B2C Factoring

 

B2C Factoring Definition

Beim B2C Factoring können Geschäftsleute Forderungen gegen Privatpersonen an einen Factor verkaufen. Die Abkürzung B2C bedeutet Business-to-Comsumer und bezieht sich somit auf Factoring für Privatpersonen. Unternehmen schließen sowohl Geschäfte mit gewerblichen Geschäftspartnern als auch mit Privatkunden ab. Als Schutz gegen einen möglichen Forderungsausfall bieten einige Factoringunternehmen neben B2B Factoring (Business-to-Business) auch den Ankauf von Forderungen gegen Privatkunden an. Mit dem Forderungsverkauf schützen sich Betriebe gegen die mangelnde Zahlungsmoral privater Kunden. § 13 BGB regelt, welche Kunden einer Firma als private Verbraucher gelten, bei denen Factoring für Privatpersonen eingesetzt werden kann. Wie beim gewerblichen Forderungsankauf übernimmt der Factor auch bei privaten Konsumenten die Delkrederefunktion und das Forderungsmanagement.

Weiterlesen

Smart Factoring

 

Smart Factoring Definition

Smart Factoring ist eine Form der Unternehmensfinanzierung, bei der die Kosten nicht vom Umsatz abhängig sind. Stattdessen berechnet der Factor eine pauschale Gebühr, die sich nach der Finanzierungslinie des Kreditors richtet. Dadurch steigen die Finanzierungskosten auch bei einem höheren Umsatz nicht an. Für Unternehmen, die offene Forderungen an einen Factor verkaufen, ergibt sich eine volle Kostenkontrolle sowie eine 100-prozentige Planungssicherheit der Finanzierung. Dabei können die Ausgaben unter den Gebühren liegen, die Kreditinstitute für ein Darlehen verlangen. Gleichzeitig bietet das Factoring neben der Finanzierungsfunktion den bekannten Schutz vor Forderungsausfall, indem der Factor die Delkrederefunktion übernimmt.

Weiterlesen

Fälligkeitsfactoring

 

Fälligkeitsfactoring Definition

Beim Fälligkeitsfactoring, international auch als Maturity Factoring bezeichnet, erhält der Kreditor ausstehende Beträge erst am Fälligkeitstag der Rechnung. Er muss sich jedoch nicht selbst um die Eintreibung offener Forderungen kümmern. Das übernimmt ein Factoringunternehmen, wodurch das Forderungsmanagement des Lieferanten entlastet wird. Der Factor erledigt das Inkasso der fälligen Beträge beziehungsweise mahnt überfällige Forderungen an. Fälligkeitsfactoring eignet sich nicht zur Steigerung der Liquidität, sondern dient dem Risikoschutz und ist ein entlastender Service des Factoringanbieters für seine Kunden.

Weiterlesen

Einzelfactoring

 

Einzelfactoring Definition

Während beim klassischen Factoring der Kreditor alle Rechnungen eines Abnehmers an den Factor abgibt, handelt es sich beim Einzelfactoring nur um eine einzelne Rechnung. Um kurzfristig die Liquidität zu steigern, reichen Unternehmen offene Forderungen mit einem hohen Rechnungsbetrag oder einem langen Zahlungsziel ein. Die Gutschrift des Betrages erfolgt innerhalb weniger Werktage. So können Unternehmen ihren Kapitalbedarf schnell und unkompliziert decken. Im Vergleich zu anderen Factoringarten fallen beim Einreichen einer einzelnen Rechnung jedoch die höchsten Kosten an.

Weiterlesen

Ausschnittsfactoring

 

Ausschnittsfactoring Definition

Unter Ausschnittsfactoring (auch: „selektives Factoring“ oder „Auswahlfactoring“) versteht man den Verkauf von Forderungen ausgewählter Debitoren.

 

Was ist Ausschnittsfactoring und wie funktioniert es?

Ausschnittsfactoring ist eine gute Möglichkeit, die Finanzierung individuell auf de Bedürfnisse eines Unternehmens anzupassen: Bei diesem speziellen Factoring wird nicht der komplette Forderungsbestand finanziert wie beim klassischen Factoring. Nur die Forderungen von auserwählten Kunden oder Kundengruppen werden hier veräußert.

Weiterlesen

Offenes Factoring und stilles Factoring

 

Offenes Factoring Definition

Beim offenen Factoring wird der Kunde (Debitor) über die Abtretung der Forderungen informiert. Dies geschieht durch einen Abtretungsvermerk. Des Weiteren wird der Debitor nicht nur informiert, dass die Rechnung verkauft wurde, er wird zudem gebeten, die Forderung direkt beim Factoringanbieter zu begleichen. Auf der Rechnung befindet sich daher nicht mehr die Bankverbindung des Unternehmens, sondern die des Factoringanbieters.

Weiterlesen

Echtes Factoring und unechtes Factoring

 

Definition echtes Factoring (Non-Recourse Factoring)

Das wichtigste Merkmal des echten Factorings ist die Tatsache, dass die Factoringgesellschaft beim Ankauf der Forderungen auch das Risiko von Forderungsausfällen übernimmt. Durch die Übernahme des sogenannten Delkrederes wird der Factoringkunde vor ausbleibenden Zahlungen geschützt und befindet sich mit seinen Forderungen auf der sicheren Seite.

 

Definition unechtes Factoring (Recourse Factoring)

Im Gegensatz zum echten Factoring (Non-Recourse Factoring) verbleibt das Risiko von Zahlungsausfällen beim unechten Factoring beim Factoringkunden. Die Factoringgesellschaft kauft die Forderung an, unterstützt das Unternehmen dadurch mit Liquidität und kann – je nach Vertragskonstellation – auch das Forderungsmanagement übernehmen. Sollte sich die Forderung jedoch nicht realisieren lassen, muss die Factoringgesellschaft entsprechend entschädigt werden.

Weiterlesen

VOB-Factoring für Handwerk & Baunebengewerbe

VOB-Factoring – Liquidität für Handwerksbetriebe

Bis vor Kurzem waren Handwerksbetriebe wie Dachdecker, Sanitärfirmen, Verputzer, Metallbauer und weitere Baunebengewerbe von der Finanzdienstleistung des Factorings ausgeschlossen. Grund hierfür war die Bindung handwerklicher Betriebe an die mit „VOB“ abgekürzte Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen. Darin werden die Modalitäten zu Abschlags- und Vorauszahlungen, Gegenansprüchen sowie dem Einbehalt von Sicherheitsleistungen geregelt, die für Factoringgesellschaften mit entsprechend hohen Risiken behaftet sind.

Weiterlesen

Online Factoring

 

Online Factoring Definition

Das Online Factoring ist eine Sonderform des echten Factorings, die in allen Eigenschaften mit diesem übereinstimmt und lediglich die moderneren Kommunikationswege des Internets nutzt.

Durch einen Online-Zugang hat der Factoringauftraggeber jederzeit Zugang zum aktuellen Stand der Zahlungsforderungen seiner Kunden. Informationen zu offenen Rechnungen, täglichen Abrechnungen und Mahnungen können bei Bedarf eingesehen werden. So wird die Kommunikation vereinfacht und Forderungen können bequem verwaltet werden.

Weiterlesen

Inhouse Factoring

 

Inhouse Factoring Definition

Beim Inhouse Factoring (häufig auch: „Bulk Factoring“ oder „Eigenservice Factoring“) verbleiben die Bereiche Debitorenbuchhaltung und Mahnwesen beim Kreditor. Gleichzeitig bietet Inhouse Factoring sowohl eine Delkrederefunktion (Schutz vor Forderungsausfall) als auch eine Finanzierungsfunktion (Umsatzfinanzierung). Inhouse Factoring ist eine preiswerte Variante des Verkaufs von Forderungen. Durch diese Factoringart erhöhen Unternehmen ihre Liquidität und verbessern die Bilanzkennzahlen.

Weiterlesen