Skonto

 

Der Begriff Skonto stammt von dem italienischen Wort scontare ab, das abziehen bedeutet. Es handelt sich um einen Preisnachlass auf einen Rechnungsbetrag bei Zahlung innerhalb einer festgelegten Skontofrist. Der Verkäufer gibt in den Rechnungsbedingungen an, unter welchen Voraussetzungen der Käufer den Nachlass abziehen darf. Dieser Beitrag beantwortet die wichtigsten Fragen rund um den Preisnachlass.
 

Was ist der Skontoabzug?

Im Geschäftsleben erfolgt der Verkauf von Waren oder Dienstleistungen häufig nicht gegen Barzahlung. Der Verkäufer liefert die Ware oder erbringt die Leistung und schickt dem Käufer eine Rechnung zu. Dadurch entstehen offene Forderungen, die erst zu einem späteren Zeitpunkt bezahlt werden. In den Rechnungsbedingungen kann der Verkäufer festlegen, dass er einen Preisnachlass gewährt, falls der Käufer die Rechnung bis zu einem bestimmten Zahlungsziel bezahlt. Die Formulierung in der Rechnung lautet wie folgt:

  • 3 % Skonto bei Zahlung innerhalb von 14 Tagen

Diese Formulierung ist ebenfalls häufig auf Rechnungen zu finden:

  • Zahlbar innerhalb von 14 Tagen abzüglich 2 % Skonto oder innerhalb von 30 Tagen netto

Der Begriff netto bedeutet, dass der Kunde bei Erreichen des Zahlungsziels den vollen Rechnungsbetrag einschließlich Mehrwertsteuer zahlen muss. Wenn sich der Käufer für die Bezahlung nach Ablauf von 30 Tagen entscheidet, gewährt ihm der Verkäufer für diesen Zeitraum einen Lieferantenkredit.
 

Welche Skontoarten gibt es?

Im Geschäftsleben sind diese beiden Skontoarten bekannt:

  1. Kundenskonto: Der Verkäufer gewährt seinen Kunden einen Nachlass
  2. Lieferantenskonto oder Lieferskonto: Ein Lieferant gewährt einem Unternehmen einen Nachlass

In der Buchhaltung stellt das Kundenskonto Kosten für den Verkäufer dar, die bei der Handelskalkulation berücksichtigt werden müssen. Außerdem vermindert sich der Umsatzerlös um die abgezogenen Beträge. Beim Lieferskonto verringern sich die Anschaffungskosten für den Käufer. Daher stellt der gewährte Skontosatz einen wichtigen Bestandteil der Unternehmenskalkulation dar.
 

Wie viel Abzug darf der Verkäufer gewähren?

Seit der Neuregelung des Rabattgesetzes im Jahr 2002 dürfen Unternehmen die Höhe des Skontoabzugs frei bestimmen. In der Praxis haben sich Sätze zwischen 2 % und 5 % durchgesetzt. Der Verkäufer kann den Nachlass auch staffeln und für eine schnellere Bezahlung einen höheren Skontoabzug einräumen als für ein späteres Zahlungsziel. Es besteht kein gesetzlicher Anspruch auf den Abzug und der Verkäufer ist nicht verpflichtet, seinen Kunden einen Skontoabzug anzubieten. Falls die Zahlung zu spät erfolgt und der Käufer trotzdem den Prozentsatz abgezogen hat, kann der Verkäufer den abgezogenen Betrag zurückverlangen.

 

Wer profitiert vom Skontoabzug?

Von einem Skontoabzug profitieren sowohl Käufer als auch Verkäufer. Der Käufer zahlt einen niedrigeren Preis für die Ware, wenn er die Rechnung innerhalb der Skontofrist bezahlt. Das schont die Liquidität oder sorgt für eine größere Bestellung.

Wenn der Verkäufer seinen Kunden einen Skontoabzug gewährt, erhält er den Rechnungsbetrag schon nach kurzer Zeit. Die offenen Forderungen bleiben nicht lange bestehen und die Debitorenbuchhaltung muss sich nicht lange mit der Rechnung beschäftigen. Die Liquidität des Verkäufers erhöht sich und er kann seine eigenen Verbindlichkeiten pünktlich bezahlen. Außerdem stellt der niedrige Zielverkaufspreis ein gutes Verkaufsargument dar. Der Verkäufer kann seinen Kunden einen attraktiven Preis anbieten und so die Kundenbindung stärken oder neue Kunden gewinnen.

 

Skontoabzug vom Bruttobetrag oder Nettobetrag?

Wenn ein Unternehmen Kundenskonto als festen Betrag einräumt, muss der Abzug vom Bruttobetrag einschließlich Mehrwertsteuer erfolgen. Üblich ist jedoch die Angabe in Prozent. In dem Fall hat der Käufer die Wahl, ob er den Prozentsatz vom Bruttobetrag inklusive Umsatzsteuer oder vom Nettobetrag mit anschließender Addition der Mehrwertsteuer auf den reduzierten Betrag berechnet.

Hier die Skonto-Berechnungsformel beim Bruttobetrag:

  • Rechnungsbetrag brutto x Skontosatz in Prozent = Skontobetrag

Als Beispiel eine Rechnung über 990,00 Euro brutto mit einem Skontoabzug von 2 % bei einer Bezahlung innerhalb von 10 Tagen:

  • 990,00 € x 2 % = 19,80 € Skontoabzug

Wenn der Käufer die Rechnung spätestens 10 Tage nach Erhalt bezahlt, darf er 19,80 Euro abziehen und muss nur noch 970,20 Euro überweisen.

 

Wie hängen Factoring und Skonto zusammen?

Durch Factoring steigern Sie schnell und sicher die Liquidität Ihres Unternehmens. Durch diesen Forderungsverkauf erhalten Sie den größten Teil des Rechnungsbetrages schon nach 2–3 Werktagen und müssen beim Full Service Factoring keinen Zahlungsausfall befürchten. Verkaufen Sie offene Forderungen an Nordwest Factoring und nutzen Sie die gewonnene Liquidität zum Skontoabzug bei Ihren eigenen Rechnungen!

Factoring von Nordwest Factoring