Wann lohnt sich Factoring?

Beim Factoring verkaufen Unternehmen ihre Rechnungen an einen Factor und erhalten im Gegenzug unmittelbar 80 % bis 90 % der Rechnungssumme gutgeschrieben. Die Restzahlung erfolgt, wenn der Factor die Zahlung des Endkunden erhalten hat, wobei je nach Vertragsvariante 0,1 % bis 2 % von der Forderungssumme als Factoringgebühr in Abzug gebracht wird.

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Finanzierungsfunktion des Factorings

 

Factoring hat verschiedene Funktionen

Die Finanzierungsfunktion gehört zu den drei Kernfunktionen des Factorings. Die Definition von Factoring beinhaltet diese drei Funktionen:

  1. Finanzierungsfunktion: Umsatzfinanzierung durch Vorfinanzierung offener Rechnungen
  2. Delkrederefunktion: die Übernahme des Ausfallrisikos durch den Factor
  3. Dienstleistungsfunktion: durch Bonitätsprüfung des Debitors sowie Erledigung des Forderungsmanagements inklusive Mahnwesen und Inkasso

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Forderungsausfall & Forderungsverlust

 

Was ist ein Forderungsausfall?

Ein Forderungsausfall im Geschäftsleben tritt ein, wenn ein Schuldner offene Forderungen bei Fälligkeit nicht begleichen kann. Der Gläubiger erhält entweder nur einen Teilbetrag der fälligen Rechnung oder er muss einen kompletten Forderungsausfall hinnehmen. Vor allem für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) können Forderungsverluste schwerwiegende Folgen bis hin zur eigenen Insolvenz haben. Wenn ein KMU einen Forderungsausfall erleidet, können eigene Rechnungen nicht bezahlt werden oder es fehlt Geld für die Gehälter der Mitarbeiter und die damit verbundenen Sozialabgaben. Das hat schnell Mahnverfahren und Pfändungen zur Folge und kann das Ende des Unternehmens bedeuten. Daher ist ein effektives Forderungsmanagement eines der wichtigsten Mittel gegen Forderungsverluste.

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Delkredere & Delkredererisiko

 

Was bedeutet Delkredere im Geschäftsleben?

Die lateinische Vokabel credere bedeutet Glauben oder Vertrauen schenken. Ein Kommissionär oder Handelsvertreter ist also des Glaubens, dass ein Debitor seiner Zahlungspflicht bei Fälligkeit nachkommt. Damit übernimmt der Delkrederegeber gegenüber dem Kreditor die Haftung für die pünktliche Zahlung der offenen Forderung.

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Umsatzfinanzierung

 

Unternehmen benötigen aus verschiedenen Gründen Kapital:

  • Startkapital zur Gründung oder als Start-up
  • Steigerung der Liquidität
  • Wachstum der Firma
  • Umfinanzierung bestehender Verbindlichkeiten
  • Übernahme eines anderen Unternehmens
  • Sanierung bei wirtschaftlichen Schwierigkeiten

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Liquidität

 

Was ist Liquidität?

Eine gute Liquidität beweist die Zahlungsfähigkeit eines Unternehmens. Wenn eine Firma über ausreichend liquide Mittel verfügt, kann sie ihren Zahlungsverpflichtungen ohne Verzug nachkommen. Die pünktliche Bezahlung offener Rechnungen sorgt für eine gute Bonität und stärkt das Vertrauen von Lieferanten und anderen Geschäftspartnern in das Unternehmen.

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Delkrederefunktion

 

Was ist die Delkrederefunktion?

Die Delkrederefunktion entspricht einer Forfaitierung, bei der Forderungen verkauft werden, ohne dass bei einem Zahlungsausfall des Debitors ein Rückgriff auf den Verkäufer der Forderungen möglich ist. In der Praxis bedeutet diese Vorgehensweise, dass der Kreditor keine Zahlungsausfälle befürchten muss. Auch wenn einer seiner Kunden Insolvenz anmelden muss, erhält der Verkäufer zuverlässig sein Geld. Das erleichtert die Liquiditätsplanung und verbessert die Bilanz.

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Liquidität verbessern

 

Verbesserung der Liquidität stärkt Unternehmen

Liquidität ist für Betriebe jeder Größe wichtig, um offene Forderungen fristgemäß und in voller Höhe ausgleichen zu können. Im Rahmen des Liquiditätsmanagements überprüfen die hauseigene Buchhaltung oder der Steuerberater, ob genügend liquide Mittel vorhanden sind, um die laufenden Rechnungen zu bezahlen und keine Mahnungen zu erhalten. Wenn die Überprüfung ergibt, dass Bankguthaben oder Kassenbestand nicht ausreichen, drohen Zahlungsschwierigkeiten oder sogar die Insolvenz des Betriebes. Daher muss ein Unternehmer verschiedene Maßnahmen zur Verbesserung der Liquidität ergreifen. Dazu muss er aber zunächst bestimmen, ob er die kurzfristige Liquidität oder die langfristige Liquidität seines Unternehmens erhöhen möchte.

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Basel III

 

Was ist Basel III?

Um die Stabilität von Kreditinstituten zu gewährleisten, werden die Institute durch die Bundesbank und die Bankenaufsichten der einzelnen Staaten überwacht. Die Behörden greifen regulierend ein, wenn sich finanzielle Schwierigkeiten bei einer Bank abzeichnen. Um diese Schwierigkeiten zu vermeiden, müssen sich die Kreditinstitute regelmäßigen Stresstests unterziehen und bestimmte Auflagen zum Eigenkapital erfüllen. Viele der Vorschriften zur Bankenregulierung werden vom Baseler Ausschuss der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) festgelegt. Von diesem Baseler Ausschuss leitet sich auch der Name Basel III als Zusammenfassung der aktuellen Vorschriften zur Bankenregulierung ab. Die Regelungen haben weitreichende Folgen auf die Kreditvergabe von Finanzinstituten. Die Auswirkungen bekommen vor allem Unternehmen zu spüren, die sich um einen Kredit bemühen. Die Firmen müssen aufgrund der Anforderungen von Basel III mit höheren Kreditzinsen und verschärften Kreditsicherheiten rechnen.

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Liquiditätsengpass

 

Was ist ein Liquiditätsengpass?

Unternehmen müssen zahlreiche Fixkosten bezahlen, für die ausreichende Liquidität zur Verfügung stehen sollte. Ein Liquiditätsengpass entsteht immer dann, wenn einer Firma die finanziellen Mittel fehlen, um allen Zahlungsverpflichtungen fristgemäß nachzukommen. Zu den regelmäßigen Kosten eines Unternehmens zählen Personalkosten und Sozialabgaben, Miete, Wareneinkauf, Versicherungen und Wartungskosten. Dazu kommen unerwartete Ausgaben, wie Reparaturen oder eine Steuernachzahlung. Die Kosten werden entweder aus den laufenden Einnahmen bezahlt oder der Betrieb muss auf seine Rücklagen zurückgreifen. Wenn das Guthaben auf den Geschäftskonten nicht ausreicht und es außerdem viele Außenstände gibt, kommt es schnell zu einem Liquiditätsengpass. Die Liquiditätsprobleme können sogar Unternehmen betreffen, deren Auftragsbücher gut gefüllt sind. Häufig liegt es an der mangelnden Zahlungsmoral der Käufer, dass ein gut laufender Betrieb einen Liquiditätsengpass verkraften muss.

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