktualisierung der Zahlen, die monatlich oder quartalsweise erfolgen sollte, damit der Liquiditätsplan zum Unternehmenserfolg beiträgt.

Vorteile einer Liquiditätsplanung

Die genaue Planung der Liquidität bietet Unternehmen diese Vorteile:

  • Aufstellung über Geldzufluss und Geldabfluss im Planungszeitraum
  • Übersicht über die eigene Zahlungsfähigkeit
  • Optimale Verwendung der liquiden Mittel
  • Erkennen von Liquiditätsengpässen
  • Verringerung der Finanzierungskosten
  • Vermeidung der eigenen Zahlungsunfähigkeit
  • Das gehört in einen strukturierten Liquiditätsplan

Damit der Cashflow und die Zahlungsfähigkeit optimal gesteuert werden können, sollte der Liquiditätsplan diese Bestandteile enthalten:

  • Anfangsbestand von Geschäftskonto und Kasse
  • sämtliche erwarteten Einzahlungen innerhalb der Planungsperiode
  • alle geplanten Auszahlungen im untersuchten Zeitraum

Bei einer monatlichen Finanzplanung stellen der Kontostand und der Kassenbestand am Monatsletzten den Anfangsbestand am Ersten des Folgemonats dar. Zu diesen Beträgen werden alle voraussichtlichen Einnahmen addiert. Dazu zählen bezahlte Kundenrechnungen, aufgenommene Kredite, Steuererstattungen oder private Einlagen des Unternehmers. Von den verfügbaren Mitteln werden sämtliche Ausgaben wie Lieferantenrechnungen, Gehälter, Miete, Kreditraten, Leasingraten und weitere Kosten abgezogen.

Damit der Plan aufgeht, müssen auch verspätete Zahlungseingänge und Forderungsausfälle eingeplant werden. Ansonsten rechnet das Unternehmen mit zu hohen Zahlungseingängen und die liquiden Mittel zur Begleichung der eigenen Rechnungen reichen nicht aus. Das bedeutet einen Liquiditätsengpass, der zu Zahlungsschwierigkeiten führt und sogar für die Insolvenz des eigenen Unternehmens sorgen kann.

Liquiditätsengpässe dank Liquiditätsplan vermeiden

Ein gut geführter und stets aktualisierter Liquiditätsplan gibt rechtzeitig Hinweise auf einen Liquiditätsengpass. Durch das regelmäßige Eintragen aller Zahlungseingänge und Zahlungsausgänge behält ein Unternehmen einen guten Überblick über die aktuellen Zahlen. Gleichzeitig erkennen die Verantwortlichen, wenn sich eine Liquiditätslücke abzeichnet. Sie können rechtzeitig eingreifen und entsprechende Maßnahmen ergreifen. Dazu zählen Bankkredite oder alternative Finanzierungsformen wie Leasing und Factoring. Daher gehört der Liquiditätsplan zum Controlling und zur Risikovorsorge eines erfolgreichen Betriebes.

Mit der Liquiditätsplanung und Factoring zu mehr Liquidität

Die Finanzierungsform Full Service Factoring ist die optimale Ergänzung zu einem effektiven Liquiditätsplan. Durch den fortlaufenden Verkauf von Rechnungen mit Zahlungsziel an den Factoringanbieter Nordwest Factoring ist ein beständiger Geldzufluss garantiert. Gleichzeitig übernimmt Nordwest Factoring die Debitorenbuchhaltung und entlastet damit Ihr Forderungsmanagement. Das sorgt für eine sichere Liquidität und für eine zuverlässige und stabile Liquiditätsplanung für Ihr Unternehmen!

Factoring von Nordwest Factoring