Delkrederefunktion

 

Was ist die Delkrederefunktion?

Die Delkrederefunktion entspricht einer Forfaitierung, bei der Forderungen verkauft werden, ohne dass bei einem Zahlungsausfall des Debitors ein Rückgriff auf den Verkäufer der Forderungen möglich ist. In der Praxis bedeutet diese Vorgehensweise, dass der Kreditor keine Zahlungsausfälle befürchten muss. Auch wenn einer seiner Kunden Insolvenz anmelden muss, erhält der Verkäufer zuverlässig sein Geld. Das erleichtert die Liquiditätsplanung und verbessert die Bilanz.

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Liquidität verbessern

 

Verbesserung der Liquidität stärkt Unternehmen

Liquidität ist für Betriebe jeder Größe wichtig, um offene Forderungen fristgemäß und in voller Höhe ausgleichen zu können. Im Rahmen des Liquiditätsmanagements überprüfen die hauseigene Buchhaltung oder der Steuerberater, ob genügend liquide Mittel vorhanden sind, um die laufenden Rechnungen zu bezahlen und keine Mahnungen zu erhalten. Wenn die Überprüfung ergibt, dass Bankguthaben oder Kassenbestand nicht ausreichen, drohen Zahlungsschwierigkeiten oder sogar die Insolvenz des Betriebes. Daher muss ein Unternehmer verschiedene Maßnahmen zur Verbesserung der Liquidität ergreifen. Dazu muss er aber zunächst bestimmen, ob er die kurzfristige Liquidität oder die langfristige Liquidität seines Unternehmens erhöhen möchte.

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Basel III

 

Was ist Basel III?

Um die Stabilität von Kreditinstituten zu gewährleisten, werden die Institute durch die Bundesbank und die Bankenaufsichten der einzelnen Staaten überwacht. Die Behörden greifen regulierend ein, wenn sich finanzielle Schwierigkeiten bei einer Bank abzeichnen. Um diese Schwierigkeiten zu vermeiden, müssen sich die Kreditinstitute regelmäßigen Stresstests unterziehen und bestimmte Auflagen zum Eigenkapital erfüllen. Viele der Vorschriften zur Bankenregulierung werden vom Baseler Ausschuss der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) festgelegt. Von diesem Baseler Ausschuss leitet sich auch der Name Basel III als Zusammenfassung der aktuellen Vorschriften zur Bankenregulierung ab. Die Regelungen haben weitreichende Folgen auf die Kreditvergabe von Finanzinstituten. Die Auswirkungen bekommen vor allem Unternehmen zu spüren, die sich um einen Kredit bemühen. Die Firmen müssen aufgrund der Anforderungen von Basel III mit höheren Kreditzinsen und verschärften Kreditsicherheiten rechnen.

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Liquiditätsengpass

 

Was ist ein Liquiditätsengpass?

Unternehmen müssen zahlreiche Fixkosten bezahlen, für die ausreichende Liquidität zur Verfügung stehen sollte. Ein Liquiditätsengpass entsteht immer dann, wenn einer Firma die finanziellen Mittel fehlen, um allen Zahlungsverpflichtungen fristgemäß nachzukommen. Zu den regelmäßigen Kosten eines Unternehmens zählen Personalkosten und Sozialabgaben, Miete, Wareneinkauf, Versicherungen und Wartungskosten. Dazu kommen unerwartete Ausgaben, wie Reparaturen oder eine Steuernachzahlung. Die Kosten werden entweder aus den laufenden Einnahmen bezahlt oder der Betrieb muss auf seine Rücklagen zurückgreifen. Wenn das Guthaben auf den Geschäftskonten nicht ausreicht und es außerdem viele Außenstände gibt, kommt es schnell zu einem Liquiditätsengpass. Die Liquiditätsprobleme können sogar Unternehmen betreffen, deren Auftragsbücher gut gefüllt sind. Häufig liegt es an der mangelnden Zahlungsmoral der Käufer, dass ein gut laufender Betrieb einen Liquiditätsengpass verkraften muss.

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Warenkreditversicherung

 

Was ist eine Warenkreditversicherung?

Wenn eine Firma einem Kunden ein Zahlungsziel zur Begleichung der Rechnung für eine Warenlieferung oder eine Dienstleistung einräumt, handelt es sich um einen unverzinsten Kredit. Als Kreditgeber kann sich das Unternehmen mit der Warenkreditversicherung, abgekürzt WKV, gegen einen Forderungsausfall absichern. Damit ist der Versicherungsnehmer gleichzeitig Begünstigter im Schadensfall.

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Zahlungsziel & Zahlungsfrist

 

Was bedeutet ein Zahlungsziel auf einer Rechnung?

Ein Zahlungsziel ist ein unverzinster Lieferantenkredit. Wenn ein Unternehmen Waren liefert oder eine Dienstleistung erbringt, erfolgt die Bezahlung entweder sofort gegen Bargeld oder der Käufer erhält eine Rechnung mit oder ohne Zahlungsziel zur Überweisung des Betrages. Wenn ein Zahlungsziel vereinbart wird, darf der Gläubiger vor Ablauf der Zahlungsfrist keine Zahlung von seinem Kunden verlangen. Der Abnehmer hat aber das Recht, den Rechnungsbetrag schon vor dem Ende des Zahlungsziels an den Lieferanten zu überweisen oder bar zu bezahlen. 
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Factoringvertrag

 

Was zeichnet einen Factoringvertrag aus?

Beim Factoring wird die Vereinbarung zwischen Kreditor und Factor über den Verkauf offener Forderungen in einem schriftlichen Vertrag festgehalten. Inhaltlich orientieren sich die vertraglich geregelten Punkte an der wirtschaftlichen Bedeutung des Factorings. Wichtig ist vor allem, ob es sich um echtes Factoring oder unechtes Factoring handelt:

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Forfaitierung

 

Definition von Forfaitierung

Bei einer Forfaitierung, auch Forfaiting genannt, erfolgt der Verkauf von Forderungen an einen neuen Gläubiger. Forfaitierungen sind vor allem ein Mittel der Exportfinanzierung bei Lieferungen an einen ausländischen Kunden. Forfaitierungen sind in der Finanzwelt bekannt, seit in den 1970er Jahren die Finanzierung amerikanischer Weizenlieferungen an die damalige Sowjetunion über dieses neu erdachte Finanzinstrument abgewickelt wurde.

In der Theorie gibt es den Unterschied zwischen einer echten Forfaitierung und einer unechten Forfaitierung. Bei der echten Forfaitierung übernimmt der Forfaiteur als Käufer der offenen Forderungen das Risiko eines Zahlungsausfalls. Bei der unechten Variante trägt dieses Risiko weiterhin der Forderungsverkäufer, auch Forfaitist genannt. In der Praxis kommen unechte Forfaitierungen nur selten vor. Unternehmen nutzen sowohl Forfaitierungen als auch Factoring zur Umsatzfinanzierung. Beide Finanzierungen haben viele Gemeinsamkeiten, doch es gibt auch einige wichtige Unterschiede.

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Kontokorrentkredit

 

Was ist ein Kontokorrentkredit?

Bei einem Kontokorrentkredit räumt ein Kreditinstitut den Kontoinhabern die Möglichkeit ein, ihr Konto zu überziehen. Bei Privatpersonen wird der Kredit Dispositionskredit, kurz Dispo, genannt. Geschäftskunden sprechen von einem Kontokorrentkredit, wenn ihnen die Bank eine Kreditlinie auf ihrem geschäftlichen Girokonto einräumt. Die Bankkunden werden darüber informiert, bis zu welchem Betrag sie ihr Konto maximal überziehen dürfen. Wird der eingeräumte Betrag überschritten, handelt es sich um einen Überziehungskredit. Die Kontoinhaber können den Kredit flexibel und nach Bedarf nutzen. Die Bank berechnet nur für den Betrag Zinsen, mit dem das Konto überzogen ist. Für die Rückzahlung müssen die Bankkunden selbst sorgen, da keine festen Raten vereinbart werden.

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