nordwest Kompass

Großprojekt von nordwest: Wirtschaftssenator Günthner zu Besuch

2 Min. Lesezeit

Björn Behrmann (nordwest Factoring) steht mit Wirtschaftssenator Günthner und Weiteren vor einem nordwest-Gebäude.
  • Rund fünf Mio. Euro in neues Umschlagzentrum investiert
  • Im Dezember 2018 Fertigstellung von 400 TK-Stellplätzen
  • Logistik 4.0: Digitalisierung und neue Arbeitsplätze

Wo bis zu 80 Tonnen Fisch pro Tag umgeschlagen werden, sind digital vernetzte Prozesse und modernste Lagertechnologien gefragt. Mehr als fünf Mio. Euro hat die nordwest Logistik & Spedition GmbH, Bremerhaven, in ihr neues Umschlagzentrum am Fischereihafen investiert. Damit wurde der Standort für Entwicklungen der Logistik 4.0 gerüstet, durch die sich die Schnelligkeit, Flexibilität und Kontrollierbarkeit von Prozessen wesentlich verbessern lässt. Einen Eindruck von dem Projekt machte sich Bremens Wirtschaftssenator Martin Günthner bei seinem Besuch am 14. November 2018. Bremerhaven nimmt bei der Fisch- und Lebensmittelverarbeitung in Deutschland eine führende Position ein.

„400 Stellplätze für Tiefkühlwaren halten wir ab Dezember 2018 in unserer 1.500 qm großen Halle bereit. Hinzu kommt eine Bürofläche von 450 qm, die im März 2019 in Betrieb genommen wird“, erklärt Björn Behrmann, Vorstand der nordwest-Gruppe. Auch der bestehende Hallenkomplex auf dem Gelände wird derzeit saniert. „Ursprünglich war geplant, nur die Kapazitäten der Anlage zu erweitern. Dass wir nun auf großer Fläche neu gebaut haben, zog einen erheblich veränderten Zeitplan nach sich“, berichtet Behrmann. „Es war aber die richtige Entscheidung. So können wir unsere Innovationen ohne Kompromisse umsetzen. Wichtigstes Ziel ist es, die Qualität und Digitalisierung der Prozesse weiter zu steigern.“ 2019 soll auch die IFS-Zertifizierung abgeschlossen sein.

Die nordwest Logistik & Spedition GmbH bietet Warenannahme, Pflege, Veredelung, Kommissionierung, Selektion sowie den Versand von Frisch- und Tiefkühlprodukten an. Im Zuge der digitalisierten Hallenprozesse, etwa der Umstellung von Handarbeit auf spezielle Scan- und Label-Verfahren, wird das Personal qualifiziert und aufgestockt. Zunächst sind fünf neue Arbeitsplätze geplant. „Wir wollen mit 20 Prozent mehr Personal die doppelte Umschlagleistung erbringen“, erklärt Roland Seeckt, Geschäftsführer des Unternehmens. Er sieht viel Potenzial für die Zukunft, zumal in dem neuen Umschlagzentrum Logistik, Speditionen und Lieferanten an einem Standort zusammengefasst sind. „Ein Ort der vernetzten Kompetenz“, so Seeckt, das zeige auch die Struktur der Mieter im neuen Bürobereich. Unter ihnen sind renommierte Logistikunter- nehmen, die wie nordwest eng mit der Fischwirtschaft in Norddeutschland kooperieren.

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